Valckenburg, Heinrich von, Maler von Augsburg, machte seine Studien in Venedig unter A. Vassilachi, und scheint daselbst län- gere Zeit gelebt zu haben. Er schickte mehrere Bilder dieses 1629 verstorbenen Meisters nach Deutschland , welche theuer bezahlt wurden. Vassilachi vermachte ihm Zeichnungen, deren sich dann der Künstler bei seinen Gemälden bediente. In Augsburg fand man ehedem viele Bilder von ihm. Andere gingen ins Ausland, da der Künstler grossen Ruf genoss. Rieffel setzt seine Blü- thezeit um , er lebte aber noch 1635 in Augsburg. Zur hol- ländischen Familie der Valckenburg scheint er nicht zu gehören.
gewöhnlich in kleinem Formate. Er arbeitete bis theils zu
Mecheln, theils zu Antwerpen, in dem bezeichneten Jahre ver- liess er aber der Unruhen wegen mit seinem Bruder Martin die Heimath, und begab sich nach Aachen . Hier, so wie zu Lüttich , und dann auf der Rückkehr nach der Vaterstadt, zeichneten sie viele Landschaften und Städteansichten, besonders längs der Maas , woraus Descamps seinen Schluss zog. Im Jahre erscheint er in Nürnberg, wo ihn der bekannte Paul Praun beschäftigte; Er malte für diesen einen Sturm, und eine Schlacht grau in Grau, Auch auf dem Rathhause daselbst sah man Bilder von ihm, dar- unter eine Amazonenschlacht. Valckenburg wollte sich in Nürnberg niederlassen, als ihn der Erzherzog Mathias als Hofmaler nach Linz berief, welcher schon früher einige Bilder von ihm erworben hatte. Aus der Sammlung dieses Fürsten stammen wahr- scheinlich die Gemälde Valckenburgs im Belvedere. Darunter ist eine felsige Landschaft mit dem Monogramm und der Jahrzahl 1580, eine Weinlese und eine Landschaft mit Schnittern von 1585, ferner eine Winterlandschaft von 1586. Auf einem andern Gemälde sieht man eine Hirschjagd bei Linz, mit dem Erzher- zog im Vorgrunde, wie er mit der Angel fischt. Dieses Bild hat das Monogramm und die Jahrzahl 1580. Die Figuren dieser Gemälde sind sehr fein ausgeführt. Dies ist auch mit einem Bilde der Fall, welches einen römischen Feldherrn vorstellt, der in einer Landschaft steht, und den Zug der Truppen aus der Stadt erwartet. Im Mittelgrunde hat das Getümmel begon- nen, und derselbe Feldherr begnadigt an der Spitze seines Ge- folges zwei Verwundete, Mit dem Monogramm und der Jahrzahl 1580. Dann malte er auch kleine Porträite in Öel, die ebenfalls miniaturartig behandelt sind. Für die Civitates orbis terrarum von G. Braun und F. Hogenberg. Coloniae Agripp. 1578–1617, lieferte er neben anderen Zeichnungen. Im Jahre 1625 wollte sich der Künstler wieder nach Nürnberg begeben, starb aber auf der Reise,
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