Valesio, Giovanni Luigi, Maler und Radirer, geboren zu Bo- logna 1561, war der Sohn eines spanischen Soldaten, und An- fangs Tanzmeister, Fechter und Lautenspieler , als welcher er sich auch im Schönschreiben übte, worauf ihn sein Bruder Gio- vanni brachte. Dieser war Calligraph, und bediente sich bei seinen Vorschriftenbüchern der Hülfe Luigs, da letzterer die Verzierun- gen geschmackvoller behandelte, als er zu thun im Stande war, go trieb er es fast bis in sein dreissigstes Jahr, bis er endlich an- fing in der Schule der Carracci regelmässigen Unterricht im Zeich- nen zu nehmen. Ludovico Carracci war ihm in vielen Dingen be- hülfich, und die Werke dieses Meisters und seiner Schule waren für ihn eine reiche Fundgrube, aus welcher er zu seinem Vortheile schöpfte, ohne selbst grosse Tüchtigkeit zu besitzen. Er wusste aber den Mangel durch Geschmeidigkeit zu ersetzen, und durch sein schlaues Benehmen Aufträge zu erschleichen, welche talentvolleren Künstlern verweigert wurden. Um seine Mittelmässigkeit zu verdecken, suchte er durch Schmeichelei und Geschenke geschickte Künstler zu gewinnen, deren Entwürfe und Zeichnungen er als eigenes Machwerk hingab. Auch Marino und andere feile Dich- ter, bliesen für ihn in die Posaune des Lobes, und so galt zuletzt der feine Kriecher Valesio für einen grossen Meister, ohne es zu seyn. Bei den Mendicanten zu Bologna ist eine Verkündigung von ihm, welche nach Lanzi in einem mageren Style behandelt ist, und nur in den fleissig ausgeführten Nebendingen Lob ver- dient. Auch in anderen Kirchen und in Palästen versuchte er
Seine Kunst; man fand aber bald kein Vergnügen mehr an sei- nen Machwerken. Die Dominikaner übertünchten daher zur Nacht- zeit eines seiner Bilder, was den Künstler bewog in Rom sein Glück zu versuchen. Hier fand er im Hause des Cardinals Ludovisi Zutritt, welcher ihn zu seinem Sekretär ernannte. Jetzt wollte
der Künstler auch als Schöngeist gelten, und gab eine Sammlung
von Sonetten heraus, unter dem Titel: La cicala. Der feine Tänz- er und Lautenspieler setzte sich nach und nach so sehr in die Gunst des Cardinals, dass ihn dieser nach seiner Erhebung zum Papst (Gregor XV.) zum Aufseher seiner Gallerien, Gärten, Garderoben u. s. w. ernannte. Valesio fuhr aber auch fort zu malen, sowohl in Öle als in Fresco, und er brachte endlich auch verdienstliche Bilder zusammen. Lanzi lobt eine allegorische Dar- stellung der Religion im Kloster della Minerva. In einem Bogen- ange des Dominikanerklosters zu Rom ist eine Verkündigung
der, welche schön zu nennen ist, Valesio lebte zu Rom in glänzenden Verhältnissen, und hatte einen eigenen Wagen, wäh rend Annibale Carracci in seinem Dachstübchen hauste, Malvasia beschreibt das Leben dieses Künstlers, welcher um 1640 in Rom starb.
C. Audran stach nach ihm eine Madonna mit dem Kinde, dann den heil. Bernhard vor einer Gruppe allegorischer Figuren mit einem Kinde, welches dem Heiligen eine Rose reicht und einen Zettel darhält, mit der Schrift: Verum a falso. L. Coriolano stach das Bild der Cleopatra, welches später zu Dr. Capponi's Trauerspiel dieses Namens gebraucht wurde. Auch ein Bildniss des Arztes A. Fracassino ist nach ihm gestochen.
Mulinari imitierte eine Handzeichnung dieses Meisters, Bac- chus und Semele vorstellend, 4.
Dann gab Valesio folgendes Werk heraus: Apparato funebre dell' anniversario a' Gregorio XV.- celebrato in Bologna a' 24 di
Luglio MDCXXIV. Dall' illustr, et reveren. Sig. Card. Ludovisi.
All' illustr, et Eccell, Sig. il Sig. Principe di Venosa, In Bologna per Vitt. Benaci MDCCXXIV. fol. Dieses Werk enthält 8 maleri- sche Radirungen. Nr. 1, eine architektonische Verzierung mit Fi- guren und Inschrifttafeln auf Gregor XV., ist nach Weigel, Kunst- catalog Nr. 4008, jedenfalls von Valesio, Nr. 3 ist von Oliv. Gatti, Bartsch Nr. 85; Nr. 4 ein Bartsch unbekanntes Blatt von Jacobus Lodi, oberflächlich erwähnt P. gr. XIX. S. 713 Nr. 4 und 6, von Joh. B. Coriolano, nur von Weigel erwähnt; Nr. 7 von Gatti, Bartsch Nr. 64.; Nr. 8 von Valesio, das Monument Nr. 111.
Ferner haben wir ein Zeichenbuch nach ihm, unter dem Ti- tel: Libro nuovo da dissegnare, 10 Blätter in reinen Umrissen, Collignon sc., Mariette excud. Parigi, 8.
Valesio radirte selbst ein Unterrichtswerk, Nr. 40 des Ver- zeichnisses seiner Blätter,
Eigenthändige Radirungen.
Valesio hat eine bedeutende Anzahl von Blättern radirt, welche in der zierlichen und freien Manier des Albino Carracci behan- * delt sind, und worin er dem Meister näher kommt, als die anderen Schüler desselben: Er arbeitete meistens nach Bildern und Zeich- nungen grosser Meister, selten nach eigener Erfindung. Kleine Figuren zeichnete er indessen sehr gut, da der Künstler in der Miniaturmalerei vielleicht noch mehr leistete, als in grösseren Werken. Malvasia schreibt ihm eine bedeutende Anzahl von Blät-
tern zu, ist aber in der Angabe nicht immer sicher. Auch Gan- dellini gibt einen weitläufigen Artikel über Valesio, jedoch nicht ohne Verwirrung, Malpì und Papillon behaupten, dass Valesio
auch in Holz geschnitten habe, nämlich die 20 Stöcke einer Aus-
gabe der Gerusalemme liberata von Tasso. Padua 1628, 4. Diese Angabe scheint richtig zu seyn. Auch ein in Holz geschnittenes Bildniss des Gio. Nic. Doglioni trägt sein Monogramm. Anderwärts fanden wir die Blätter aus Tasso dem Francesco Valegio oder Va- lesio zugeschrieben. Das sicherste Verzeichniss der Blätter dieses Meisters gibt Bartsch, P. gr. XVII, p.213 ff. Sie belaufen sich auf 111 Nummern.
Die heil. Jungfrau mit dem Kinde sitzend. Sie legt die rechte Hand auf die Brust, und das Kind steht vor ihr mit einem kleinen Kreuze. Links oben schwebt ein kleiner En- gel, und rechts unten ist das Zeichen. H. 6 Z. 9 L., Br. 5 Z.
Maria am Fusse des Kreuzes mit dem Leichnam des Soh- nes im Schoosse. La Madonna della Pieta posta in S. Rocco di Bologna, nach Gio. Ant. Santi. Rechts unten: Il Val.o F. H. 9 Z. 7 L. mit 6 L. Rand, Br. 7 Z. 6 L.
Die Jünger, welche zur Grablegung des Herrn Anstalt treffen. Maria wird in Ohnmacht von drei Frauen unterstützt. In der Mitte erhebt sich das Kreuz mit zwei Leitern. Mit Dedication an Carl Emanuel von Savoyen. Cesare Augustus Ferrariens, inc. Valesius f. Eines der geringeren Blätter des Meisters und sehr selten. H. 15 Z. 3 L., Br. 11 Z. 9 L.
St. Raymond da Pignafort, mit Stock und Crucifix auf sei- nem Mantel über das Meer gehend. S. Raymundus de Pi- gniafort Ord. Praed. Magister Generalis Tertius —, Pietro Fac- cini inc. —— Gio., Valesio. Academico Avvulato F. 1601. H.
Venus züchtiget den Amor mit einem Rosenstrauch, der Sa- tyr hält aber ihren rechten Arm zurück, Non si castiga amor con lieue sdegno. Links das Zeichen. Seltenes Blatt, H. 7 Z. 0 L., Br. 5 Z.
Venus, links auf einer Erhöhung sitzend, droht dem flie- henden Amor. Non fuggo Amor, di Venere, agli sdegni' Il Valesio inc. f. H. 6 Z., Br. 8 Z. 9 L.
- Wie oben mit dem Namen. II. An der Stelle des Namens Nr. 4.
- Ein Oval mit zwölf Köpfen von Männern, Weibern und Kindern in verschiedenen Gemüths-Bewegungen. Dodici Ermoti patimenti mouimenti della Testa — —, I Valesio inc. f.
6 Z. 6 L., Br. 5 Z.
Die neun Musen mit dem Wappen des Cardinal Borghese, links unten das Zeichen. H. 6 Z. 4 L., Br. 4 Z. 9 L.
Drei Adler zum Cartuche gebildet, in welchem das Wap- pen des Cardinal Ginasio erscheint. Ad praeceptum tuum — —. Rechts das Zeichen. H. 7 Z. 2 L., Br. 3 Z. 9 L.
30 — 36) Die 27 Blätter zu: La Cicala di Gio. Luigi Valesio (heroische Briefe von Ant. Bruni) all' ill.mo e rev.mo Sig. il
Sig. Cardinale Ludovisi — Sino es.dulce es durabile —.
-- In Roma appresso Giacomo Callot e Mascardi con licenza de' Sup. 1622. In zweiter Ausgabe: Roma, Jac. Mascardi 1635. Die Blätter sind nach Zeichnungen von Cesare d'Ar- pino, G. Reni, Baglioni, Dominichino, Guidotti Borghese
Das Titelblatt, die ewige Wahrheit mit dem Wappen des Cardinal Ludovisi.
Die Hebräerin, welche ihr todes Kind verzehrt.
Herminia am Baume sitzend.
Catharina von Aragon auf dem Todbette diktirt einen Brief an Heinrich VII.
Fiordispina und Bradamante stehend vor dem Pferde.
Turmus und Lavinia,
Tancred und Chlorinde,
Olympia, Tochter des Grafen von Holland, von ihrem Gatten Biren von Zelande verlassen,
Soliman rächt den Tod seines Pagen Lisbin,
Armida von Rinaldo verlassen.
Die beiden von Radamist geretteten Hirten,
Pallas erscheint der Nausikaa,
Diana verwandelt den Aktäon.
Semele und Jupiter.
Euridice an der Pforte des Hades.
Jole mit der Löwenhaut und der Keule des Herkules.
Zephir mit dem Briefe an Chloris,
Angelica schreibt an Rinaldo.
Despina, die Tochter eines persischen Königs, schreibt an Sultan Soliman.
Amor schickt einen Postillon an Psyche.
Sophonisba schreibt an Massinissa,
Seneca übergibt vor dem Tode einem Soldaten den Brief an Nero.
Venus schreibt an Adonis.
Der Diener des Argant überreicht dem Tancred einen Brief,
Cleopatra mit der Schlange.
Semiramis schreibt unter Amors Beistand einen Brief.
Isicratea schreibt an Mithridates einen Brief.
37—48) Die zwölf Blätter für die Erotica di Guilio Strozzi zur le nozze de l'Eccell. Principi D. Marcantonio Borg- ese et D. Camilla Orsina. In Venezia appresso il Violati
— Con licenza e Privilegi 1615. H.4 Z. 10 L., Br. 6Z. 6L,
- Der Titel des Werkes mit Hymenäus und einer Frau mit der Königskrone. Ausser dem obigen Titel steht unten: And. Commodi — Il Valesio fece.
- Ein junges Weib auf dem Elephanten,
- Ein Centaur sendet einen Pfeil nach einem fliehenden
- Zwei Krieger, welche zwei Damen betrachten.
- Eine vornehme Dame im Gespräche mit einem Weibe aus dem Volke, im Grunde die Königin auf dem Löwen.
- Die Königin vor einer Dame mit ihrer Dienerin.
- Der alte König, welcher in Gegenwart des Hofes einen jungen König umarmt,
- Der König zu Pferd auf einem Platze mit einem Triumph- bogen im Grunde,
- Ein König und ein Weib vor dem Opferaltare am Ein- gange der Grotte,
- Mehrere Krieger, welche das Thor eines Schlosses er- brechen.
- Ein König zeigt das Haupt eines Gefangenen zweien
anderen Königen.
49 — 68) I rrimi elementi del disegno in gratia de i princi- pianti nelle arte della pittura fatti da Gio. Valesio et c. Das zweite Blatt hat die Dedication an den Cardinal Horatio Sginola, und dann beschreibt Bartsch noch 18 andere Blätter mit Nasen, Augen, Ohren, Münden, Köpfen, Händen, Füs- sen. Sie tragen das Monogramm des Künstlers, Gori zählt 24 Blätter, Malvasia nur deren 18.
Die vereinigten Wappen von Oesterreich, Tyrol, Steyer- mark und Kärnten von zwei Löwen getragen, Nach rechts unten das Zeichen H. 8 Z., Br. 10 Z.
Das Wappen des Cardinal Serra von der Stärke und der Fauna gehalten. Rechts das Zeichen H. 8 Z., Br. 10 Z. 5 L.
Das Wappen des Cardinal Facchinetti mit stehenden Figu- ren. Der Held hält eine Lanze und die Tiara, die weibl iche Figur hat den Scepter und Jupiters Blitz. Haec vir- tutis opus. — Sic undique fulget. In der Mitte unten: N Valesio inven. f. H. 8 Z. 6 L., Br. 10 Z. 0 L.
Das Wappen des Cardinal Serra mit den allegorischen Gestal- ten der Freigebigkeit und Sanftmut. Imperio explicite. Rechts unten: Il Valesio f., links: 1616. H. 8 Z. 3 L., Br.
Das Wappen des Cardinal Ludovisi von fünf Genien ge- tragen. Unten ein Prinz und die Gestalt der Unterwürfig- keit. Meritorum Sedes. — N Val. o H. 7 Z. 8 L., Br.
11 Z. 3 L.
Das Wappen des Cardinal Borghese zwischen der Treue und der königlichen Würde. Non pavidum haec —, Rechts N Valesio inv. f. H. 8 Z. 5 L., Br. 11 Z.
Das Wappen des Cardinal Ludovisi mit der Pietas und Ju- stitia. Ad utramque, Ohne Zeichen, H. 8 Z. 9 L., Br.
11 Z.
Das Wappen des Cardinal Paleotti mit einem bewaffneten Mann und einer mit Lorbeer bekränzten Frau. Si resera- tur olympi. Links: Il Valesio inv. f. H. 9 Z. 10 L., Br. 11 Z. 7 L;
Das Wappen des Cardinal Peretti zwischen vier Kindern. Oben ein Theil des Thierkreises, nach links unten: Il Va- lesio Inu. f. H. 9 Z., Br. 11 Z. 9 L.
Das Portal zu einem Garten, mit einem Adler und einem Greif, die heraldischen Thiere des Wappens des Cardinal Scipione Borghese. Links vorn steht Herkules, rechts Po- mona. Pervigil. custodia pulchri. Links unten: Il Valesio inv. f. H. 9 Z. 2 L., Br. 11 Z. 9 L.
Minerva mit den vier Cardinaltugenden, welche das Wap- pen der Stadt Bologna tragen. O et praesidium et dulce decus meum. Rechts: Il Val. o H. 8 Z. 9 L., Br. 12 Z. 3 L.
Herkules im Kampfe mit Cerberus. Oben das Wappen des Cardinal Cesio. Hinc facilius ad superos via. Links das Zeichen. H. 9 Z., Br. 12 Z.
Herkules, Atlas und Merkur mit dem Wappen der Stadt Bologna, Auf der Bandrolle: Praebebit lumina mundo. Unten nach rechts im Schilde ein Ochs. Ohne Zeichen. H. 9 Z., Br. 12 Z. 4 L.
Valesio, Giovanni Luigi.
Das Wappen eines Cardinals am Baume zwischen der Pietà und der Justitia. Am Altare: Pietate et Justitia. Rechts un- ten: Il Valesio f. H. 92. 8 L., 12 Z. 0 L. .
Joseph legt dem Pharao den Traum aus. Dieser sitzt links auf dem Throne von sechs Höflingen umgeben. Auf den Schilden von zweien derselben sind Wappen, und in der Mitte vorn ist ein drittes Wappen. H. 10 Z. 1 Br. 12 Z. 3 L.
Das Wappen eines Cardinals aus dem Hause Buonfiglioli von je zwei weiblichen Gestalten umgeben. Rechts unten: H Valesio f. H. 412 Z. 10 L., Br. 13 Z. 6 L.
Die Reiterstatue eines Großmeisters des Deutschordens auf dem Triumphbogen. Darüber ein Wappen. Rechts unten: H Valesio inv. f. H. 41 Z. 9 Br. 14 Z. 5 L.
Mnemosyne, mit dem Wappen des Cardinals Barberini, treibt die Zeit vom Parnass. Auf der Tafel der Fama links vorn: Aeui dum Tempus — — Maphaei herois gloria semper erit. Links unten beim Wappenschild: Il Valesio inv. f.
11 Z., Br. 14 Z. 9 L.
Die Justitia und Abundantia mit den vereinigten Wappen von Oesterreich, Tyrol, Steyermark und Kärnthen. Auf der Bandrolle des schwebenden Adlers: Immobile saxum ascendet. Linkse: Il Valesio f. H. 11 Z. 6 L., Br. 14 Z. 8 L.
Ein marokkanischer Prinz bietet einem Krieger Sklaven an, während oben die Tugenden das Wappen des Cardinals Scipione Borghese halten. Auf der Bandrolle: Hinc sceptrum decusque. Links unten: Il Valesio pittore f. H. 11 Z. 4 L. Br. 16 Z. 6 L.
Die Fama mit dem Wappen des Cardinals Ludovisi, dabei Cäsar und Fabius Cunctator. Liberavit a flamma. Rechts unten: Il Valesio f. H.11 Z. 9 L., Br. 16 Z. 9 L.
Herkules und Minerva mit dem Wappen des Cardinals Far- nese unter einem Pavillon, dessen Vorhang vier allegori- sche Gestalten zurückhalten. Rechts unten: Il Valesio inv. f. H. 13 Z. 4 L., Br. 16 Z. 9 L.
Die allegorischen Gestalten der Elemente bringen dem Wap- pen des Cardinals Ludovisi ihre Huldigung dar. Es er- scheint oben als neue Sonne. Rechts unten: Il Valesio f. H. 11 Z. 9 L., Br. 17 Z.
Die Musen, die Grazien und die Wissenschaften auf dem Parnass, wo Merkur und Apollo das Wappen des Cardinals Cappone halten, Considunt, undae etc. Clauditor hic quid- quid et cetera. In der Mitte unten: J. Valesio F. H. 12 Z. 2, Br. 17 Z. 10 L.
Ein Tempel mit dem Wappen des Herzogs von Mantua von der Religion und Majestät getragen. Zwischen den Säulen sieht man Götterbilder, und in der Mitte vorn sitzen die Parzen mit zwei Tigern. Scindentem scindo, ducen- tem etc. Links: Il Valesio. H. 12 Z., Br. 17 Z. 3 L.
Ein Engel macht auf Wolken die Tugenden der Stärke, und zwei andere allegorische Gestalten auf einen Prinzen aufmerksam, welcher von drei gekrönten Dichtern begleitet sich der Ewigkeit nähert. Das Wappen des Car- dinals Barberini wird ihm entgegen getragen. Hic Domus est Tuscis etc. Virtutes, Aurora rubet, Phagesia etc. — Il Valesio f. H. 12 Z. 2 L., Br. 17 Z. 6 L.
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- Die grosse Conclusion des Gibert Borromei, dem Papst Ur- ban VIII. zugeeignet. Die königliche Macht thront im Himmel umgeben von mehreren allegorischen Figuren. Wei- ter unten erscheint die Roma mit dem Fluss Arno, als An- spielung auf die toskanische Abkunft der Familie Barberini, welcher Urban VIII. angehört, Links unten: Andreas Ca- maseus delin., rechts: Valesiana incisio extrema ( das letzte Blatt des Meisters). Das Hauptwerk Valesio's in 4 Blättern. H. 46 Z. 6 L., Br. 30 Z. 6 L. ;
Büchertitel,
Cortouche mit dem Wappen des Cardinals Ferd. Gonzaga, mit Drachen zu beiden Seiten, und zwei phantastischen Frauengestalten unten. Für die Rime del Co, Ridolfo Cam- pecggi nell' academia dei Gelati il Rugginoso. In Parma ap- presso Simone Parlasca — 1608. Rechts unten das-Zeichen, H. 4 Z., Br. 2 Z. 2 L.
Ein Adler, ein Löwe und ein Pferd auf Wolken, welche ein Tuch mit folgendem Titel halten: Rime di Francesco Maria Caccianemici. In Bologna per Bart. Cughi — 1608.
Mit dem Zeichen. H. 6 Z. 7 L., Br 4 Z. 6
Hymnen und Amor verbinden die Wappen der Häuser Lu- dovisi und Gesualda. Nelle felicissime nozze degl' ill. et exc. Sig. d. Nicolo Ludovisi —. In Roma per gli impressori Camerali — 1622. Ohne Zeichen. H. 6 Z. 0 L., Br.4 Z. 8 L.
Die Fama mit dem Wappen des Cardinal Scipione Borghese, und zwei andere allegorische Figuren. Il Tancredi di tra- edia di Ridolfo Campeggi —. All' ill.mo., et Reverend.mo. Sig. al Sig. Card. Scipione Borghese, Rechts unten das Zeichen.
Die selige Catharina von Bologna auf dem Throne mit St. Franz von Assisi und St. Clara, Vita della S. Caterina di Bo- logna, composta dal P. Giacomo Grassetti —. In Bologna per li eredi del Benacci — 1639. H. 6 Z. 0 L., Br. 5 Z. 4 L.
Malvasia nennt eine Ausgabe von 1626.
- Ein zwischen Bäumen gespanntes Tuch; links eine sitzende
Frau, rechts ein Hirt mit dem Stock, und oben das Wap- pen der Facchinetti. Filarmindo favola pastorale del Rug- ginoso gelato il Co. Ridolfo Campeggi —. Con licenza de superiori. Il Valesio F. H. 7 Z., Br. 5 Z.
Amor und Hymen verbinden die Wappen des Grafen Al- drovandi und der Isabella Pepoli. Nozze de gl' ill.mi Sig, il Sig. Co. Filippo Aldrovandi et la Sig. Isabella Pepoli. In Bologna per Vittorio Benacci —. Links unten das Zei- chen. H. 7 Z., Br. 4 Z. 9 L.
Die heil. Jungfrau im Himmel von Engeln umgeben, wel- che die Passionswerkzeuge tragen. Le lagrime di Maria Ver- gine poema heroico del Sig. Co. Ridolfo Campeggi —. In Bologna — MDCXVII. Rechts das Zeichen. H. 7 Z., Br.
Ein Cartouche mit Wappen und den allegorischen Figuren der Klugheit, Stärke, Gerechtigkeit und Mässigung. I Fiori di Pindo. Appresso li Heredi del Pisari. Mit dem Zeichen.
Geflügelte Genien mit dem Wappen des Cardinal Carlo de Medici. In der Mitte vier allegorische Gestalten der Wissenschaften. Jo. Antonii Magini — Tabulae novae — D.D. Carolum Medicum S.R.E. Cardinalem. Bononiae apud Seb. Bonhomium — 1610. Rechts das Zeichen. H. 7 Z. 3 L., Br. 5 Z. 7 L.
Hymen und Amor mit der Fackel. Nelle nozze de gl' ill.mi Sig. il Sig. Marchese Lodovico Fachenetti et donna Violante di Correggio. Austriaca. — In Bologna per gli Her. di Gio. Rossi 1607; L. C. (Carracci) in., und das Zeichen. H. 7 Z. 7 L., Br. 5 Z. 2 L., —
Die Gerechtigkeit und der Frieden in Umarmung über einem Cartouche, zu dessen Seiten Herkules und Honos stehen. Scipioni Burghesio cardinali — sacratque Franciscus Palaetus. Bonon. apud Victorium Benatium —. Il Valesio f. H. 10 Z. 2 L., Br. 6 Z. 9 L.
Das Wappen der Stadt Bologna zwischen den allegorischen Gestalten der Medicin und der Krankheit. Julii Caesaris Claudini — responsionum et consultationum medicinalium Tomus unicus —, Venetiis apud Hieron. Tamburinum — 1607. Il Valesio Fec. H. 11 Z. 4 L., Br. 7 Z. 5 L.
Das Trauergerüst des Papstes Gregor XV. mit dem Bildnisse desselben. Gregorius XV. P. M. Links unten: Scala di piedi dieci di Bologna. Ohne Valesio's Namen. H.
Dieses Blatt gehört in den oben erwähnten Apparato funebre dell' anniversario di Gregorio XV. etc. 1625.
- Carolus Emanuel D. G. Dux Sabaudia —. Portrait zu Pferde, in der Ferne, Truppen, oben das Wappen: Alla lon ex arbore palmas —. Mit dem Zeichen. H. 10 Z. 2 L., Br. 7 Z. 4 L.
Bartsch zählt überdiess noch 16 Blätter nach. Malvasia konnte sich aber von der Richtigkeit der Angabe nicht überzeugen. Sie bestehen in Conclusionen und Büchertiteln.
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