Tischbein, Johann Friedrich August

Tischbein, Johann Friedrich August, Portraitmaler, der Sohn des Joh. Valentin, wurde 1750 zu Mästricht geboren, und von seinem Oheim Joh. Heinrich Tischbein sen. unterrichtet. Hierauf ging er mit Unterstützung des Fürsten von Waldeck nach Frie- drichsthal, wo er um 1780 thätig war, und einige Bilder malte, die grosser Beifall fanden. Von Paris aus begab sich der Künstler nach Ita- lien, um in Rom seine Studien fortzusetzen, da ihm die Unters- tützung des Fürsten auf sieben Jahre zugesagt war. In Neapel mal- te er das Bildniss der Königin, welches so schön befunden wurde, dass die Königin dem Künstler den Auftrag ertheilte, es ihr, der Kaiserin Maria Theresia zu überbringen. Tischbein

Einige Werke dieses Meisters wurden gestochen.

Sa Majeste la Reine Reg. et Son Altesse Mme. la Princesse Louise de Prusse, Ganze Figuren, gest. von L. Schiavonetti, fol.

Der Prinz Wilhelm Friedrich und Georg Wilhelm von Ora- nien mit seiner Gemahlin, Kniestücke auf einem Blatte, in Mezzo- tinto von Smith 1700, gr. fol.

Carl Theodor Freiherr von Dalberg, Fürst-Primas. Gest. von J. G. v. Müller. Oval, fol. J. G. Rosenmüller. Gest. von Bause, gr. fol. Der Anatom Dr. Loder, gest. von J. (29 von Müller, fol. Laurent hat dieses Bildniss punktirt, S.

Der Kupferstecher Bause, gest. von J. S. Klauber, fol. Dtl. Hufeland, berühmter Arzt , Kniestück, gest. von F. Mül- ler; fol.

A. von Kotzebue, gest. von Bittheuser, fol.

Das Bildniss des Dichters Herder, punktirt von C. Pfeiffer, fol.

C. Westermayer hat dieses Bildniss ebenfalls punktirt, pl.

Jenes des Dichters Wieland, von demselben, fol.

Rudolph Joh., Becker, gest. von Schlotterbeck, gr. fol.

Hofrath Böttiger, punktirt von C. Westermayer, pl.

Das Bildniss der Elisabeth, zu Schiller's Don Carlos von H. Schmid 1802 gestochen, pl.

Eine weibliche Figur bei einer bekränzten Urne: Lohn der Tugend, gest. von J. F. Leybold, fol.

La tendre mere. Tischbein's erste Frau mit ihrem Sohne. Gest. von J. G. von Müller, fol.

La petite Boudeuse, gest. von J. J. Huber (sous la direction de Wille), fol.

Tribut de la reconnaissance, schöne Frau mit dem Bildnisse des Prinzen von Waldeck, gest. von J. F. Leybold, gr. fol.

Die Hinrichtung der schönen Cenci. Dieses Blatt wird im Winklerschen Cataloge erwähnt (sujet peint par le Guide. Tisch- bein pinx. Jacob Magot sc. 1791.) - Punktirt, gr. 4.

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