Trelzel, Pierre Felix

Trelzel, Pierre Felix, Maler, geb. zu Paris 1782, war Schüler von Lemire jun., und widmete sich dem Fache der historischen Darstellung. Eines seiner frühesten Werke stellt den Tod des Marc-Aurel dar, und 1808 schilderte er in einem grossen Gemälde den Tod des Zopirus. Ein Bild von 1810, welches Phaedra zum Hades verurtheilt zeigt, ist jetzt im Museum zu Angers. Hierauf malte er das grosse Bild der Flucht des Cain nach dem Bruder- morde, und 1817 den heil. Lorenz als Martyrer, über Lebens- grösse. Im Jahre 1810 sah man zwei Gemälde von ihm, den Ab- schied des Hektor von der Andromache, im Auftrage des Ministe- riums gemalt, und die Weiber von Weinsberg, für den Palast Luxembourg bestimmt. Ein weiteres Gemälde von stellt in Lebensgrossen Figuren das tragische Ende der Mutter und der Schwester des Gustav Wasa dar, und eben so gross ist ein Bild an der Cathedrale zu Toulouse, die Befreiung der Seelen aus dem Fegefeuer vorstellend. In der Kirche des heil. Franciscus von Xa- vier zu Paris ist seit 1824 das grosse Bild des heil. Johannes auf Pathmos. Um diese Zeit malte er im Auftrage des Ministeriums das jetzt im Schlosse zu Versailles befindliche Bild der Circe am Felsen. Im Jahre 1827 brachte er ein Gemälde zur Ausstellung, welches die Absetzung des Königs Christian II. von Dänemar zum Gegenstande hat. Um diese Zeit entstand auch das Gemälde der Thetis, welche den Achilles im Styx beweint. Nach einer Skizze von Prudhon malte er damals eine Episode aus der Lehre von der Hölle, wie die Seele sich dem Genius des Bösen entwin- det, und in das Reich der Ewigkeit entflieht. Ein Gemälde von 1830 zeigt Armida's Ankunft im Lande der Christen. Nach Vollen- dung dieses Bildes schloss sich Trezel der wissenschaftlichen Ex- pedition nach Morea an, wo er viele Zeichnungen ausführte, da die Commission die Herausgabe eines Werkes zur Aufgabe hatte, welches unter dem Titel "Expédition scientifique de Morée" von A. Blouet redigirt wurde. Nach der Rückkehr aus Griechenland fuhr Trezel fort, das Feld der Historienmalerei zu pflegen, und er malte noch viele Bilder, welche theils in Kirchen, theils in Privatsammlungen sich befinden. Auch in Aquarell und Pastell führte er mehrere Bilder aus, besonders Porträts. Ein schönes'

Trezzo, Jacobo da.

Gemälde : der letzteren Art ist nach Prudhon's Entwurf der Imitatio Christi von Thomas a Kempis entnommen, und versinnlicht die Worte des Herrn: Wer mir nachfolget, wandelt nicht in der Finsterniss. Auf der Ausstellung im Musée national 1848 sah man von ihm ein Bild in Oel, Christus vorstellend, wie er die Kleinen zu sich ruft.

In seiner früheren Zeit lieferte Trözel auch Zeichnungen nach berühmten Malwerken, welche in Kupfer gestochen wurden. J. Y. Tassaert stach nach einer solchen Zeichnung das Bildniss des Giulio Romano. Auch lithographirte Blätter finden sich von ihm. - Folgende finden wir im Verlagskataloge der Kunsthandlung von E. Arditi (Paris 1830) erwähnt.

  1. Le bon pere, qu. fol.
  2. Ma poupée est morte, qu. 4.
  3. Ma poupée se marie, qu. 4.

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