Uffenbach, Johann Friedrich Armand von

Uffenbach, Johann Friedrich Armand von, Kunstliebhaber, Schöff und Rath der Stadt Frankfurt am Main , widmete schon in seiner Jugend mit Vorliebe den schönen Wissenschaften und Künsten, und unternahm dann um 1710—11 mit sei- nem Bruder Zacharias Conrad, so wie später allein Reisen ins Ausland. Bei dieser Gelegenheit fertigte er viele Zeichnungen, und sammelte auch verschiedene Kunstwerke, die er theilweise der Universität in Göttingen vermachte. Den Rest ließ 1771 die Wittwe dieses Mannes versteigern. Es waren darunter Gemälde, Kupfer- stiche, Zeichnungen, plastische Arbeiten u. s. w. Der gedruckte Catalog enthält 63 Oktavseiten. Im Jahre 1775 kam ein weiterer Nachlass zur Auktion, darunter 232 Handzeichnungen von frem- den Künstlern, welche ein H. Goll von Amsterdam um 445 fl. er- standen hatte. Er hinterließ selbst viele Zeichnungen. Uebrigens war er Kunstdreher, Glasschneider und in vielen anderen me- chanischen Arbeiten erfahren. Er fertigte auch den Plan zu sei- nem Hause in Frankfurt. Auch beim Baue der Brücke daselbst war er beteiligt. Nach seinen Zeichnungen sind die Kupfer in dem Reisewerke seines Bruders gestochen. Dieser theilte an seine Freunde auch eine Karte nach der Zeichnung unsers Schöffen aus. Sie ist von J. U. Kraus gestochen und enthält vier allegorische Medaillons mit Devisen, und dem Titel: Z. C. ab Uffenbach hanc amicis Bibliothecam suam invisentibus tesseram esse voluit ipse invenit. J. F. ab Uffenbach, Frater Germanus de- lineavit. Dann erschien folgendes Werk von ihm: Gesammelte Ne- benarbeit in gebundenen Reden., Hamburg 1753, 8. Das Titelblatt hat P. Fehr nach Uffenbach's Zeichnung gestochen. Ein anderes Werk mit Vignetten dieses Mannes nennen wir unten. Er starb 1700 im 82. Jahre.

Eigenhändige Radirungen.

  1. Die Menge Vignetten in dem Buche Uffenbach's: die Nach- folge Christi. Frankfurt 1726, 8.
  2. Das Innere der Bibliothek Uffenbach's, zwei verschiedene Ansichten, 1717, 4.

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