Unterberger, Michel Angelo, Maler, geb. zu Cavalese 1605, war der Sohn des k. k. Unterwaldmeisters Christoph Unterberger,
und der Bruder des Malers Franz Unterberger. Michel Angelo besuchte in Cavalese die Schule desJ. von Alberti, und ging dann nach Venedig , um unter Piazetta sich weiter auszubilden. Die Werke aus jener Zeit, und auch einige, welche er in Passau aus- führte, sind in der Weise Piazetta's behandelt, endlich aber schlug er eine andere Richtung ein, so dass er zwischen der damali- gen deutschen und italienischen Manier die Mitte hielt. Er fand mit seinen Gemälden grossen Beifall, da sie alle Eigenschaften be- sitzen, welche zu seiner Zeit geschätzt wurden. Er hatte eine blü- hende Färbung, die aber ins Bunte ausartet. Dann liebte er auch eine reiche Draperie, um seinen Gestalten ein grossartiges ! Ansehen zu geben. Als besonders reizend wurde sein Helldunkel befunden, welches noch immer schimmernd erscheint. In der Tech- nik stand er keinem der damaligen deutschen Meister nach, doch gehört er nicht zu den Schnellmalern, indem seine Bilder mit gros- sem Fleiss behandelt sind, besonders die kleineren. Unterberger lebte längere Zeit in Passau, wo er vieles für Klöster malte. Im Jahre 1738 begab er sich nach Wien, wo er mit seinem Gemälde, welches die Vertreibung der Hagar vorstellt, den ersten Preis gewann. Nach dem Tode von Schuppen's wurde festgesetzt, dass die Akademie durch einen von 3 zu 3 Jahren zu wählenden Rector geleitet werden sollte, und von 1751 an wech- selte Unterberger mit Paul Troger im Direktorate. Im Jahre 1754, nach Ablauf seiner ersten Periode, überreichte er der Akademie einen Engelsturz, welcher im Rathssaale der Akademie aufgestellt wurde, und durch den Stich von J. C. Schwab bekannt ist. Für den Hochaltar der Barnabitenkirche zu Wien malte er den Erz- engel Michael, welcher zu den besten Werken des Künstlers ge- hört. Auch der Tod der Maria auf dem Hochaltare des Domes zu Brixen, die Heiligen Joseph und Theresia in der Kirche zu Wiltau und die Legende vom hl. Rosenkranze mit St. Dominicus und The- resia, ehem bei den Dominikanern in Bozen, jetzt in der Kir- che zu Raltern, gehören zu den Hauptwerken des Meisters. Zu Cavalese findet man in Häusern mehrere kleine Bilder, die sehr geschätzt sind. Im Ferdinandeum zu Innsbruck sind zwei Bilder von ihm: der Tod des Adonis, und Diana bei Endymion. Im Sammler für Tirol III. 2. findet man Nachrichten über die Familie Unterberger. Unterberger J. N., Maler, der Sohn des Christoph Unterberger, wurde 1780 geboren, und nach dem Tode des Vaters von J. Ca- muccini in Rom unterrichtet. Er lebt noch gegenwärtig in Rom, als Custos einer Sammlung. Unterleitner, Joseph, Maler und Bildhauer, lebte um 1736 in Freising, wo er für Kirchen arbeitete. Brulliot kennt historische Zeichnungen, die mit J. V. bezeichnet sind. Unterstainer, Johann Baptist, Maler zu München, war Schü- ler von Andreas Wolf. Er malte historische und biblische Dar- stellungen, meistens für Kirchen und Klöster. J. G. Wolfgang stach nach einem Künstler dieses Namens ein Bild des heil. Benno in allegorischer Auffassung, gr. fol. Von J. A. Friedrich haben wir ein anderes Blatt, die von der Dreieinigkeit gekrönte heil. Jungfrau darstellend, 4. G. Amling stach die Kreuzigung des hl. Andreas, gr. fol. Unteutsch, Friedrich, Kunsttischler, war um 1650 in Frankfurt
kl. fol. ;
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