Tonioli, Ferdinando

Tonioli, Ferdinando, Maler, war in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts thätig. Er scheint in Constantinopel gewesen zu seyn, was wir aus folgenden, nach ihm gestochenen Blätten ersehen. Schlafende Hure von Hamet, Emperor of the Tures, Ferd. Tonioli pinx. James Fittler sculp. publ. 1789. Schön gestochen, fol.

_ ‘Jussuf Pascia Gran Vizir, Büste , Ferd. Tonioli pinx. Vinc, Giaconi sc. 1788. In Pitteri’s Manier zart gestochen , fol. Tonnant, s. Tennant. Lonnay, Zeichner und Maler, arbeitete in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in Paris . Alix und Chapuis stachen nach ihm Darstellungen aus Robinson Crusoe , . Tonnelier, Maler, ein französischer Künstler , war um 1834 thä- tig. Er malte Bildnisse und Genrebilder . Tonnet, nennt Füssly einen Künstler aus der letzten Hälfte des 18. Jahrhunderts, nach welchem Marcet und Duponchel eine Se- railscene gestochen haben, wie der Sultan einer seiner Frauen das Sacktuch zuwirft, etc. fol. Dann nennt Füssly auch einen solchen Künstler, von wel- chem sich Bilder in Miniatur , dann Landschaften, Thiere und Genrebilder in Wasserfarben finden. Tonning, Christian, Landschaftsmaler , war um 1760 zu Chri- stiania in Norwegen thätig. Weinwich sagt, dass er gute Bilder gemalt habe. Tonno, Maler aus Calabrien, war Schüler von Polydoro da Cal- dara, und ein Künstler von Talent, der aber sein Leben durch ein Verbrechen schändete. Er raubte dem Meister das Leben, und büsste dafür mit dem Strange. Anderwärts lesen wir, dass der Diener den Polydoro beraubt und ermordet habe. Lanzi be- zeichnet den Tonno als solchen, der demnach vom Knechte zum Künstler sich erhob. In S. Andrea zu Neapel ist ein Bild der Er- scheinung des Herrn von diesem Tonno, auf welchem das Por- trait Caldara's vorkommt. Tons, Willem, Maler von Brüssel, war Schüler des B. van Or- ley, und malte mit diesem an den Jagdstücken für Kaiser Carl V. Diese waren in Wasserfarben ausgelührt, und zu Tapeten be- stimmt. Tons hatte auch als Oelmaler Ruf, wie Carl van Mander bemerkt. Der genannte Schriftsteller kennt auch einen Hans Tons, den Sohn des Obigen, und Guilliam Tons, welcher Bilder in Oel malte. Diese Meister waren in der ersten Hälfte des 16. Jahrhun- derts thätig. Füssly nennt nach Felibien nur einen gewissen Tons, welcher in dem Schüler des B. van Orley zu erkennen ist. Viel- leicht kommt dieser Meister mit J. Tonys in irgend eine Be- ziehung. Tony, Maler, wird von A. Grafen von Raczinsky (Gesch. der neue- ren Malerei I.) unter den 1853 in Paris lebenden Künstlern er- wähnt. Tony Johannot wird wohl nicht darunter zu ver- stehen seyn ? Tonys, Johann und Jakob, erscheinen unter dem Jahre 1461 als Mitglieder der Bruderschaft des heil. Lucas zu Antwerpen. Dieses Verzeichniss der Mitglieder, welches von 1454 -- 1641 reicht, machte B. von Reifenberg (Nou. memoires de V'academie royale de Bru- xelles 1832) bekannt, und in diesem erscheint J. Tonys bis 1471

Von 1477 — 1482 war Jakob Tops Mitglied dieser Malerbruder- schaft. Jacob Tops, Kupferstecher, ist uns nach seinen Leistungen unbe- kannt. Er soll in schwarzer Manier gearbeitet haben, Torenburg, A., s. Torenburg.