Traut, Franz, Maler, war in der ersten Hälfte des 18. Jahrhun- derts in München thätig. Er malte mehrere Personen des chur- fürstlichen Hofes. Für ein Bildniss des Churfürsten von Cöln er- hielt er die Summe von 680 Gulden, wie Lipowsky aus ei- ner Rechnung ersehen haben will. Wir fanden aber keine Nach- richt über diesen Meister, obgleich uns archivalische Quellen zu Gebote standen. Dagegen kennen wir aus diesen einen bayerischen Hofmaler Jakob Traut, welcher eine Besoldung von 400 Gulden erhielt. Er hatte den damals gewöhnlichen Titel eines churfürstlichen Cammerdieners. Als solcher hatte er keineswegs die Funktion eines jetzigen Cammerdieners; er musste den Hof mit Bildnissen bedienen, wie wir angegeben fanden. Und somit könnte der Franz Traut bei Lipowsky mit unserm Jakub eine Person seyn. Dieser könnte sich auch Franz Jakob genannt haben.
Im Jahre 1709 lebte ein N. Traut oder Draudt in München . Damals wurde er von den zünftigen Meistern wegen Gewerbsbe- einträchtigung verklagt.
Nach einem Johann Jakob Traut stach E. C. Heiss die Bild- nisse eines Wendler, und des Geistlichen J. J. Mühlberger. Diese Porträte hat wahrscheinlich unser Jakob Traut gemalt.
Vorsicht
Diese Seite wurde maschinell erstellt. Die Zuverlässigkeit der OCR ist durch die Qualität der Scans, der Software und des Workflows zwangsläufig beschränkt. Eine menschliche Korrektur und Redaktion fand nicht statt.
Das Ziel dieser Seite ist es, die gezeigten Resourcen einfach zugänglich zu machen. Für Zitate und eine direkte Nutzung sind sie nicht ausreichend. Hierfür ist notwendigerweise das originale Quellenmaterial hinzuzuziehen.
Der zugrundeliegende Scan ist hier zu finden https://archive.org/details/bub_gb_Io3rAAAAMAAJ/