Urbain, Ferdinand de Saint, Architekt und Medailleur, geb. zu Nancy 1654, stammte aus einer adeligen Familie, und äusserte schon in früher Jugend entschiedene Neigung zur Kunst. Im Jahre 1671 begab er sich nach München , wo ein Oheim lebte, und endlich nach Rom , wo er unter Gio. Marini's Leitung in der Stempelschneidekunst reissende Fortschritte machte. Hierauf er- nannte ihn die Stadt Bologna zum ersten Münzgraveur, und zu- gleich auch zu ihrem Architekten . Dieses Amt bekleidete er fast zehn Jahre, bis ihn Pabst Innozenz XI. nach Rom berief.
In der Sammlung berühmter Medailleurs, Nürnberg , sind Nachrichten über diesen Meister, aus einer eigenen Denkschrift: Die vornehmsten Lebensumstände des wegen seiner Kunst im Gra- viren hochberühmten Ritters F. de St. Urbain von F. E. (Exter) Nürnberg 1770. S. Thomassin stach nach ihm das Bildniss des Herzogs Leopold von Lothringen.
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