Thiele, Johann Friedrich Alexander, Landschaftsmaler und Radierer , der Sohn des Joh. Alexander, wurde 1747 zu Dresden geboren, und von Hutin unterrichtet, bis er sich nach Wien be- gab, wo Professor Rosa seine weitere Ausbildung übernahm. Er widmete sich der Landschaftsmalerei, und hinterliess mehrere Bil- der, wovon aber nur wenige an Verdienst den Gemälden des Va- ters gleichkamen. Sie stellen meistens Gegend um Dresden dar, mit Figuren und Thieren staffirt. Im Jahre 1798 wurde er Zeichenmeister an der Polizeischule in Dresden, und Inspektor bei der Kunstakademie daselbst. Er starb 1803.
Thiele hat mehrere Blätter radirt, einige mit zarter Nadel. Im Ganzen scheint er Klengel und Wagner zum Vorbilde genom- men zu haben. Er bezeichnete diese Blätter mit seinem Namen oder mit dem Buchstaben T., zuweilen mit angehängtem h,
- Versuche in Landschaften. Nach Zeichnungen seines Va- ters flüchtig radirt, 15 Blätter, qu. 4. SBn
- Eine Folge von 12 Ansichten sächsischer Gegenden mit Fi- guren und Thieren, nach eigener Zeichnung, und theil- weise zart in J. G. Wagner's Manier radirt., F. A. Thiele fec. 1773 und 74, qu. 4. I. Vor der Adresse von Grossmann in Augsburg , II. Mit derselben, 11.
- Folge von 11 Landschaften in verschiedener Grösse, mit J. G. Klingner gezeichnet und radirt. Aus dem Frauen- holz'schen Verlag.
- Folge von 4 Landschaften nach J. G. Wagner, qu. fol.
- Schweizerische Gebirgslandschaft mit einer Hütte, F. Thiele fec., kl. qu. fol. Es gibt Abdrücke auf Seidenpapier,
- Landschaft mit ländlichen Figuren und Thieren, A. Thiele inv. F. C. A. Grossmann A. V. Nr. 1, qu. fol.
- Eine ähnliche Landschaft. Ebenso bezeichnet, Nr. 2 qu. fol.