Valderraeza, Andreas de

Valderraeza, Andreas de, Bildhauer und Architekt , geboren zu Alcaraz 1500, war Schüler seines Vaters Pedro, welcher ihn in den Grundsätzen des Michel Angelo unterrichtete. Er erlangte schon in jungen Jahren grosse Geschicklichkeit, und daher über- trug ihm der Vater die Aufsicht bei seinen Arbeiten in der Cate- drale von Jaen , wo er später als Obermeister tätig war. Andreas baute die Pfarrkirche in Villacarrillo bei Ubeda. Sie hat drei Schiffe, welche von zwei Reihen corinthischer Säulen gebildet werden. In derselben Ordnung sind auch die Altäre der Kirche ausgeführt. Nach dem Tode des Vaters übernahm er den Bau der Kirche und des Hospitals Santiago in Ubeda, und zeigte hier eben so grosse Geschicklichkeit in der Baukunst, wie in der Bildhauerei. Er zierte den Hauptaltar mit 21 Statuen und mit Basreliefs an der Basis. Dazu brachte er reiche Ornamente an, so dass der Altar über- laden erscheint. Die mit Reliefbildern der Apostel und mit Me- daillons gezierten Chorstühle sind ebenfalls sein Werk. Hierauf setzte er den von seinem Vater begonnenen Bau der berühmten Sakristei der Cathedrale in Jaen fort, starb aber vor der Vol- lendung der Arbeit. Sein Schüler Alonso Barba brachte das Werk zu Ende. Valderraeza empfahl in seinem Testamente d.d. 16. April 1575 den Barba zu seinem Nachfolger, da er ihm als jahrelangen Gehülfen die Geheimnisse der Kunst anvertraut hatte. In der Kir- che zu Villacarrillo gründete er eine Caplanei zu Gunsten seines Soh- nes Pedro. C. Bermudez, Diccionario hist. V. 99, gibt Nachricht über diesen Meister.

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