Unger, Christian

Unger, Christian, Bildhauer von Berlin , machte seine Studien unter Tassaert, und genoss auch noch den Unterricht Schadow's. Er machte sich durch zahlreiche Arbeiten bekannt, sowohl in Gips als in Marmor. Darunter sind viele Portraitbüsten, wie jene des Königs Friedrich II., welche er aber nach einem älteren Vorbilde behandelte. Im Jahre führte er eine solche in Marmor aus. Dann fertigte er auch die Büsten der Könige Friedrich Wilhelm II. und III. in Marmor , sowie jene der Königin und der Prin- zen des Hauses. Ueberdies finden sich kleine und grössere my- thologische Figuren und Gruppen von ihm. Unter letzteren er- wähnen wir Abraham und Isaac auf Moria in Marmor. Dann behandelte er auch mythologische Stoffe in Basreliefs. Eine Hoch- zeitfeier des Amor findet sich in Marmor. Ein grosses Werk die- ser Art ist das 26 F. lange Basrelief der vorderen Fronte der At- tika des Brandenburger Thor's, welches er mit Boy nach der Zeich- nung B. Rode's ausführte.

Unger wurde kgl. Bildhauer, und starb zu Berlin 1827.

Füssly erwähnt auch eines Bildhauers Unger, der 1775 Mit- glied der Akademie in Leipzig war, und früher durch einen nach einer Gemme gearbeiteten Herkuleskopf sich Ruf erwarb. Dieser Künstler, welcher mit dem obigen nicht Eine Person seyn kann, war 1782 in Berlin thätig, wo seine Arbeiten Lob erhielten, ob- gleich man bemerkte, dass es seinen Figuren an Hoheit und Adel fehlte. Er führte in Sanssouci mehrere Werke aus, und wanderte in Folge eines Mangels an Arbeit als fast 70 jähriger Greis

Louvre, des Palastes des gesetzgebenden Corps u. s. w. unterge-

ordnete Arbeiten, man nannte ihn aber noch immer einen geschick-

ten Künstler. Im Jahre 1811 kehrte der Arme wieder zu Fuss

nach Berlin zurück. Vielleicht ist er der Vater unseres Christian

Unger,

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