Valle, Amaro do, Maler, wird von A. Barbosa da Silva, der um 1672 blühte, unter jene portugiesischen Künstler gezählt, welche in Rom zu den Coryphäen gehörten. Cyrillo Machado (Colle- ção de memorias etc. Lisboa 1823, p. 70) sagt, er sei Hofmaler Philipp III. von Spanien gewesen, und 1610 arm im Vaterlande verstorben. Graf Raczynski (Dict. hist. art. du Portugal , Paris 1847) sowie in der handschriftlichen Chronik des Frater Emanuel de Cas- tro wenigstens die Bestätigung, dass in jenem Jahre Dominico di Vieira an Valle's Stelle berufen wurde, dass aber Valle in Rom zu den Coryphäen gehört habe, beweisen die ihm zugeschriebe- nen Gemälde, wenigstens in dem jetzigen Zustande, nicht. Ta- borda, welcher auch in unserm Lexicon seine Stelle fand, schreibt ihm der Tradition nach einen Christus am Kreuze in S. Francisco zu Lissabon zu, nach einer anderen Angabe ist er aber von der Hand eines deutschen Malers, Namens Marganello. Dass es von Valle herrühre, fand Graf Raczynski durch die Zeichnung bestäti- get, welche sich von Amaro do Valle erhalten hat. Ein zweites Bild, welches unserm Künstler, oder dem Marcanello und dem Maler Rodriguez zugeschrieben wird, ist im Refektorium zu Be- lem. Es stellt die Geburt Christi dar, und ist durch Restauration so verdorben, dass es nach Raczynski gar keine Beachtung ver-
Nagler's Künstler - Lex. Bd. XIX. 22
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