Traballesi, Giuliano

Traballesi, Giuliano, auch Giulianino genannt, Maler und Ra- direr, geb. zu Mailand um 1726, machte seine Studien in Rom und Florenz, und wurde zum Professor der Zeichenkunst an der Akademie in Mailand ernannt. Er hatte früher in Florenz die meisten Malerbildnisse in der Tribune der grossherzoglichen Gal- lerie gezeichnet, welche nach diesen Zeichnungen von verschiedenen Künstlern gestochen wurden, unter dem Titel: Serie de' ritratti etc. Dann zeichnete er in Florenz und in Bologna mehrere historische Gemälde, welche ebenfalls gestochen wurden,

Traballesi ist aber auch als Maler zu erwähnen. Er malte Bildnisse und historische Darstellungen. C. Fausti stach nach ihm die Bildnisse des Professors A. M. Salvini und des Prälaten B. Manzini, dann den heil. Johannes von Salerno. In S. Andrea zu Siena malte er eine Darstellung aus dem Leben des Kirchenheili- gen in Fresco, und im Palast Serbelloni zu Mailand ist ein gros- ses Plafondbild von ihm, welches die Juno vorstellt, wie sie den Aeolus auffordert, die Flotte des Aeneas zu verderben. Traballesi starb zu Mailand um 1796.

Wir haben von diesem Künstler auch mehrere radirte Blätter, die in einer malerischen Weise behandelt sind.

  1. St. Joseph bittet Maria um Verzeihung wegen seines Miss- trauens an ihrer Tugend, nach Tiarini's Bild aus der Kirche der Mendicanten zu Bologna, fol.

  2. Die Beschneidung Christi, nach G. Reni's Bild in S. Mar- tino zu Siena. Gut radirtes Blatt, gr. fol.

  3. Christus beruft den Zöllner Matthäus zum Apostelamte, nach L. Carracci's Bild, ehedem bei den Mendicanten zu Bologna, jetzt in der Pinakothek daselbst, gr. fol.

  4. Ecce homo. Jesus Christus dem Volke vorgestellt, Compoo- sition von drei Figuren, nach An. Carracci, kl. 4.

  5. Die Geisslung Christi, nach L. Carracci's Gemälde aus der Certosa bei Bologna, jetzt in der Pinakothek daselbst, fol.

  6. Die Dornenkrönung, nach L. Carracci's Gemälde in der- selben Sammlung, fol.

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