Einleitung

Somit lege ich diesen Band dem Publikum vor, mit der Bitte, die Schwierigkeiten zu berücksichtigen, mit welchen ein Werk dieser Art zu kämpfen hat, wo es nicht auf allge- meine geschichtliche Umrisse ankommt, sondern die mannig- faltigste Thätigkeit für das Einzelne erfordert wird, auf einem Gebiete, dessen Gränzen noch einer grossen Erweiterung fähig sind. Die Bearbeitung dieses Feldes hat namentlich im Verlaufe der letzten zwei Decennien ausserordentlich viel Neues zu Tage gefördert, wovon ich Vieles nicht benützen konnte, da die Forschungen und die Jahre nicht an mein Al-

Werk dieser Art keinen Nachträgen mehr bedarf, noch fern, und tritt nur ein mit dem Absterben alles Sinnes für Kunst und Wissenschaft. Quis dens hanc, Musae, quis nobis eximet artem ?

Wie weit mir mit diesem Bande meine Aufgabe gelungen, das überlasse ich dem Ermessen derer, welche zum Urtheil be- rufen sind. „Das Werk muss für sich selbst sprechen, und ich gebe ihm nur die Zusicherung, dass dasjenige, was noch mangelt und großen Theils ohne meine Schuld nicht enthal- ten ist, zu seiner Zeit in einem sorgfältig bearbeiteten Supple- mentbande nachfolgt. Möge es mir gelingen, die bisherige Theilnahme zu erhalten, und vielleicht neue Gönner zu er- werben!

München im .

Dr. G. K. Nagler.

Medaillons sind gegossen, in Formen gägte Medaillen und cisehiert. Die Zahl dieser trefflichen Arbeiten ist nicht sehr gross, oder sie sind unbekannt, da nur wenige bezeichnet sind. Auf einigen dieser Bildnissmedaillons steht: OPVS JVLII TVRRI, auf anderen OP. JV. TVR., oder J. T. OP. Genau beschrieben finden wir seine Werke nicht, zwei derselben, die Medaillons mit den Bildnissen des Vaters und der Mutter des Künstlers, des Girolamo und der Beatrice della Torre, gibt Maffei in der Verona illustrata in Abbildung. Dann stellte der Rechtsgelehrte sich selbst in einem Medaillon dar, so wie seinen Bruder Marc Antonio, den berühmten Anatom, für welchen Leonardo da Vinci alle Theile des menschlichen Körpers zeichnete, um sie bei seinen Vorlesun- gen zu gebrauchen. Das Bildniss dieses Gelehrten wurde in neu- erer Zeit lithographirt, in folgendem Werke: Di alcuni illustri Anatomici italiani del decimo quinto secolo, indagini per servire alla storia della scienza di G. Cervetto. Verona 1842. 8. Eine äl- tere Abbildung findet man bei Moehsen I. 102. 120. Ferner fer- tigte er die Bildnisse des Michel Angelo und der Diamante della Torre, des Francesco Bevilaqua, Conte di S. Bonifazio, mit einer Schlacht im Revers, des Giovanni Caroto, Aurellio dell' Acqua, Marc Antonio Flaminio, Daniele und Bartolomeo Soncino..

G. della Torre war in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts thätig. Seine Werke sind in ihrer Art so schön, als jene von Vittore Pisano, wenn auch dieser Meister einen grösseren Ruf behauptet. Indessen ist zu bemerken, dass G. della Torre ein Gelehrter war, und die Plastik in Miniatur als Dilettant betrieb.

S., auch Gianella della Torre..

TOLIO; Giovanni delis genannt Giovanniello di Beinaschi, war Schüler und Gehülfe des G. B. Beinaschi in Neapel. Domenici nennt von ihm ein Altarblatt in der Kirche Montesano daselbst. Blühte gegen Ende des 16. Jahrhunderts.

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