Thompson, Henry

Thompson, Henry, Maler zu London , wurde um 1770 geboren, _ und schon in frühen Jahren zur Kunst angewiesen, da sich sein Talent für Malerei entschieden aussprach. Er widmete sich den historischen Fächern, aber ohne das Genre auszuschliessen, und ka[m] stets in beider Hinsicht Vorzügliches. Unter seinen früheren Wer| ken rühmte man den Matrosen, der sich beim Schiffbruch auf | einen Felsenzacken geschwungen und mit Bangen über die stür| mischen Wogen hinblickt. Zwei andere Bilder von 1805 und hat er Spenser's Feenkönigin entnommen, und glücklich durchge| führt. Ein belobtes Bild ist auch seine römische Amme, welche den sich sträubenden Säugling ins Bad setzen will, und noch gröss| eren Beifall fand ein Gemälde, welches den Amor vorstellt, wie | er bei Sturm und Blitz am Fenster eines Mädchens um Schutz | und Obdach fleht. Dieses Bild wurde als das schönste erklärt, we| nches der Künstler bis ausgeführt hatte. Dann malte Thor | son auch einige Darstellungen aus Shakespeare's dramatischen Wer| ken, und lieferte Zeichnungen zu einer Ausgabe der Werke der | selben, die zu Edinburg bei Ballantine erschien. Im Jahre 1811 fand sein Bild des Sturzes des Ikarus grossen Beifall. Als ein Bild von grosser Zartheit und Anmuth galt 1817 sein Cupido und Gr| nymed. Später fanden wir auch eine Darstellung aus dem Leben [d]es Heilandes gerühmt; Christus vorstellend, wie er die Tochter | des Jairus erweckt. Auch eine bedeutende Anzahl von Bildnissen | findet man von diesem Künstler, darunter solche von hohen u[n]d berühmten Personen. |

Dann verdanken wir ihm auch die Uebersetzung eines Werks | von Quatremere de Quincy, unter dem Titel: The Destination | of Works of Art and the use to which they are applied, considered | with regard to their influence on the genius and taste of Artists, | and the sentiment of Amateurs. Translated from the French by | Henry Thomas. London 1821, 8. W. Say stach nach ihm 21 | Blatt|in schwarzer Manier, unter dem Titel: Crossing the Brook, | qu. fol. |

Thomson wurde um 1802 der Akademie in London einverleibt, und noch 1833 war er thätiges Mitglied derselben,

  1. Edward Jerningham 1704, 8.

  2. John Anderson my jo. Der Alte im Lehnstuhl sitzend am Kamin, wie ihn die Frau auf die Schulter klopft, nach D. Allan. Paton Thomson sculp. publ. by Preston 1700. Höchst ausgeführtes Grabstichelblatt. Oval, gr. qu. 4.

  3. The birds of Invernay. Die Birken zu Invernay, und zwei Liebende. Paton Thomson stulp. publ. 1790. Sehr zart ge- stochen. Oval, gr. qu. 8.