Travi, Antonio, Landschaftsmaler , genannt Antonio da Sestri, war anfangs als armer Junge Farbenhreiber des B. Strozzi, fand aber an diesem Meister einen Lehrer, und malte unter Lei- tung desselben auch einige historische Bilder. Später ertheilte ihm Gottfried Weise Unterricht im Landschaftsmalen, welchen er darin übertraf, indem Travi seine Bilder mit geistreichen Figuren zierte, welche nach Lanzi mit meisterhaften Pinselhieben hingemacht sind. Der Künstler führte seine Gemälde wenig aus, wusste aber für eine gewisse Entfernung den Effekt glücklich zu berechnen. Im Genuesischen findet man viele Gemälde von ihm, auf welchen häu- fig die schönen Limonenwälder der Rivera vorkommen. Auch liebte er saftiges Pflanzenwerk und heitere Lüfte. Lanzi findet die Bilder dieses Meisters von graziöser Behandlung, was er aber wahrscheinlich nur von den ausgeführten Arbeiten des Meisters versteht. Man muss indessen jene seiner Söhne unterscheiden, welche nach Soprani's Behauptung im schlechten Geschmacke be- handelt sind. Travi der Vater starb zu Genua 1606, im 55. Jahre.
Eigenhändige Radirungen.
Es finden sich einige radirte Blätter, welche mit dem Mono- gramm A T. bezeichnet sind, welches auf A. Travi gedeutet wird.
Zwei Bauern, welche ein Pferd beladen, auf welchem be- reits ein Weib mit dem Kinde sitzt. Links sitzt ein Mann auf dem Pferde und hinter ihm ein Kind mit dem Kessel in der Hand. Rechts gehen dann noch zwei Schafe, und links sieht man einen Büffel. In der Mitte unten ist das Zeichen. H. 4 Z. 10 L., Br. 6 Z. 7 L.
Landschaft mit mehreren Ruinen zur Linken. Im Vorder- grunde sieht man einen Stein mit einem Basrelief, welches
Syrinx vorstellt. Rechts ist die Schafheerde, vor welcher ein Reiter und der Hirt zu sehen sind. In der Mitte unten das Zeichen., H. 4 Z. 5 L., Br. 8 Z. 2 L.
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