Uffenbach, Philipp

Uffenbach, Philipp, Maler von Frankfurt am Main , war Schü- ler von Adam Grimmer, übertraf ihn aber bald. Er nahm die früheren deutschen Meister zum Vorbild, und erscheint daher in seinen Bildern älter, als das Datum derselben es ausweist. Seine frühesten Werke scheinen um 1585 zu fallen, und es ist daher unrichtig, wenn 1600 als Geburtsjahr des Meisters bezeich-

Uffenbach fertigte auch viele Zeichnungen zum Stiche. Diese Blätter sind mit einem aus PVb. bestehenden Monogramme be- zeichnet. Bartsch P. gr. IX. 577. erkennt darunter einen anony- men Stecher, und verfällt nicht auf Uffenbach, dessen Monogramm es ist. Den Beweis liefert dasselbe Zeichen, welches in starken Zügen Ende des oben erwähnten Werkes De quadratura cir- culi steht. Ob aber Uffenbach die Blätter selbst gestochen oder nur die Zeichnung geliefert habe, ist eine andere Frage. Die Zeit asst wenigstens für ihn, denn Brulliot I. 3082 erwähnt ein dem Verfasser des Peintre-graveur unbekanntes Blatt von , welches das Monogramm in einer viereckigen Einfassung zeigt. Es stellt die heil. Jungfrau mit dem Kinde in einer Glorie dar. Ein ande- res, angeblich von Uffenbach gezeichnetes und radirtes Blatt mit dem Monogramm und der Jahrzahl , erwähnt Füssly. Es ent- hält eine mystische Darstellung nach Matthäus 28., ist hart und steif, aber mit sicherer Hand radirt, gr. 4. Die Madonna mit dem Kinde in der Glorie ist jedenfalls von anderer Hand als die unten erwähnten von G. Heller herrührenden Blätter nach Uffen- bach's Zeichnungen. Diess ist auch mit zwei anderen Blättern mit dem Monogramme P Vb. der Fall. Das eine stellt das Bildniss des Sultan Mahomed, das andere den Landgrafen Georg von Hessen auf dem Paradebette dar. Diese Blätter könnten von Uffenbach selbst herrühren. Dann soll er 30 geätzte Blätter

mit Darstellungen aus der niederländischen Geschichte, und für ein Geschichtswerk bearbeitet haben, welches uns unbekannt ist.

Nach seinen Zeichnungen radirte G. Keller Blätter für folgen- des Werk: Romantische Kriegskunst von Joh. Jacob von Wall- hausen bestellten Obristen etc. Gedruckt zu Frankfurt bei Paul Jacobi 1616, fol.

Das Monogramm auf diesen Blättern ist von jenem auf den oben genannten Stichen etwas verschieden, indem das b in einen Schnörkel ausgeht. Auch fügte der Künstler das Wort Pictor oder pinxit bei. Es finden sich in diesem Werke verschiedene militärische Szenen sowohl des Alterthums, als der modernen Zeit. Vielleicht gehören die oben erwähnten Darstellungen aus der nie- derländischen Geschichte ebenfalls dazu.

Andere Blätter s. Georg Keller.

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