Tischberger, W. P.

Tischberger, W. P., Kupferstecher, arbeitete in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in Nürnberg . Er stach Landschaften,

Schwemmer oder Schlemmer stach nach seiner Zeichnung das Bildniss eines Schreibmeisters Johann Tischberger, der in Nürnberg starb.

Hans Tischler, Bildhauer, arbeitete um in Sachsen . In die- sem Jahre fertigte er für die Kirche in Finsterwalde einen Altar, und den schönen Taufstein, welchen Paul von Sonnenwalde mit Malereien zierte. Ueber den Bau der Kirche existirt eine alte Handschrift,

Tischer, Marcus 9. s. Tuscher.

17281818, Anton, Kupferstecher , geb. zu Wien 1721, war Schü- ler von J. Camerata in Dresden , und bildete sich dann zu Ber- lin und Paris weiter aus. Später arbeitete er einige Zeit in Dres- den, besonders für das Galleriewerk des Grafen von Brühl. In Wien verlebte er die letztere Zeit seines Lebens, und starb um 1780.

Um 1730 lebte ein Bildhauer Severin Tischler zu Mährisch- Trübau, welcher aber von Zwittau gebürtig war. Sein Werk ist die Mariensäule auf dem Platze in Mährisch-Neustadt, welche nach Hawlick (zur Geschichte der Kunst in Mähren. Brünn 1838) im Augsburger Style mit Zierwerken überladen ist, übrigens aber einige gute Partien enthält. Ein anderer Anton Tischler arbeitete um 1709 zu Ofen. Von ihm findet man schlechte Vignetten und Titelblätter. Dieser Tischler könnte der Sohn des obigen A. Tisch- ler seyn. Von diesem erwähnen wir folgende Blätter, die nicht ohne Verdienst sind.

  1. Josephus II, Roi des Romains et de Germanie, grosse Büste im reichen Hofkleid (der Kaiser in seiner Jugend). P. Lion del, A. Tischler sc. Seltenes Blatt, in Pitter's Manier, s. r. fol.

  2. Johannes Christophorus Knoefel, primus Architectus Regis Pal. Elect, Saxon. Van der Schmissen pinx. Ant. Tischler sc. o. fol.

  3. Die Flucht in Aegypten, nach Dom. Feti's Bild in der Gal- lerie zu Wien, s. gr. qu. fol.

  4. Le Souvenir de la mort, nach G. de Lairesse's Gemälde in Dresden, für das Cabinet du Roi in Paris gestochen, gr. qu. fol.

  5. Le duelliste blesse. Ein alter Wundarzt, welcher die Wunde des Mannes untersucht. Daneben das weinende Weib. Nach G. Dow's schönem Bilde in der Gallerie zu Wien, r. fol.

  6. Les voitures, Fuhrleute an der Strasse, links Wasser. Nach einem Bilde von Ph. Wouvermans aus der Brühl'schen Gal- lerie. Dieselbe Darstellung hat Filioel für das Galleriewerk gestochen. Tischler's Blatt gibt aber die Darstellung von der Gegenseite, gr. qu. fol.

  7. Retard de chasse. Gruppe mit zwei Pferden, nach Wouver- mans' Bild der Gallerie Brühl, welches Beaumont für das Galleriewerk gestochen hat. Tischler's Blatt ist von der Ge- genseite, gr. qu. fol.

  8. Halte flamande. Eine Gruppe von Soldaten, nach Wouver- mans, für das Brühl'sche Galleriewerk, gr. qu. fol.

Im ersten Drucke vor der Schrift. 0) Jäger, welche einen Hirsch durch den Fluss verfolgen, nach Ph. Wouvermans, gr. qu. fol. | 10) Les Caresses reciproques, nach Jeaurat, qu. fol. / 11) Die Verzierungen zur Beschreibung des Wiener Theater. festes: Alcide al bivio, nach G. Guglielmi, 1761. 12) Das Titelblatt und die Vignetten zu dem 1762 in Wien auf- geführten Drama: Il triomfo di Clelia, nach H. de la Pegna.