Thomann, Heinrich

Thomann, Heinrich, Zeichner und Radirer zu Zürich , wurde im Thomann von Hagelstein, Christoph Raymond, Maler und Thomann von Hagelstein, David Ernst, Zeichner von Thomann, Joh. Bergl — Thomann, Dav. Ernst, monogr. I. 250, theilt ein Monogramm mit, welches diesem Künst- ler angehören soll.

Um 1490 lebte auch ein Maler dieses Namens in Nürnberg , wie Weyermann benachrichtigt, wovon aber Doppernair nicht wusste.

1760 geboren. Er zeichnete viele landschaftliche Ansichten in Aqur- rell oder mit Rothstein, und radirte mehrere derselben sehr zart im Kupfer. Von seinen Schweizerprospekten findet man schwarze und colorirte Abdrücke. Starb um 1820.

  1. Eine Folge von 6 Waldlandschaften mit Figuren und Vieh; zart radirt, kl. 4. Es gibt Abdrücke auf grauliches Papier, mit Weiss und Gelb gehoben,
  2. Ansicht von Zollikon , qu. fol. ;
  3. Altorf im Canton Uri, qu. fol.
  4. Fluelen im Canton Uri, qu. fol.
  5. Die Tellenplatte im Canton Uri, qu. fol.
  6. Die Tellkapelle und Küssnacht, qu. fol.
  7. Der Lauwerzersee im Canton Schwyz, qu. fol.
  8. Einsiedeln im Canton Schwyz, qu. fol.
  9. Stanz im Canton Unterwalden, qu. fol.
  10. Die Eremitage des seel. Nicolaus von der Flue, qu. fol.
  11. Die Ruinen von Rozberg im Canton Unterwalden, qu. fol.
  12. Glarus mit seiner Umgebung, qu. fol.
  13. Nestall im Canton Glarus, qu. fol.
  14. Pantenbrugg im Canton Glarus, qu. fol.
  15. Sand-Alp im demselben Canton, qu. fol.
  16. Trogen im Canton Appenzell, qu. fol.
  17. Zweibruggen im Canton Appenzell , qu. fol.
  18. Vögelis-Egg in demselben Canton, qu. fol.
  19. Die Bäder von Gonten im Canton Appenzell, qu. fol. ;
  20. Die Eremitage Waldkirchlein im Canton Appenzell, von einer Seiten, qu. fol.
  21. See-Alp-See in demselben Canton, qu. fol.
  22. Die Kräzern-Brücke im Canton St. Gallen, qu. fol. ;
  23. Die Martinsbrücke in demselben Canton, qu. fol.
  24. Rapperschwil im Canton St. Gallen, qu. fol.
  25. Hochsteig am Toggenburg im Canton St. Gallen, qu. fol.
  26. Die Ansichten von Zürich und Luzern mit dem See; 40 Blätter, qu. fol.

Kupferstecher, geb. zu Augsburg 1606, betrat in Dresden seine Laufbahn, und stach anfangs mehrere antike Bildwerke für Barzell Le Plat's Werk über die Dresdner Antiken. Auch nach Anton Corradini stach er ein Paar Gruppen im grossen Garten bei Dre- den. Später verlegte er sich auf die Malerei, brachte es aber zu keiner grossen Vollkommenheit. Er lieferte einige historische Stu- dien und Blumenstücke, wurde als Blumenmaler an der Meissner Akademie angestellt, und erhielt zuletzt den Titel eines säch- sischen Hofmalers. Starb zu Meissen 1778.

burg, der Sohn des Malers; Ernst Philipp Thomann von

stein, ist nur als Dilettant zu betrachten. Er hinterliess sehr schöne Federzeichnungen. Starb als Rathsherr in Augsburg um 1766.