Treu, Johann Adam, Zeichner und Buchbinder in Altorf, wahr-
scheinlich der Sohn des Abadias Treu, war um 1676 thätig. Seinen Namen tragen folgende Blätter:
Das Bildniss des Abadias Treu von H. J. Schollenberger ge- stochen, 4.
Eigenthlicher Pruspekt der Löblichen Stadt und Gegend Alt- dorff, wie Ösolche gegen Mittag anzusehen. Joh. Ad. T. Inv., qu., 16.
Prospekt der Stadt Lauff. Zu finden bei Joh. Adam Treu, Buchb. in Altdorff 1676. Schmal qu. 4.
Einfältige Jedoch warhafftige Vorstellung der Löbl. Stadt Herrsbruck, von Joh., Adam Treu, Buchb, in Altdorff . Schmal qu. 4.
Der Plan und die Ansicht von Altorf, Copie des Blattes von Abadias Treu. Eine solche Darstellung erwähnt Füssly jun., ohne Angabe der Grösse. Das Nr. 2 erwähnte Blatt kann es kaum seyn. Auf den ersten Abdrücken liest man Trey statt Treu. Später kam die Platte in den Besitz der Kunst- händler D. Funk, f. A. von Kreuz, u. A., geb. zu Bamberg 1730, war Schüler seines Vaters Marquard, unter dessen Leitung er sich im historischen Fache übte. Später unternahm er zur weiteren Ausbildung Reisen, und gründete 1765 in Stuttgart den Ruf eines vorzüglichen Künstlers, so dass ihn der Fürstbischof von Hutten nach Bruchsaal berief, wo Treu zahlreiche Aufträge erhielt. Herr von Hutten liess durch ihn alle im Fürstenthume Speyer gele- genen Land- und Bergschlösser malen, welche neben mehreren historischen Cabinetstücken im Schlosse zu Kislau aufbewahrt wurden. Hierauf verweilte der Künstler einige Zeit in Düsseldorf, und von da aus durchzog er Flandern und Holland, wo er viele Studien zu Seebildern machte, deren er später in der Heimath in Öl ausführte. Er malte die stürmische See mit den von den Wo- llen gepeitschten Schiffen, und auch Landschaften, wo Sturm und Sturmhaus hausen. Wenn er die friedliche Natur darstellte, nahm er gewöhnlich Dietrich zum Vorbilde, doch suchte er meistens durch gewaltsame Naturereignisse zu imponiren und in Schrecken zu se- tzen. Seine Werke sind zahlreich, besonders die Landschaften und Seestücke, welche damals viele Liebhaber fanden. Sie sind von warmer, glänzender Färbung, und kräftig behandelt, im Gan-
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