Treml, Johann Friedrich

Treml, Johann Friedrich, Maler von Wien , bildete sich da- selbst an der k. k. Akademie der Künste, und stand auch unter Leitung A. Schindler's, welcher im militärischen Genre Vorzügli- ches leistete. Auch Treml machte sich die Auffassung des Solda- tenlebens zum Gegenstande der Darstellung, wählte aber dabei

gewöhnlich eine gemüthliche Seite, so dass er nicht unter die Kriegsmaler zu zählen ist. Er gehört aber zu den vorzüglich- sten jüngeren Meistern seines Faches. Seine Soldatenscenen fan- den wir zuerst in weiterer Kreise gerühmt, und sofort er- schienen bei jeder Ausstellung in Wien Werke von ihm, welche immer Beifall erregten. Im Jahre 1844 fanden wir ein sinniges Bild erwähnt, der Wachtposten am Weihnachtsabend betitelt. Er steht in stürmischer Winternacht vor einem Fenster, aus wel- chem ihm die Kerzen des Christbaumes entgegenschimmern, und die bewegten Gestalten innen seltsam contrastiren. Auch mehrere andere Genrebilder finden sich von diesem Künstler, meistens mit Laune aufgefasst und mit Leichtigkeit behandelt. Im Jahre 1848 wurde dieser Künstler Mitglied der Akademie in Wien,

Dann haben wir auch lithographirte Blätter nach Treml. Wir finden den Künstler aber auch Tremmel genannt, und glauben nicht, dass der folgende Meister darunter zu verstehen ist,

Der Empfang einer geweihten Glocke. J. Treml p. Lith. von J. Bauer, gr. qu. fol.

Der Dorfrichter, lith. von Herr, fol.

Der Steckbrief, lith. von Lanzedelli , fol.

Der Verwundete, lith. von J. Stadler, fol.

Der Militärtransport, lith. von Lanzedelli, fol.

Das Scheibenschiessen, lith. von J. Stadler, fol.

Nagler's Künstler- Lex. Bd. XIX. 5

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