Tremolière, Pierre Charles

Tremolière, Pierre Charles, Maler, geb. zu Chollet (Poitou ) 1763, war in Paris Schüler von J. B. Vanloo, und gewann meh- rere akademische Preise. Der grosse Preis setzte ihn endlich in den Stand, in Rom seine Studien fortsetzen zu können, wo er schon als Jüngling von vier und zwanzig Jahren den Auftrag erhielt, für St. Maria degli Angeli alle terme Vanni's Bild zu copiren, welches Simon den Zauberer vorstellt, und für die St. Peterskirche in Mo- saik gesetzt wurde. Dann malte er in Rom auch das Bildniss des Papstes Benedikt XIV., und mehrere Staffeleigemälde. Keines sei- ner römischen Werke stellt den Herzog von St. Aignan dar, wie er dem Prinzen Vaini im Namen des Königs den Cordon bleu ertheilte.

Nach einem Aufenthalte von sechs Jahren kehrte Tremolière nach Lyon zurück, wo er Bildnisse und Altarblätter hinterliess. Im Jahre 1734 ging er nach Paris, da sich ihm in dieser Stadt ein grösserer Wirkungskreis öffnete. Der König erwarb mehrere Bilder von diesem Künstler, und liess nach einigen derselben Tapeten wir- ken. Bei der 1737 erfolgten Aufnahme in die Akademie überreichte er das Bild des Ulysses, wie er auf der Insel der Calypso landet. Sein letztes Werk war die Darstellung des goldenen Zeitalters, – welches aber Lobel vollendete. Tremolière starb zu Paris 1730. Man bedauerte den frühen Tod dieses talentvollen Künstler, da er den Anforderungen der Zeit vollkommen zu entsprechen schien. Er hatte Sinn für Anmuth und Schönheit der Form, d. h. im Sinne der affektirten französischen Schule, und in der Composi- tion wurden seine Bilder geistreich befunden. In der Zeichnung fand man ebenfalls nichts auszustellen, die Färbung aber verlor mit der schwindenden Gesundheit des Künstlers ihre Kraft und Frische. D'Argensville bemerkt, Tremolière habe eine zu kurze Zeit gelebt, als dass man über den ganzen Umfang seines Talentes ein richtiges Urtheil fällen könne. Er fügt auch das Bildniss Tre- molière's bei. Stiche nach Werken dieses Künstlers,

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