Urbin, St.

Urbin, St., heißt irrig der Medailleur F. de St. Urbain. Urbina, Diego de, Maler von Madrid , wird von Don Antonio Ponz in der Viage de España XIII, mit Juan de Urbina verwech- selt, welcher ihm aber an Kunst nicht gleich kommt. Diego malte 1570 mit Alonso Sanchez Coello die Festdecoration beim Einzuge der Donna Ana von Österreich, der Gemahlin des Königs Phi- lipp II., in Madrid. Nach einem Documente vom 11. September 1572, welches Cean Bermudez, Diccionario hist. V, 91., zur Kunde bringt, malte Diego, damals Hofmaler des Königs, die biblischen Darstellungen, welche den Altar der Hauptkapelle in der Kirche des hl. Kreuzes zu Segovia zieren: die Verkündigung und die Himmelfahrt Mariä, die Auffindung des hl. Kreuzes und die Wun- der bei derselben, die Auferstehung und die Himmelfahrt des Herrn. Die Figuren sind unter Lebensgrösse und gut geordnet, Auch das Colorit ist schön. Der Künstler machte auch die Zeiche- nung zum Altare und zum Schnitzwerke, und bediente sich zur Ausführung eines Schülers des Becera. Im Jahre 1573 erhielt er andere Aufträge, wie Bermudez aus Archivalien er sah, es ist aber nur von acht Bildern im Allgemeinen die Rede, ohne Bezeichnung des Inhaltes. Die Prinzessin von Portugal liess damals für das Kloster de las Descalzas reales in Madrid vier Bilder ausführen, welche dem Diego de Urbina übertragen wurden. Im Jahre 1575 vollendete er die Malereien des Hauptaltares in der Kirche zu Espinar. Die Ausführung hatte früher S. Coello übernommen, übertrug aber dann die Bilder dem Francisco Giralte, Später übernahm er mit Gregorio Martinez die Arbeiten des Hauptaltares der Cathedrale von Burgos um den Preis von 10000 Dukaten. Die Künstler arbeiteten drei Jahre daran, und 1594 war er fertig. C. Bermudez fand über diese Werke urkundliche Quellen, Dicc. hist. de los profesores de las bellas artes, 1. c.

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