Theophanes, Maler, ein Grieche aus Constantinopel , ließ sich in Venedig nieder, und gründete daselbst um 1200 eine Schule, wel- che von einheimischen Schülern zahlreich besucht wurde. Die
Nachrichten über die Verpflanzung griechischer Künstler nach Italien sind mangelhaft, offenbar ist aber, dass die ältesten italie- nischen Meister von griechischen Künstlern gelernt haben, so dass eine lebendige Mitteilung griechischer Kunst stattgefunden haben muss. Die italienischen Werke des 13. Jahrhunderts zei- gen nicht bloss den Ausdruck griechischer Vorbilder, sondern auch Ortheile und Handgriffe, welche früherhin nur bei den Griechen üblich waren. Venedig bot den griechischen Meistern vor allen anderen Staaten Schutz, und somit mögen sie schon in jener frü- hen Zeit eine Schule gegründet haben, deren Existenz aber noch auf schwachen historischen Beweisen ruht. Die Geschichte vom Meister Theophanes, welchen Fiorillo Theophilus nennt, gibt die Historia almi Ferrariensis gymnasii. Ferrara 1735, und Za- netti, Della Pittura di Venezia, Ibidem 1771, p. 2, bringt sie wie- der. Auch Fiorillo stützt sich auf das erstere dieser Werke.
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