Tubéry, Jean Baptiste, Bildhauer von Rom, und daher der Ro- mer genannt; stand in Paris unter C. Le Brun's Einfluss, und gründete den Ruf eines vorzüglichen Künstlers, obgleich seine Bildwerke meistens nach Zeichnungen von Le Brun gefertigt sind. Gerade die Anerkennung der Oberherrschaft jenes Meisters war es, die dem Künstler zu solchem Ansehen brachte und ihm Aufträge verschaffte, deren er sich in anderer Hinsicht mit großer Einsicht entledigte. Seine Studien waren die antiken Werke, die er in Rom und Paris vorfand, und man glaubte, keiner könne diesel- ben besser copiren, als er. Im Garten zu Marly ist von ihm eine Copie des Laokoon , welche Watelet der Antike gleichsetzte, indem er sagt, daß diese Copie die Franzosen tröste könne, nicht das Original zu besitzen. In den Gärten zu Versailles und Trianon wurden seine Statuen ebenfalls bewundert, namentlich das Apollo- Bassin in Versailles , eine reiche Gruppe, welche Apollo auf einem
Nagler's Künstler-Lex. Bd. XIX. 10
Das Bassin des Apollo, die oben erwähnte Gruppe, gest. von L. Chatillon, dann von S. Thomassin, fol. Acis und Galathea, zwei Statuen in der Grotte zu Versailles, gest. von J. Edelink, schöne Blätter in gr. fol.
Dieselben Statuen, Copien der obigen Blätter, gr. 8; Laokoon, gest. von Thomassin, fol. Das Grabmal Turenne's, gest. von C. Simmoneau, fol. Das Grabmal der Mme. Le Brun, im Umriss bei Landon, Annal., XII 66.
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