Tognoli, Giovanni, Maler von Bieno im südlichen Tirol, sollte bei Dom. del Negro in Livorno sich dem Kunsthandel widmen, lieferte aber ohne alle Anleitung so schöne Zeichnungen, dass selbst die Künstler Morghen und Tofanelli bewunderten. Er fand Tognoli Unterstützung zu einer Reise nach Rom , wo Anfangs de Brate und dann Canova aufnahm, bei welchem er Zeichner verblieb. Erst nach dem Tode dieses Meisters fing er an in Oel zu malen, brachte es aber in kurzer Zeit zur Vollkommenheit, so dass man ihn schon 1825 zu den vorzüglichsten Malern Roms zählte. Er malte Bildnisse und religiöse Darstellungen darunter mehrere heilige Familien, die sich durch Schönheit des Motivs auszeichnen. Er entwickelte einen reinen Sinn für das Naive und Anmuthige. Aug. Beretini stach nach seiner Zeichnung die Büste des Antonio Canova, ein schönes Blatt in Morghen's Manier, fol. Tognollo, s. Tognoli, Tognona, der Beiname eines Malers Asinaro und A. Vicentino