Udine , Giovanni Martini da, Maler von Udine, war der Sohn eines Malers Martinus, und wird in den Registern der alten Bru- derschaft des heil. Christoph von 1501 — 1519 immer nach diesem genannt - (Giovanni dipintore figlio di Martino). Im Jahre 1521 war dieser ältere Martino da Udine bereits todt, denn Graf Ma-
Aus den Werken dieses Meisters ersieht man , dass er sich in der Schule des Gian Bellini gebildet hatte. Er malte immer in der Weise desselben, und einige seiner Werke verdienen hohe Beachtung, besonders der thronende St. Marcus mit sechs Heili- gen im Locale zu Udine. Dieses Bild ist sehr schön und von ge- wählten Formen, eines Bellini würdig. Der Künstler erhielt dafür 45 Dukaten, was vielleicht seiner bescheidenen Aufschrift entspricht; Johannes Utinensis hoc parvo ingenio fecit 1501. Als graziöser Nachahmer des Bellini erscheint er auch in seinem Bilde der heil. Ursula mit ihren Gefährtinnen, und dem ewigen Vater im oberen Raume. Unten sieht man in kleinen Bildern Darstellungen aus dem Leben der Heiligen. Dieses Bild malte er für S. Pietro Mar- tire zu Udine, es befindet sich aber jetzt in der Pinakothek zu Mailand „ wo es für den Caporali gestochen hat. Unter der heil. Ursula ist ein vierediger Raum mit der Inschrift: Essendo Ca- marara Magistro. Manziguel MCCCCCVI. In der Kirche des heil. Franciscus zu Portogruaro ist von ihm ein reiches Bild, welches die Darstellung des Jesuskindes im Tempel enthält , mit der un- deutlichen Schrift: Joanes M....sis ..ulanus fac..... ec., wie wir bei Maniago 1. c. 176. angegeben finden. Eine Darstellung dieses Gegenstandes fanden wir auch dem Giovanni Ricamatore da Udine zugeschrieben. Dieses Bild befindet sich in der Gallerie Martin zu Venedig. In der Capelle del Rosario im Dome zu Spilimbergo ist ein drittes Bild, welches die Darstellung des Je- susknaben im Tempel vorstellt. Über dieses Werk sind keine Documente vorhanden, die Composition, der Charakter der Fi- guren und der Fleiss in der Arbeit sprechen aber für Gio. Mar- tini. Dieser geschickte Künstler war Nebenbuhler des Martino da Udine, der unter dem Namen Pellegrino da San Daniele be- kannter ist. Im Artikel des letzteren bezeichnen wir den Stand- punkt beider.,
Udine‚ Girolamo da‚ Maler von Udine, war Schüler des Pelle- grino da San Daniele (Martino da Udine), scheint aber nach seinen Werken älter zu seyn, da er der früheren Kunstweise huldigte. In der Spieltalkirche zu Udine ist von ihm ein Bild der Krö- nung der heil. Jungfrau durch den ewigen Vater. Dabei ist auch der Täufer Johannes und der Evangelist Johannes, so wie ein die Cither spielender Engel. Dieses Bild ist sehr fleissig vollende- tet, aber trocken in der Behandlung. Den Grund bildet Archi- tektur mit einer Colonnade von gemischter Ordnung mit fein ge- malten Ornamenten. Sie zeigt eine genaue Kenntniss der Per- spektive. Auf einem Zettel zu den Füssen des Engels steht: Opus Hieronymi Utinensis.
In St. Maria in Valle zu Cividale sind zwei Bilder von ihm, wovon das eine den heil. Johannes, das andere den heil. Bene- dict vorstellt. Das letztere dieser Gemälde ist in der Behandlung freier, und die Farben sind sanft vertrieben. Dennoch herrscht
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