Tourneux, Eogen, Maler zu Paris , wurde um 1815 geboren. Er widmete sich der Historienmalerei , malte aber auch Genrebil- der. Mehrere seiner Werke sind in Pastell und in Aquarell aus- geführt, andere in Oel. Auf der Ausstellung im Musée national 1848 sah man von ihm ein Gemälde in Oel, welches Christus mit dem Zinsgroschen vorstellt.
Thouneisen s. Thourneiser. Tournier, Jean Jacques, und G. oder M. G. Maler von Toulouse , sind vielleicht beide Eine Person. F. le Comte II. 474. nennt ohne Vornamen einen Tournier Schüler von Moses Valentin, und Rost VII. 335. einen M. G. Tournier als solchen, welcher aber nicht um 1640 geboren seyn kann, da Valentin 1632 starb. Anderwärts erscheint J. J. Tournier als Zeitgenosse des Charles Errard (geb. 1601 oder 1606), nach welchem er Vasen gestochen hat. Diese Vasen fand Errard in römischen Sammlun- gen, und sie wurden für Rossi's Verlag gestochen. Wenn nun der Name G. Tournier auf diesen Blättern steht, so könnte der Buch- stabe G. „Giacomo" bedeuten. Immerhin aber bleibt die Frage, ob nicht zwei Künstler des Namens Tournier gelebt haben. Der eine war Schüler des M. Valentin, und malte mehrere historische Bilder. Le Comte sagt, dass in der Capelle der schwarzen Büßen- den zu Toulouse Gemälde von ihm seyen. In der St. Stephanskirche daselbst sah er eine Kreuzabnehmung, andere Bilder bei den Do- minicanern und am Grabmale des heil. Thomas. Fiorillo III. 208 nennt von Tournier, dem Schüler Valentin's, eine Schlacht des Kaisers Constantin gegen Maxentius, die bei allen Mängeln der Verwirrung einzelner Gruppen schön gerathen sei. Fiorillo er- klärt den Künstler als glücklichen Nachahmer des M. A. Merigi, und sagt, Tournier sei der Natur vollkommen treu geblieben, und habe sie edel aufgefasst, wenn sich dazu Gelegenheit ge- bunden.,
Dann finden sich auch radirte Blätter von einem Tournier, der indessen mit R. Tournier nicht verwechselt werden darf. Folgende Blätter sollen von einem Künstler dieses Namens her- rühren:
Eine heil. Familie, mit der Schrift: Qui non accipit crü- cem etc.
Madonnenbilder nach Guido Reni, und andere Darstellun- gen nach A. Carracci. Wir finden diese Blätter nicht nä- her bezeichnet, wahrscheinlich Copien nach diesen Meistern. Rost nennt den Stecher G. M. Tournier.
Landschaften nach Salvator Rosa, von Rost einem G. M. Tournier zugeschrieben.
Eine Folge von reich verzierten Vasen aus den Sammlun- gen Borghese, Justiniani etc. Carl Errard del. Tournier sc. Wenigstens 12 Blätter, fol. Dann eine andere Folge aus Rossi's Verlag, 6 Blätter, qu. fol.
Eine Folge von Armaturen, nach Polidoro da Carravaggio mit Lochem radirt, 6 Blätter, qu. fol.
Die genannten Vasen fand Füssly einem Joh. Jakob
Tournier zugeschrieben, Rost will sie einem G. M. Tour- nier beilegen. Errard zeichnete solche für die französische
Übersetzung des Trattato delle pittura von Leonardo da Vinci. Paris, Imprim. royale 1651, fol. Für dieses Werk, welches Abbildungen von Trophäen (jene von Polidoro?), Ornamenten, Guirlanden, Figuren und Vignetten nach Er- rard's Zeichnungen enthält, könnte Tournier seine Blätter radirt haben, bis auf die Folge aus Rossi's Verlag, oder es sind auch diese dazu genommen, da drei Sammlungen von Vasen im Traité de la peinture sich finden.
- Mehrere Blätter für eine Ausgabe des Vitruvius,
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