Thomas Thomassen, Zeichner, war um 1578 in Harlem tätig. In dem bezeichneten Jahre fertigte er einen Grundriss der damal- verwüsteten Stadt, welcher in S. Ampzig's Beschreibung der Stadt Haerlem von W. Ackersloot gestochen ist. Thomas, Johann, Maler, geb. zu Ypern 1610, war Schüler von Rubens, und begab sich dann mit seinem Mitschüler Diepenbeck nach Italien , wo er längere Zeit verweilte. Später wurde er Hof- maler des Bischofs von Metz , für welchen er mehrere grosse Ge- mälde ausführte, und berief ihn Kaiser Leopold I. in seine Dienste. In der k. k. Gallerie zu Wien ist ein Bild, welches in kleinen Figuren den Triumph des Bacchus vorstellt, bezeichnet: Joannes Thomas inventor fecit 1650. In der Gallerie zu Gol ist die Werkstätte eines Malers, und ein anderes Gemälde, wel- ches einen Arzt vorstellt, der in Gegenwart eines Mädchens dem Knaben das Uringlas betrachtet. Auf diesem Gemälde steht:
G. (Giovanni?) Thomas fecit. In der Beschreibung der Gallerie in Potsdam und Berlin von 1780 S. 802 werden zwei ähnliche Bil- der erwähnt. Im Supplemente des Cataloges der Gallerie in Ca
Einige seiner Bilder sind in Kupfer gestochen.
Das Bildniß des Kaisers Leopold, gest. von Gole, Blooteling, Schenk, Haid u. a.
Die Rückkehr der heil. Familie aus Aegypten , mit Engeln, welche dem Kinde Früchte reichen, von v. d. Wyngaerde schön radirt, qu. fol.
Die Ausgießung des heil. Geistes, oder das Pfingstfest, Gest, von F. Stüäxel für ein Missale, kl. fol.
Der an die Säule gebundene Heiland, neben ihm Engel mit den Passionswerkzeugen. Gest. von P. de Baillu, mit Dedication an F. v. Woestyne, gr. fol.