Tiele, Johann Andreas, auch Thiele und Tiele geschrieben, Zeich- ner und Maler, wird von einigen für den Vater des Malers Jo- hann Alexander Thiele gehalten, und nach der Ansicht dieser soll er um 1640 zu Erfurt geboren worden seyn. Allein der Künstler nennt sich Tile oder Tille, und lebte in Stuttgart , da er die Stelle eines herzoglich würtembergischen Hofmalers bekleidete. Seine Blüthezeit fällt um 1670—80. Er malte die Bildnisse der herwä- lichen Familie, und zeichnete auch mehrere zum Stiche für Barth. Kilian. Diese Blätter sind in folgendem Werke: Vorstellung stuttgardischer jüngstgehaltener Hochfürstl. Würtemberg-Hessis-her Heimführungsbegängniss, Stuttgart gedruckt und verlegt durch J. W. Rösslin 1675, fol. In diesem Werke sind die Bildnisse des Herzogs Wilhelm Ludwig, des Herzogs Eberhard II., der Prin- zessinnen Magdalena Sibylla, Anna Katharina, Maria Dorothea Sophia von B. Kilian gestochen, grosse Ovale mit Wappen. J. Frank radirte nach seiner Zeichnung eine feierliche Prozession.
Nagler's Künstler-Lex. Bd. XVII., 31
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