Torbido, Francesco, genannt il Moro, Maler von Verona , war Schüler von St. da Zevio, bis er an Giorgione einen Lehrer fand, welchen er aber weniger zum Vorbilde nahm, als den Liberale, der ihn als seinen Sohn liebte und zum Erben einsetzte. Er malte in Oel und in Fresco, und ging immer mit grosser Ueber- legung zu Werk, Seine Compositionen sind daher vollkommen in der Zeichnung, und so sorgfältig colorirt, dass ihn nach Va-
sari's Zeugniss hierin wenige seiner Zeitgenossen übertrafen. Im-
Dom zu Verona malte er in der grossen Capelle Darstellungen aus dem Leben der heil. Jungfrau in Fresco, worunter sich be- sonders ihre Himmelfahrt auszeichnet. Allein Moro hat hier nur das Verdienst der Colorirung, da er Zeichnungen von Giulio Ro- mano- benutzen musste. In S. Fermo daselbst ist ein Altarbild mit der heil. Jungfrau von St. Franz und St. Petrus begleitet, und ein zweites Gemälde daselbst stellt Maria auf Wolken dar, unten Tobias mit dem Engel und die heil. Margaretha. Dieses Bild hat G. Zancon im Umriss gestochen, 2 Blätter, gr. 8. Auch zu Vene- dig und in Friaul findet man Werke von ihm, nebst Staffeleibildern religiösen Inhalts und Bildnisse, Zahlreich sind seine Gemälde nicht, da der Künstler auf die Ausarbeitung viel Zeit verwendete, und im- mer etwas auszusetzen fand. In der Pinakothek zu München ist sein eigenhändiges Bildniss, wie er eine Blume in der Hand hält, ein kleines Bild auf Leinwand.
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