Toepfer, A.

Toepfer, A., Zeichner und Maler von Genf, machte in Paris seine Studien unter J. B. Sainte und P. L. Delarive, begab sich dann wieder nach Genf zurück, wo er neben Valentin Töpfer die Kunst übte. A. Töpfer zeichnete Landschaften und Genrebilder , gewöhn- lich mit der Feder und in Tusch, und vollendete diese Blitze auf das feinste. Im Cabinet Grünling, aus welchem wir oben Angaben entnehmen, waren zwei Zeichnungen von ihm. Die eine stellt eine Landschaft mit einer Schenke vor, wo man mehrere Männer und Frauen sieht, und einen Edelmann, der eine Magd liebkoset. Auf der zweiten Zeichnung sitzen mehrere Personen unter der Laube am Tische, und vor ihnen sind zwei alte Männer im Streite, qu. fol. Brulliot, Dict. des monogr. L 75, erwähnt einer Lithographie mit dem Monogramm A T., und der Inschrift: L'irresolution faite par Daniel Burgdorfer graveur de Berne d'apres un tableau de Toepfer. Der genannte Schriftsteller glaubt, dieser Künstler sei jener Töpfer, der nach Füssly 1805 in Genf lebte, (Valentin?) damals ungefähr 30 Jahre alt. Er ist wahr- scheinlich auch noch jener Töpfer, von welchem man auf der Kunst- ausstellung zu Bern ein kleines Gemälde sah, welches im Cataloge unter folgendem Titel erscheint: Etude de jeune fille dans un moment d'irresolution. Dieses Bild fand ungemeinen Beifall. Auch seine Carrikaturen sind in hohem Grade ergötzlich. Dieser Töpfer

übte wahrscheinlich in Bern seine Kunst, und ist von dem Genfer Valentin Töpfer zu unterscheiden. In Bern hiess sich auch F. Massot nieder, der Freund unsers Künstlers, dessen Porträite und Genrebilder er mit schönen landschaftlichen Partien zierte. Fast möchten wir glauben, er sei jener Oheim des Rudolph Töpfer, dessen er in seinem Werke erwähnt.