Theodori » Carl, Dr.

Theodori » Carl, Dr., Zeichner und Maler, einer derjenigen Künst

ler, deren Talent der Stand zum Dilettantismus stempelt, obgleich ! sie auf einer Stufe der Kunstentwicklung stehen, welche Männer

; vom Fache auszeichnet. Theodori wurde 1788 zu Landshut ge-

boren, und trat nach vollendeten Universitätsstudien als Sekretär in Dienste des Herzogs Wilhelm von Pfalz-Neuburg in Banz. Schon

sein Vater war Kanzler dieses durch Kunstliebe und Wohltätig-

keitssinn ausgezeichneten Fürsten. Nach dem Tode des Herzogs

trat Theodori in gleicher Eigenschaft in Dienste Seiner königlichen Hoheit des Herzogs Maximilian in Bayern , und gegenwärtig ist er in München geheimer Sekretär , und Kanzleirath desselben.

C. Theodori widmete von jeher seine Musestunden mit Vor- liebe der Kunst, und brachte es im Fache der landschaftlichen Darstellung zu einer bedeutenden Stufe. Er malt Landschaften

in Oel und in Aquarell, welche sich durch schöne Wahl der Ge- genstände, durch liebliche Färbung und durch treffliche Behand- lung auszeichnen. Auch naturhistorische Zeichnungen fertigte er, worunter seine Abbildungen der merkwürdigsten bairischen Fossilien in Aquarell und Gouache für ein lithographisches Werk bestimmt waren. Nach seinen Zeichnungen wurden auch einige Ansichten des Schlosses Banz und von Vierzenheiligen in Kupfer gestochen. J. Poppel stach nach Zeichnungen von Theodori, F. C. Rupprecht, A. Klein, L. Lange und E. Gerhardt 12 Blätter in Stahl, unter dem Titel: Erinnerung an Bamberg . Bamberg (1843), gr. qu. &c

Dann haben wir von diesem geistreichen Künstler auch eigene- händige Lithographien und radirte Blätter, welche in Landschaften bestehen. Sie sind, wie seine Zeichnungen, theils mit dem Namen, theils mit dem Monogramme CT, oder den griechischen

Buchstaben K. ©. bezeichnet. Letztere Initialen tragen zwei radirte Blätter nach Zeichnungen des Grafen A. von Seinsheim, we- che Bauernmädchen vorstellen, Bamberg 1825/26. Zu seinen Haupt werken dieser Art gehört die Ansicht des Grabmals des M. Pl

Theodorich » s. Theoderich,