Uylenbroeck, Rembold

Uylenbroeck, Rembold, s. Ulenbrock.

Uytenbogaard, s. Uytenbogaard. Uytenbroek, Moses VAN, nach der älteren holländischen Ortho- graphie Vytenbroeck, Vyt den Broeck, Vytenbrouck, Wtenbrouck und Wtenbroeck, Maler und Kupferstecher aus dem Haag, war Schüler von C. Poelenburg, dessen Manier er täuschend nach- ahmte. Sein Geburtsjahr ist unbekannt, aus einem seiner Blätter (Nr. 67) ersicht man aber, dass er 1615 bereits selbstständiger Künstler war. Seine Gemälde sind selten, was sich aus der be- deutenden Anzahl von Stichen und Radirungen erklären lässt, wel- che seine Zeit in Anspruch nahmen. In Salzdahlen sah man ein Gemälde mit Philemon und Baucis, welche Jupiter und Merkur bewirthen. In der Schmidt'schen Sammlung zu Kiel war bis 1802 eine meisterhafte Landschaft mit Ruinen, nackten Figuren und Kühen. Die Gallerie des Belvedere zu Wien bewahrt zwei kleine Landschaften von ihm, bezeichnet: Moses Vyt den Broeck. Die eine zeigt tanzende Hirten, die andere Nymphen und Faunen. Das Todesjahr dieses Meisters ist unbekannt. Nach der gewöhnli- chen Angabe starb er um 1650.

Die Blätter dieses Meisters zeugen von grosser Fruchtbarkeit der Ideen, und von origineller Behandlung alter historischer und mythologischer Stoffe. Seine Gruppen sind schön geordnet, die Figuren aber nicht edel und gut gezeichnet. Er wusste aber eine malerische Wirkung zu erzielen, und ein angenehmes Helldunkel über seine Bilder zu verbreiten. Seine früheren Blätter sind gröss- tentheils mit der Nadel ausgeführt, mit geringer Mitwirkung des Stichels. Die Mehrzahl ist nur vorgeätzt, und die Grabsüchel-

Uytenbroeck, Moses van.

arbeit dabei geht so sehr darüber hin, dass man von der Aetzung nur wenig mehr bemerkt. Die dritte Art seiner Blätter ist gestoch en, oder man bemerkt wenigstens nichts von einer Radirung.

Bartsch, P. gr. V. 85 ff. beschreibt 58 Blätter von Uytenbroeck und glaubt, das Werk könnte damit vollständig seyn. R. Weigel (Supplements au Peintre-graveur de Bartsch, I. Leipzig 1843, S. 236 ff.) gibt aber nicht allein Zusätze zu Bartsch, sondern fügt auch noch eine Anzahl von anderen Blättern hinzu, so dass sich das Verzeichniss derselben auf 67 beläuft. Die Nr. 1—658 sind die bei Bartsch. Die Bestimmung der Abdrücke gibt Weigel ge- nauer, als der genannte Schriftsteller.

Ursprünglich scheint der Künstler die meisten dieser Blätter im eigenen Verlage gehabt zu haben. Auf mehreren gibt er die ses durch seine Adresse kund, welche er beigefügt hat, so dass der Name zweimal auf den Blättern steht. Auffallend ist es aber, dass man zu wiederholten Malen Mo. V. Vytenbrouck f., Ma. V. Vy- tenbrouck ex. liest. Brulliot glaubt daher, unter Ma. V. Vyten- brouck könnte ein Martin oder Mathias van Uytenbrouck zu ver- stehen seyn, ein Verwandter des Meisters, der die Blätter im Ver- lage hatte. Dagegen finden wir wieder deutlich Mo. V. Vyten- brouck geschrieben, so dass der Stecher absichtlich Ma. geschrie- ben haben könnte.

  1. Das Bildniss des Moses van Uytenbrouck, Büste im Mantel mit der Krone. Im Grunde rechts ein Obelisk, links eine Säule, an deren Basis steht: Moyses van Uytenbrouck pictor.
  1. Vor der Schrift,

II. Mit dem Namen des Meisters, aber vor der Adresse. III. Mit der Adresse: Joannes Day exc. IV. Mit der Adresse: P. Schenk exc. Amst.

  1. Abraham verstösst die Hagar. Letztere kniet vor ihm mit dem kleinen Ismael zur Seite, und Sara steht hinter dem Patriarchen. Den Grund bildet Landschaft. Links unten am Steine: M. Uytenbrouck. 1620. H. 4 1/2. 10 L., Br. 6 1/2. 10 L.

I. Vor der Luftp, ohne Retouche. Bei Weigel 1 Thl. 4 gr.

II. Mit der Luft und dem Namen.

III. Die retouchirten Abdrücke aus dem Verlage von H. Hondius, dessen Adresse Hh. ex. am Steine steht. Es ist der Himmel beigefügt, und mehrere Stellen sind re- touchirt. Hondius erwarb die Platten Nr. 2, 3, 4, 9 30 und 52, und veranstaltete eine numerirte Folge. Bei Weigel 4 Thl. 8 gr.

  1. Hagar in der Wüste. Sie geht links vorn mit Ismael neben ihrer kleinen Herde, welche der Hirt leitet. H. 4 1/2. 8 L.,
  1. Vor aller Schrift.

II. Mit der Adresse: Broer Janssen excu. Hage. Vor dem Himmel, etc. Bei Weigel 1 Thl. 4 gr.

III. Zur obigen Adresse folgende gefügt: A. W. (Waes- berge) Exc. Vor dem Himmel, vor der Nr. etc.

IV. Mit der Adresse: H. h. (H. Hondius) ex. 1646. Die Platte ist retouchirt. Mit dem Himmel, der Nr. etc. S. oben Nr. 2.

  1. Der Engel tröstet die Hagar. Sie sitzt unter dem Baume, und zu ihren Füssen schläft der Knabe. Gegen die Mitte unten: M. Uytenbrouck 1620. H. 4 1/2. 9 L., Br. 6 1/2. 8 1/2.

Nagler's Künstler-Lex. Bd. XIX. 18

II. Dieser Berg ist von Uytenbroeck selbst hinzugefügt. Dann ist der Fluss links unten, welcher im ersten Druck weiss erscheint, mit dem Stichel überarbeitet. Der Baumstamm rechts oben ist ebenfalls mit perpendikulären Strichen bedeckt.

III Die retouchierten Abdrücke, mit der Adresse: H. h, ex. 1646. Mit dem Himmel, der Nr. etc. S, oben Nr. 2.

  1. Hagar in der Wüste. Sie sitzt links am Fusse des Baumes, in Schmerz über den verschmachtenden Knaben, dessen Kopf sie an die Hüfte drückt. Rechts oben: Uytenbroeck fec. J.

I. Wie oben. Bei Weigel 1 Thl. 4 gr. II. Mit der Adresse: C. J. Vüscher exc., statt J. V, exc.

  1. Hagar in der Wüste. Sie richtet ihre Schritte nach links, und ergreift mit der linken Hand die Falten des Gewandes, an der anderen Hand führt sie den Knaben. H. 4 Z. 7 L., Br. 32 Z. 2 3 L.

I. Wie oben, II. Links unten zwei Mal Uytenbroeck's Namen, als Künst- ler und Verleger.

  1. Hagar in der Wüste. Sie sitzt links am Fusse des Baumes, der Körper nach rechts gerichtet, der Kopf en face. Die Linke ruht auf dem Knie, in der anderen hält sie ein Tuch, Rechts unten: Mo. V. Vyt. fec. Ma. V. VY. exc. H. 2 Z. 8 L., Br. 2 Z. 4 L.;

  2. Hagar vom Engel getröstet. Sie sitzt rechts auf der Erde, jammernd mit dem Tuche in der Rechten. Der Engel kommt links vom Himmel herab. H. 4 Z. 8 L., Br. 3 Z. 4 L.

II. Wie oben, ohne Schrift. III. In der Mitte unten zwei Mal der Name Uytenbroeck,

  1. Abraham führt den Isaac zum Opfer. Der Patriarch geht rechts vorn mit dem Sohne, welcher das Holz und den Sä- bel trägt. In der Ferne auf dem Berge sind Gebäude und Bäume, am Fusse desselben tränkt ein Mann den Esel, Nach rechts unten: M. Uytenbroeck 1620. H. 4 Z. 9 L.,

I. Die Berge in der Ferne sind nur leicht angedeutet. Der Weiher und der Weg, auf welchem Abr. geht, ist nicht überarbeitet.

II. Wie oben von Bartsch beschrieben. Bei Weigel 1 Thl. II. Mit der Adresse H. h. 1646, mit der Nr. etc. S, oben Nr. 2.

  1. Das Opfer Abraham's. Isaac liegt auf dem Holze, und der Patriarch steht hinter ihm, um ihn zu opfern, während der Engel herabschwebt. Links oben: M. Uytenbroeck fecit 1620. H. 5 Z. 11 L., Br. 7 Z. 9 L.

I. Wie oben, vor der Adresse, II. Vor dem Himmel und vor der Nr. III. Mit der Adresse: H. h. exc. 1646, und mit der Nr. S. oben Nr. 2.

  1. Samuel salbt den Saul zum König von Israel. Der hohe Priester hält die Schale und salbt das Haupt des Saul, wel-

I. Wie oben. II. Mit der Adresse: J. C. Visscher excu. I. Mit der Adresse von Clement de Jonghe.

  1. Bathseba im Bade, wie ihr die alte Dienerin Davids Brief reichert. Mo. V. Wytenbrouck fe. H. 4 Z. 9 L., Br. 3 Z. 1 L. I. Ohne Namen. II. Rechts unten Uytenbroeck's Namen. III. Der Name des Künstlers zwei Mal, auch als Verleger.

13 — 16) Die Geschichte des jungen Tobias, Folge von vier Blättern. H. 4 Z. 9 L., Br. 4 Z. 9 L.

Im ersten Drucke vor den Nummern, vor der Nr., und vor den Adressen von Broer Jans und A. Waesberge. Bei Weigel 4 Thl.

    1. Tobias empfiehlt seinen Sohn dem Engel. Der blinde Alte erscheint rechts am Hause, und der Engel deutet nach dem Wege, welchen sie zu nehmen haben. Nach rechts unten: V. B. 1620, links: Broer Jans excu. Haye,

II. Wie oben beschrieben. III. Mit der Adresse: A. Waesber, exc.

I. Mit der Nr. und retouchirt, Aus dem Verlage des H. Hondius. Mit der Nummer.

    1. Tobias, links am Fusse des Baumes, in Furcht vor dem Fische, der aus dem Wasser reicht. Hinter ihm steht der Engel. Nach links unten: Mo. Wytenbrouck, 1620.

I. Wie oben. II. Mit Waesbergen's Adresse. III. Die retouchirten Abdrücke aus dem Verlage von H. Hondius, mit der Nummer. Es gibt eine gegenseitige Copie, in welcher der Mann mit dem Ochsen fehlt. Rechts unten steht: M. V. B.

  1. Tobias mit dem Fische, wie er sich gegen den Engel neigt. Links ist der Fluss, an dessen Ufer ein Mann mit dem Bündel geht. Im Grunde ist eine hohe Bergkette. I. Ohne Namen des Stechers, die Berge sind nicht beschattet. Später wurden sie stellenweise übergangen. II. Mit dem Namen, und der Adresse von Waesbergen. Die Berge sind beschattet. I. Die retouchirten Abdrücke aus dem Verlage von Hondius, mit der Nummer.

    1. Tobias von der Blindheit geheilt. Der Engel bestreicht ihm die Augen mit der Fischgalle, welche Tobias knieend in einer Schüssel darreicht. Rechts unten: M. V. Wytenbrouck, 1621.

I. Wie oben. II. Mit Waesbergen's Adresse. III. Die retouchirten Abdrücke aus dem Verlage von Hondius, mit der Nummer.

  1. Die Ruhe der hl. Familie in Aegypten. Maria hält das Kind in den Armen, und sitzt neben Joseph am Eingange einer Schenke. Links in der beschränkten Ferne sind Bäume. H. 5 Z. 7 L. mit 4 L. Rand, Br. 5 Z. 10 L.

I. Wie oben, ohne Namen. II. Unten im Rande der Name des Stechers.

18 — 23) Die Fabel des Argus, Folge von 6 Blättern. H. 3Z. Die Reihe der Abdrücke scheint nach Nr. 19 zu urtheilen, in folgender Weise sich herauszustellen.

  1. Vor aller Schrift, II. Mit dem Namen des Künstlers und der Adresse von Visscher., III. Mit den Nummern, welche F. Langlois, genannt Chiar- tres, hinzufügte. Die Nummerirung der Blätter bei Bartsch ist nicht ganz richtig. Nr. 20. 3. ist mit Nr. 2., Nr. 21
  2. mit Nr. 3 bezeichnet.
    1. Juno überträgt dem Argus die Hut über die Io. Er kniet mit dem Stocke auf der Achsel vor der Göttin, und diese deutet auf die Kuh.

Rechts oben ist im späten Drucke Nr. 1, und die Adresse: F. L. D. Ciartres excu, Cum Privilegio Regis.

    1. Merkur in Unterredung mit Argus. Letzterer sitzt rechts auf dem Steine, und vor ihm deutet Merkur auf die Kuh Io. Die Namen der beiden Figuren stehen unter ihren Füssen. Der Abdruck, welchen Bartsch beschreibt, ein solcher der zweiten Art, ist bezeichnet: M. V. Uoytenbroeck 1621. J. C. Vis- scher exc,
    1. (2.) Argus bei seiner Heerde. Er steht rechts am Gestade

des Baches und lehnt den Arm auf die Kuh, welche von anderen Thieren umgeben ist.

    1. (3.) Argus bittet den Merkur bei ihm zu bleiben. Er steht rechts an die Kuh gelehnt, und streckt die Rechte ge- gen Merkur aus, welcher als Hirt erscheint. Im Grunde links sind Kühe.
    1. Merkur schläfert den Argus ein. Ersterer sitzt mit der Flöte neben dem vom Schlafe überwältigten Hirten. Hinter ihnen ist die Kuh.
    1. Merkur tödtet den Argus. Letzterer schläft sitzend ne- ben Merkur, welcher das Schwert zieht. Die Kuh sieht man links,
  1. Merkur schläfert den Argus ein. Er sitzt mit der Flöte in Mitte des Blattes, und legt die Linke auf die Schulter des Hirten der Io. Letztere als Kuh, kommt links vor, und wendet den Kopf nach den Figuren, Effektvolles Blatt, im Grunde mit dunklem Wald. H. 9 Z. 5 L., Br. 6 Z. 7 L.

I. Vor der Schrift, wie oben. II. Mit doppeltem Künstlernamen, einmal als Verleger, III. Mit der Adresse unten: Evert van Swynen Exc.

  1. Merkur schläfert den Argus ein. Sie sitzen beide am Ufer des Flusses, Merkur mit der Flöte, der andere mit einem langen Stock in der Linken. Kuh Io kommt vom Wasser her auf Argus zu. Rechts in der Ferne treibt der Hirt eine Kuh und einige Ziegen. Dieses Blatt ist bewunderungswür- dig im Effekt des Helldunkels, H. 3Z. 3 L., Br. 4 Z. 8 L.
  1. Wie oben, ohne Namen. II. Mit dem doppelten Namen desselben, zugleich auch als Verleger,

I. Vor dem Namen des Künstlers.

  1. Mit dem doppelten Namen desselben, zugleich auch als Verleger.
  1. Battus zeigt den Ort an, wo Merkur die Pferde des Apollo- verborgen hält. Der Künstler scheint den Moment erfasst zu haben, wo Merkur mit veränderter Miene dem Battus eine Kuh verspricht, wenn er ihm anzeige, wo die gestoh- lene Herde sich befindet. Battus verräth das Geheimniss, und deutet nach rechts im Grunde, wo die Pferde weiden. Zwei Pferde und eine Ziege sind am Eingange der Höhle, die andern sieht man links in der Ferne. 4. 4 Z. 7 L.,

Br. 5 Z. 5 L.

  1. Wie oben, ohne Namen. Bei Weigel 1 Thl. 4 gr. 1I. Der Name doppelt, rechts unten.
  1. Merkur bestraft den Battus wegen seines Verrathes. Er steht links vorn mit erhobenem Stocke, und Battus fleht knieend um Gnade. In Mitte des Blattes gegen den Grund zu sitzt Amor auf einem Pferde, und leitet ein anderes ne- ben sich her. Zwei andere Pferde fliehen rechts in die Ferne.

H. 4 Z. 7 L., Br. 5 Z. 5 L. 1II. Wie oben, ohne Namen, 1I. Der Name doppelt.

  1. Merkur macht dem Battus Vorwürfe. Er steht in Mitte des Blattes, und erfasst mit der Rechten den verrätherischen Hirten, welcher links in Angst sitzt. Unter den Bäumen im Grunde sieht man die Herde. H. 5 Z. 9 L., Br. 8 Z.
  1. Ohne Namen, wie oben. 1I. Rechts unten gegen die Mitte der Name zweimal.
  1. Bacchus und Ariadne auf Naxos. Sie sitzt in Mitte des Blattes auf einem Felsen, und Bacchus kommt mit einer Traube heran. In der Ferne ist das Meer mit einigen Schiffen.

H. 4 Z. 8 L., Br. 5 Z. 4 L.

  1. Ohne Namen des Künstlers. Bei Weigel 1 Thl. 8 gr.

1I. Mit dem Namen desselben, als Stecher und Verleger. 1II. Mit der Adresse: Joannes Daj exc.

  1. Diana mit ihren Nymphen. Sie entdeckt die Schwangers- schaft der Calisto. Links unten am Steine: Mo. V. VYten- broeck f. Mo. V. Vytenbrouck ex. H. 7 Z. 4 L., Br. 5 Z. 8 L.
  1. Ohne Schrift.

II. Wie oben mit doppeltem Namen.

  1. Vertumnus und Pomona. Vertumnus, unter der Gestalt eines alten Weibes, liebkost die am Fusse des Baumes sitzende Pomona. Links vorn ist die Statue des Amor. H.
  1. Ohne Namen des Meisters.

1I. Am Piedestal der Statue der Name des Stechers. I. Mit dem doppelten Namen desselben.

  1. Der betrunkene Silen vor dem Eingange der Grotte sitzend, mit einem umgestürzten Kruge in der Rechten. Neben ihm sieht man einen Satyr und einen Esel. Rechts unten: M. V. Wtenbrouck f. Ma. V, Wtenbrouck ex. H. 4 Z. 6 L., Br. 3 Z., O L.

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. Mit den Namen, wie oben. 34) Ein alter Mann im Mantel rechts am Fusse eines grossen

Baumes sitzend, wie er einen ungeheuer grossen Kürbiss

betrachtet. Links unten: Mo. V. 8VYL f. . V, VY. ex.

H.2 Z.6L., Br. 2 Z. 4 L.

  1. Eine sitzende Frau, im Profil nach rechts, wie sie mit ei- nem nackten Kinde spricht, das einen Kürbiss auf der Ach- sel trägt. Im Grunde links eine Ziege und eine Kuh. Links unten: Mo., v. Uytenbrouck f. 0, v,. Uytenbrouck ex.
  1. Vor der Schrift. II. Mit dem Namen, wie oben.
  1. Die Wäscherin. Sie knieet am Ufer des Flusses, und wen- det den Kopf gegen den rechts stehenden Hirten. Neben ihm sieht man zur Hälfte eine Ziege, über den Zaun reicht ein Kuhkopf herüber. Mo, V. Vytenbrouck f; Mo. V. Uytenbrouck ex. H. 5 z. 1 LO ' Bfo 4 z. 70 Lo ' . Vor der Schrift, II. Mit der Schrift, wie oben, III. Die Adresse des Meisters ausgekratzt und zugeschattet,

  2. Die Familie. Das Weib, rechts des Blattes, säugt das Kind, der Mann sitzt auf dem Boden, und der neben ihm stehende Knabe hält eine Kugel empor. Rechts unten: Mo., V. Vytenbrouck f. Ma. V. Vytenbrouck ex. H. 5Z,2L., Br.42Z2.71L.

J. Vor der Schrift, II. Mit der Schrift, wie oben. III. Wie oben Nr. 36.

  1. Die Frau im Bade vom Rücken gesehen. Sie scheint mit dem Hemde in der Hand unter einem Baume aus dem Was- ser steigen zu wollen. H. und Br. 5 Z.2 L. mit 4 L. Rand.

J. Ohne Schrift, 7A6

I. Rechts unten im Rande der Name, II. Unter diesem Namen Uytenbrouck als Verleger be- zeichnet.

IV. Statt dieser Adresse jene des Joannes Day. Schlechte

  1. Die Frau im Bade, im Profil nach links und nach dem Be- schauer blickend; Sie steigt aus dem Wasser in einem mit

Bäumen und Gesträuch besetzten Ufer. Links am Bache

sind zwei Kühe und eine Ziege. Sehr schönes Blatt, von

kräftiger Wirkung. H.4 Z, 8 L., Br. 5 Z. 51

  1. Ohne Namen:

I. Rechts unten der Name des Meisters doppelt

  1. Die Frau im Bade überrascht. Sie sitzt in Mitte des Blat- tes mit den Füssen im Wasser, während der Hirte mit der Herde herbei kommt. Diese besteht in drei Kühen, drei Ziegen und einem Esel. Links auf dem Berge ist ein run- der Thurm. H.5 Z.6L., Br.52Z2.2 L I. Vor der Schrift. II. Mit dem doppelten Namen des Meisters, III. Die Adresse des Meisters ausgekratzt. Schlecht.

41 — 44) Verschiedene Thiere, Folge von 4 Blättern, H. 5 Z.

    1. Die Kühe. In der Mitte vorn sieht man eine Kuh vom Rücken, gegenüber eine solche en face, und links eine Kuh mit zwei Ziegen.
    1. Die Pferde. In der Mitte steht ein Pferd vom Rücken gesehen, links daneben ein solches en face, und weiter hin gegen den Rand sieht man zwei Kühe und zwei Ziegen.

gegenüber ist hohes Mauerwerk.

    1. Die Ziegen. In Mitte des Blattes steht eine Ziege, links sind zwei andere Angoraziegen und eine Kuh. Gegen den Grund zu erhebt sich ein Gebäude, und in der Ferne rechts sieht man Ziegen und Kühe.
    1. Die Esel. Rechts auf der Terrasse steht ein Esel, und in der Mitte ein solcher en face. Gegenüber ist eine Tier- gruppe, welche aus zwei Schweinen, einer Kuh und einer Ziege besteht.
  1. Die Hirten Arkadiens. In der Mitte des Blattes sitzt ein Hirt der Nymphe gegenüber, welche nach rechts im Schatten eines grossen Baumes ruht. Links ist eine aus zwei Kühen und zwei Schafen bestehende Heerde. Rechts unten:

Mo. V. Vytenbrouck f. Ma. V. Vytenbrouck ex. H. 6 Z.,

  1. Vor der Schrift. Bei Weigel, zwei Thl.

II. Mit den obigen Namen. III. Mit der Adresse: Evert van Swynen ex. IV. Statt dieser mit der Adresse: Joannes Day Exc.

  1. Das Weib mit drei Kindern unter einem Baume. Das eine hält sich an die Mutter, die beiden anderen zur Rechten ringen. Links unten: Mo. V. Vytenbrouck f; Ma. V. Vy- tenbrouck ex. In gleicher Grösse mit dem obigen Blatte.
  1. Vor der Schrift.

II. Mit den Namen, wie oben. III. Mit der Adresse: Evert van Swynen exc. IV. Statt dieser mit der Adresse: Joannes Day Exc.

  1. Ein junges Weib mit dem Kinde auf den Knien vor einem Greise, welcher rechts vor der Thüre eines Hauses sitzt. Im Rigal'schen Cataloge wird dieser der alte Tobias genannt. Wahrscheinlich soll Agar und Abraham dargestellt seyn. An einer Stufe vor dem Hause: Mo. V. tenbrouck f Ma. V. VYtenbrouck exc. H. 7 Z. 5 L., Br. 5 Z. 5 L.
  1. Vor den obigen Namen. II. Mit denselben. Bei Weigel 14 Thl. 16 gr.
  1. Der Hirt und die Hirtin. Ersterer sitzt fast in Mitte des Blattes vom Rücken gesehen, und gegenüber die Hirtin mit einem Blumenkranz auf dem Kopfe. Auf dem Hügel ist die Heerde, rechts in der Ferne ein Fluss mit Wald. H. 7 Z. 2 L., B. 9 Z. Bei Weigel 3 Thl. I. Ohne Schrift. II. Mit dem Namen des Meisters, als Stecher und Verleger. III. Mit der Adresse: Evert van Swynen exc. IV. Diese Adresse ausgekratzt, bis auf einige Spuren von Buchstaben.

I. Ohne Schrift,

1I. Mit den Namen Uytenbroeck als Stecher und Verleger,

3III. Mit der Adresse: Evert van Swynen exc.,

IV. Diese Adresse bis auf einige Spuren ausgekratzt,

50 — 51) Die Indier, wie sie Tabakpflanzen sammeln und be- reiten. H. 4 Z. 2 L., Br. 5 Z. 10 L.

Diese beiden Blätter erwähnt Bartsch ohne Angabe des Werkes, in welches sie gehören. Man findet sie in: Taba- cologia: hoc est Tabaci seu Nicotianae descriptio medica, chirurgica, pharmaceutica, vel ejus praeparatio etc., Per Joh. Nean- drum —, Lugd. Bat. ex off. Is. Elzevirii 1622. Dies ist die erste und seltene Ausgabe, Die zweite mit retou- chirten Abdrücken ist von 1626. Ein drittes, Bartsch un- bekanntes Blatt, s. Nr. 62.

  1. Ein Feld mit Tabakpflanzen, wo nackte Männer und Wei- ber Blüthen sammeln. Gegen die Mitte unten: M. V. Brouck,
  2. Mehrere Indier mit der Darstellung des Tabakess beschäfti- get. Gegen die Mitte unten: M. V. Brouck, .
  3. Der beladene Esel in einer Landschaft. Links vorn treibt ihn ein Mann, und vor ihm geht die Ziegenheerde nach rechts hin dem Flusse zu. H. 4 Z. 9 L., Br. 6 Z. 8 L. I. Ohne Schrift, . , II. Rechts oben: M. V. B., und die Adresse von Hondius

53 — 58) Verschiedene Landschaften, Folge von sechs Blättern. I. Vor der Schrift. II. Mit der Schrift: Uytenbrouck als Stecher und Verleger. III. Mit der Adresse: Joannes Day exc. Diese Adresse trägt wenigstens das erste Blatt.

    1. Der Thurm und die zwei Obelisken, weite Landschaft, Die Thurmruine sieht man links im Mittelgrunde, gegen- über erheben sich die Obelisken. Links vorn sitzt ein Mann bei dem Weibe, vor welchem ein Hirt mit der Heerde steht.

Bei Weigel im ersten Drucke 1 Thl. 16 gr.

    1. Der runde Thurm. Dieser erhebt sich neben einer Ruine diesseits des Flusses, welcher rechts einen Wasserfall bildet, Den Vorgrund nimmt eine Terasse ein, auf der großblät- terige Pflanzen stehen, Links im Mittelgrunde treibt der Hirt eine Kuh und zwei Schafe.
    1. Der Reisende, Er geht fast in der Mitte des Vorgrundes neben dem Weibe auf dem Esel. Hinter ihnen kommt die Kuh- und Ziegenherde, Im Grunde weiden zwei andere Kühe, und am Flusse sieht man zwei Schafe.
    1. Die Heerde auf der kleinen Brücke. Diese führt über einen Fluss, welcher vom Mittelgrunde her nach links vor- geht. Am Fusse des mit Bäumen besetzten Felsen steht ein Mann im Mantel vor einem sitzenden Weibe., Im Grunde sind Häuser unter Baumgruppen.
    1. Die Reise Jakob's nach Canaan. Links in der Ferne zeigt sich ein Fluss, und die Heerden und Kamelle ziehen
    1. Der Tempel mit Colonnade. Dieser erhebt sich im Mit- telgrunde neben anderen Gebäuden. In der Nähe führt ein Engel mit ausgebreiteten Flügeln einen Jüngling, und ge- genüber fällt Wasser in den Fluss ab, welcher von links vorn nach dem Grunde zu geht. Am Fusse des Felsen wei- den Kühe und Ziegen.

Nachtrag von Blättern,

welche R. Weigel nach dem Catalog Regal, nach jenem von Robert-Dumesnil, und nach eigener Forschung aufzählt.

  1. Salmacis und Hermaphrodit, letzterer rechts an der Fontaine, Im Wasser: Mo. V. Uytenbrouck f, H. 6 Z. 3 L., Br. 7 Z. 10 L.
  1. Wie oben, mit dem Namen des Stechers, II. Mit demselben, und mit beigefügter Adresse als Verleger.
  1. Apollo hütet die Herde des Admet. Der junge Hirt sitzt am Ufer des Flusses, und reicht mit einem Fusse ins Was- ser. Im Wasser: Mo. V. Uytenbrouck f; H. 5 Z. 0 L, Br. 6 Z. 11 L.

I. Vor der Schrift, III. Mit dem Namen des Meisters. III. Mit diesem, und mit der Adresse als Verleger.

  1. Landschaft mit Felsen und Gebäuden. Rechts geht ein Mann mit dem Stocke auf der Achsel neben einem Weibe, und ein zweiter folgt nach. Unten links: Uytenbroeck f. , rechts das Monogramm JC V. ex. und Nr. 4. H. 4 Z., Br. 6 Z.

I. Vor der Nr. 4. Dieses Blatt wurde später einer Folge

beigegeben.

  1. Nr. 4,
  1. Indianer, welche Tabaksblätter zubereiten, pressen und sie- den. Dieses Blatt gehört zu dem Nr. 50—51 erwähnten Werke. H. 4 Z. 2 L., Br. 5 Z. 10 L.

  2. Eine stehende Kuh, nach links mit dem Kopf en face. Rechts hinter ihr liegen zwei Schafe und eine Ziege. Rechts un- ten: Mo., V. Uyt. f., und unter diesen Buchstaben: Mo., V. Uyt. ex. H. 2 Z. 11 L., Br. 3 Z. 8 L.

  3. Eine liegende Kuh, von vorn gesehen. Rechts unten: Mo. V., Vyt. f. Mo. V. Vyt. ex. H. 2 Z. 6 L., Br. 4 Z.

  4. Ein wildes Pferd im Sprunge, nach links, mit rechts ab- drehtem Kopfe. Im Grunde sieht man eine Stadt, und rechts steht: Mo. V. Vyt. ex. H. 4 Z., Br. 4 Z. 2 L.

  5. Landschaft mit einer Ruine und mit zwei Hirten. Sie sitzen links im Schatten, und der eine scheint zu schlafen. (Ar- t?). Am Rande sind zwei Böcke, und eine Kuh zur Seite sichtbar. Weiter vorn dehnt sich der Breite nach ein Sumpf aus, in welchem Binsen und niedrige Pflanzen wach- sen. Rechts erhebt sich ein Gebäude, welches den Einsturz droht, und bis zu den Bäumen und Gesträuchen des Mit- telgrundes reicht. Am Eingange steht ein Weib mit zwei Kindern, und auf dem verfallenen Gemäuer sicht man einen Mann mit dem Bündel auf dem Rücken. Zwei andere Män- ner sitzen auf Eseln. Nach links hin läuft ein Bock. Ein solches Blatt sah Weizel in der Sammlung des Erzherzogs Carl in Wien. H. 5 Z., Br. 0 Z. 0 L.

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