Thompson, John

Thompson, John, Formschneider , wurde um 1785 in London geboren, und von R. Branston unterrichtet, welcher nach dem Vorgange von Th. Bewick der englischen Formschneidekunst einen hohen Grad von Vollendung verlieh. Aber auch J. Thompson ist ein ausgezeichneter Künstler seines Faches, der mit bewunderungswürdiger Feinheit und Sicherheit eine Menge

Zeichnungen trefflicher Künstler vervielfältiget hat. Er ist Mei- ster im Kleinen wie im Grossen, unter dessen Hand das Schneid- messer Leben erhält. Selbst ein tüchtiger Zeichner ist er fern von jener geistlosen mechanischen Nachbildung, und gibt mit Gefühl die schönsten und zartesten Bilder. Er hat auch dargetan, wie man in grossen Dimensionen Freiheit und Leichtigkeit der Behandlung mit Harmonie und Totalwirkung vereinigen könne. Ein Meisterstück dieser Art ist das Blatt mit Don Quixotte, nach Schrödter's berühmtem Bilde. Seine Blätter sind ausserordentlich zahlreich, da die englische Formschneidekunst in den letzten De- cennien zu einer Menge von illustrirten Werken beitrug. In meh- reren findet man ausser den Blättern unsers Künstlers auch sol- che von Charles und Elisa Thompson. John bediente sich häufi- eines Monogrammes, welches aus den Buchstaben J. T. besteht. Neben vielen anderen finden sich in folgenden Werken Blätter von ihm.

  1. Don Quixotte, nach A. Schrödter's Bild, für die Geschichte der neueren deutschen Kunst von Grafen A. Raczynski,
  1. fol.;
  1. The Club in a Dialogue, by Buckle. London , Ackerman, 1817.

  2. Religious Emblems, London, Ackerman 1808, 4; Die 217 allegorischen Blätter sind nach Thurston's Zeich- nungen von Branston, Nesbit, Clennel und Thompson. Eine zweite Angabe ist von 1810 und die deutsche Ausgabe

  3. Die vortrefflichen Vignetten in der 1814 von C. Witting- ham zu Chiswick gedruckten Ausgabe von Shakespeare's Dramatic Works, nach Thurston's Zeichnungen,

  4. Die Vignetten der Tales of humour, gallantry and Ro- mances, selected and translated from the Italian, London

  1. In diesem Werke sind auch 16 Blätter von Cruikshank,
  1. Die schönen Vignetten der Dramatic Works of W. Shakes- peare, with a life of the poet by Ch. Symmons. London, Ch. Tilt 1836, 16.

  2. Die schönen Vignetten nach Harvey in The history of Eng- land by D. Hume, cont. by Smollet and Jones, 20 Bände, London: 1818, kl. 8.

  3. Die Vignetten zu Gray's Elegy written in a country church- yard, London, Boorst, 1832, 8.

  4. Solche in The children in the wood, nach Harvey. Lon- don 1831, 8.

  5. Die schönen Blätter nach Harvey in The Beggars daugh- ter of Bendall Green, by Percy. London 1832, 8.

  6. Die Vignetten der Fables de la Fontaine, nach J.-David, Paris 1836, gr. 8. An diesen Blättern hat auch Ch. Thomp- son Theil.

  7. Der Cid, Nach spanischen Romanzen besungen von Her- der. Illustriert durch 70 englische Holzschnitte (nach Neu- reuther) von Thompson, C. Graye, E. Branston u. a.

  8. Die meisterhaften Blätter in The thousand and one nights, London, C. Knight, 1841, gr. 8.

  9. Die Holzschnitte in The poetical Works of Oliver Gold- smith, from the designs of C. W. Cope, Th. Creswick, J. C. Horsley, R. Redgrave and F. Taylor. Edited by Bol- ton Corney. London 1845, 8.

  10. The seven Ages of Shakespeare. Mit vortreflichen Holz-

  11. The Vicar of Wakefield, By O. Goldsmith, With 32 lit trations by W. Mulready, engrav. by J. Thompson. Lon|

don 1843, 8. ; 17) Die Vignetten und Borduren in dem Werke: Leonora, Trans| lated from the German of Bürger by Julia M. Camero,| nach D. Maclise. London 1846, gr. 4. Thompson, Charles, Formschneider, geb. zu London 1701, v.

Schüler von Th. Bewick und R. Branston, und gehört mit seine|

Bruder John zu den vorzüglichsten Künstlern seines Faches. In

Jahre 1817 begab er sich nach Paris, wo durch ihn der Form-

schnitt Eingang fand, namentlich das Verfahren von Th. Bewick.

Es finden sich eine Menge von schönen Blättern, welche meiste|

in illustrirten Werken vereiniget sind, an denen außer John|

Thompson auch mehrere französische Künstler Theil haben.

Bruder John lieferte von London aus zu einigen ebenfalls Blätte|

Charles verlebte aber viele Jahre in Paris, und gründete da s|

nen Ruf. Er wurde bei mehreren Gelegenheiten mit Preismedaill|

beehrt, 1824 selbst mit der goldenen. In folgenden Werken s|

Formschnitte von seiner Hand. . )

  1. Histoire de l'ancien et du nouveau Testament, represent& par 700 Figuren etc., par le maistre de Sacy (Royaumont Vortreffliche Blätter, grösstentheils von Thompson, nach be|

rühmten lebenden Künstlern, Paris, L. Curmer 1835, roy 4|

  1. Illustrations of Shakespeare, comprised in 230 vignette | gravings by Thompson, from designs by Thurston. London, | dann Leipzig bei Fleischer, roy. 8. ;

  2. Fables de la Fontaine, precedes d'une nouvelle notice p| Alfred de Montferrand, illustr. par Jules David, 400 |

netten, Culs - de-lampe et Lettres- Vignettes, graves p|

by M. Thompson, de Paris et de Londres. Paris 1853, gr|

An diesen Illustrationen hat auch John Thompson Theil. | Dieselben Holzschnitte sind auch in einer anderen Ausg |

abe: 'Fables de la Fontaine, nouvelle edition accompag| une notice sur la vie de la Fontaine et de notes par |

‚de Walkenaer etc. Paris 1836, gr. 8. |

  1. Die Vignetten und Figuren zur Histoire des Ducs de Bour | gogne de la maison de Valois par M. de Barante, nach R. queplan, Decamps und Lebrun. Besonders meisterhaft! sind die Portraitfiguren. Es gibt auch Abdrücke auf einzelst|
  • Blätter, gr. 8.
  1. Die Blätter zu Thierry's Conquete de l'Angleterre, in der
  • selben Style behandelt, wie die obigen Blätter. .
  1. Corinne, ou l'Italie, par M. la baronne de Staël-Holstein 2 tom. Avec 300 gravures en bois, nach Gérard, Gudin, | Granet, Schnetz und H. Vernet. Gravures par Thompson Jackson, Smith, Williams etc. Paris 1841, 8