Trautmann, Johann Georg

Trautmann, Johann Georg, Maler, geb. zu Zweibrücken 1713, war anfangs Schüler des Hofmalers F. F. Bellon, übertraf ihn aber nach wenigen Jahren, so dass er in Frankfurt bei Th. Schle- gel sein weiteres Heil suchte. Nach einiger Zeit wurde er mit dem Tapetenmaler Kiesewetter bekannt, der ihm seine Tochter zur Ehe gab, und ihn als Geschäftsgenossen aufnahm. Trautmann be- malte jetzt einige Jahre Tapeten, gründete aber seinen Ruf später durch Bilder in Oel. Besonderen Beifall erwarb er sich durch seine Gemälde, welche in D. van Heil's Manier nächtliche Feuers- brünste vorstellen. Zu wiederholten Malen malte er den Brand von Troja . Dann finden sich auch lustige Bauerngesellschaften in der Weise von Ostade, Teniers, Brauwer u. a., ferner bärtige Köpfe in Rembrandt's Manier, und viele Bildnisse. Auch in diese- sen ahmte er öfter den Rembrandt nach. Dazu kommen dann noch mehrere Compositionen biblischen und historischen Inhalts, in welchen er ebenfalls den Rembrandt nachahmte. Darauf deutet Goethe (Aus meinem Leben I. 198), wenn er sagt, Trautmann habe (um 1759) für einen französischen Offizier einige Auferste- hungsgeschichten rembrandisirt, und nebenher Dörfer und Müh- len angezündet. Ueberdies finden sich auch Handzeichnungen von ihm, braun oder schwarz getuscht, und in Kupferstichmanier mit der Feder schraffirt,

Trautmann wurde 1761 pfälzischer Hofmaler, und starb zu Frankfurt 1760. J. G. Prestel punxirte das Bildniss dieses Künst- lers, nach dessen eigenhändigem Gemälde von 1752. Folgende Blätter wurden nach ihm gestochen:

Die Geburt Christi, gest. von J. F. Haid, 4.

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