Theodoricus, Leonhard, nennt Füssly einen Künstler, der ein Buch mit Grottesken herausgegeben habe. Darunter könnte Leon- hard Thiry verstanden werden. :
Theodorus, der dreizehnte Abt des Klosters Notre Dame des Dunes in Flandern , war Architekt. Er vollendete 1262 den Bau der Kirche seines Stiftes, welche der Abt Salomon von Gent, der zehnte desselben, zu bauen begann.
Dieses Kloster zählte von jeher viele Künstler.
Theodoros » der Sohn des Rhökos (Rhökos) aus Samos , und Bru- der des Telekles, wird bereits von den Alten mit einem späteren Theodorus, einem Sohne des jüngeren Telekles verwechselt, so dass ein Theodoros schon lange vor Ol. 30, und bis Ol. 64 herab gearbeitet haben müsste, wozu mehrere Menschenalter gehörten. Plutogenes Laertius 2. 6. 103., welcher zwanzig berühmte Männer dieses Namens kennt, nennt ihn Sohn des Rhökos aus Samos, so wie Hesychius Milesius de viris illust, s. v. Theodoros Samius, und Diodor Siculus I. 88. neben ihm auch noch den Telecles, beide als Söhne des Rhökos. Diese Künstler unterscheiden Thiersch, Epochen S. 182, Sillig. Cat. artificum vet. p. 430, O. Müller, Ar- chäologie S. 40. von zwei gleichnamigen, jüngeren Künstlern, und ersterer führt gegen Hirt, der in der Amalthea I. 260 ff., in den Jahrbüchern der wissenschaftlichen Critik 1827 Nr. 290 ff., und dann auch noch in seiner Geschichte d. b. K. bei den Alten S. 85. sich hartnäckig gegen eine solche Scheidung ausspricht, eine scharfe Polemik, da Hirt unbedingt dem Pausanias folgt, welcher (Arkadica VIII. 14. 5) sagt, die Samier Rhökos, Phileos' (Phileas) Sohn, und Theodoros, Telekles' Sohn, hätten zuerst das Erz ge- schmolzen und Bildsäulen daraus gegossen, dann Phokica X, 38. 3- wiederholt, die genannten Künstler seien die Erfinder der Kunst, das Eisen auf das genaueste zu schmelzen und Bilder zu giessen. An der ersteren Stelle fügt dann Pausanias noch hinzu, dieser Theodoros, des Telekles Sohn, habe das Siegel des Polycrates aus Smaragd gefertiget. Auch Herodot 3. 42. behauptet dieses, und benachrichtigt noch überdies, dass Theodoros, der Sohn des Telekles dem Krösus einen silbernen Mischkrug für den Delphi- schen Gott gegossen habe. Alles dieses vereiniget Hirt unter Theo- dor dem Sohne des Rhökos und seinem Bruder Telekles, und dehnt die Lebenszeit dieser Künstler auf seine alten Autoritäten hin übermäßig aus.
Allein es sind nach Thiersch in jenen Nachrichten offenbar zwei Künstler dieses Namens zu unterscheiden, von denen die Nachrichten sich verwirrt haben. Der ältere Theodoros, der Sohn des Rhökus, und ein jüngerer, der Sohn des Thelekles. Der äl- tere ist Zögling ägyptischer Meister, dem Dädalus- und Epeius kunstverwandt, neben welchen ihn Plato (Ion. Opp. I. 533) nennt. Der ältere Theodorus besuchte mit seinem Bruder Telekles Ägypten, wie Diodor versichert. Sie fertigten das Bild des Pythischen Apollo auf Samos von Holz, und wie man glaubt, nach einem festen ägyptischen Canon. Diodor erzählt, die eine Hälfte habe Telekles auf Samos, die andere Theodoros in Ephesus gefertiget.