Triva, Antonid

Triva, Antonid, begonnen, Es stand aber schon früher ein Schloss daselbst, für welches Triva Bilder malte, wahrscheinlich die genannten allego- rischen Figuren, welche in Schleissheim zurückgestellt sind. Im Jahre 1606 fanden wir seiner zum letzten Male erwähnt. Damals war er 70 Jahre alt. Lipowsky lässt ihn 1640 im 73. Jahre sterben.

Triva hat auch in Kupfer geradirt. Seine Blätter sind sehr geist- reich und sorgfältig behandelt, Bartsch Pl. gn XIX. p. 230 Nr. 1 — 4. Wir fügen noch etliche bei, welche eben so schön sind, aber selten vorkommen;

  1. Susanna von den Alten im Bade überrascht. In der Mitte unten: Antonius de Trivis Inu. et F. H. 6 Z. 6 L., Br.

Bei Weigel 9 Thl.

  1. Die Ruhe der heil. Familie. Maria sitzt in einer Land- schaft mit dem Kinde in der Rechten, und Joseph hält das Kind auf den Knieen. In der Mitte unten: Antonius de Triua Inu. et Fec.

Im zweiten Drucke mit Remondini's Adresse,

  1. Die hl. Jungfrau mit dem Kinde auf dem Schosse am Baume sitzeud. Im Grunde nach rechts kreuzt der kleine Johan- nes die Arme. Rechts unten: Antonia Triua Inu. F. H. 8 Z. 6 L., Br. 6 Z. 7 L.

  2. Allegorie. Links sitzt ein junger Mann und blickt in den Spiegel am Rücken der Sphinx . Der Tod und die Furien sind neben ihm. Minerva macht ihn auf den Spiegel auf- merksam, und im Buche des Weisen liest man: Nosce te ipsum. Auf der Tafel, die im Grunde hängt, steht: Quid- quid agis, prudenter agas et respice finem. Links unten ist das Zeichen Triva's mit: Inu. et fec. H. 12 Z., Br. 12 Z. 9 L.

  3. Allegorie auf die Wollust und den Geiz. Von einer sol- chen Darstellung hatte Füssly Kunde, gr. fol.

  4. Ein Titelblatt mit einem schwebenden Genius, der eines großen Bündel auf dem Rücken trägt, auf welchem steht: Cherodiasmata academica Passarini, Triva inv. et fec., kl. 8. Ein solches Blatt erwähnt Füssly, wir fanden aber keine weitere Angabe darüber.

  5. Susanna vor ihren Richtern, wovon einer ihr das Gesetz- buch vorhält, breit und geistreich radirt, ohne Triva's Na- men, aber ihm gleichend, gr. qu. 8.

9 — 14) Eine Folge von 6 Landschaften und Marinen, wie

    1. Eine Waldlandschaft mit einem Hirten unter dem Baume, welcher die Schalmey bläst. Fünf Ziegen sind in der Land- schaft zerstreut. Links unten: Ant.° Tria F.
    1. Kleine Marine, links vorn der hintere Theil eines leich- ten Kriegsfahrzeuges mit Soldaten und Matrosen. Unten links: Ant. Triam fecit.
    1. Landschaft mit Wasserfall, letzterer links des Blattes, Vorn schöpft ein Mann Wasser und der Hund säuft, Rechts in der Ferne sind zwei Hirten mit der Heerde. Links unten: Ant.o Tria F.

Im frühen Drucke ohne Namen.

    1. Der Leuchtthurm. Dieser steht links auf einem Felsen, rechts sieht man auf der See zwei Schiffe, und vorn stehen zwei Männer auf dem Felsen. Links unten: Anto Tri.a F.

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