Théodore (101), Radierer

Théodore (101), Radierer, ist als Schüler des Francisque Millet bekannt und durch die Blätter, welche er nach diesem radirt hat. Bartsch behauptet, er sei auch Maler gewesen und habe 42 Blätter nach Millet radirt; allein diese Angabe ist in beider Hinsicht unbegründet. Die Zahl der Blätter beläuft sich nur auf achtundzwanzig, welche Robert-Dumesnil, Pl. C. frangois, Nr. 248 ff. beschreibt. Nr. 7 — 22 schreibt Houbracken und P. Mariette dem Gérard Hoet zu, allein sie tragen alle das Gepräge des Théodore, und so hat Robert Dumesnil kein Bedenken, sie diesem Meister zu vindiciren. Auch Bartsch stimmt damit überein. Über den vollen Namen dieses Radirers stehen noch Aufschlüsse in Erwartung, nämlich in Bezug auf den Familiennamen, da Théodore wahrscheinlich nur der Taufname ist. Seine Blätter sind leicht radirt, und haben einige Ähnlichkeit mit jenen van der Cabel.

  1. Die Fischer. Über den Fluss, der einen Wasserfall bildet, führt eine steinerne Brücke zu einem Gebäude links am Fusse des Berges. Im Vorgrunde spricht das Weib mit dem Korbe zum Fischer, neben welchem ein anderer knieend Fische aufhebt. Franc. pinxit, Simon exc. cum privilegio regis. Rechts unten in der Ecke Nr. 1. Durchmesser der Höhe 6 Z. 10 L., jener der Breite 6 Z. 31 L.

  2. Wie oben.

  3. Ohne Simon's Adresse.

  4. Der doppelte Wasserfall. Diesen bildet der Fluss neben dem dichtem Wald, und gegenüber sind zwei Männer in Unterredung am Wege, auf welchem ein Mann nach den Gebäuden am Felsen hingeht. Franc. pinxit Simon excudit cum privilegio regis. Rechts unten in der Ecke Nr. 2. Durchmesser 7 Z. 1 L.

  5. Wie oben.

  6. Ohne Adresse Simon's.

  7. Das junge Weib mit dem Bündel auf dem Kopfe. Der Fluss durchschneidet die Breite des Blattes, und die Gegend bietet Hügel und Berge. In der Mitte vorn geht das Weib nach rechts hin. Francisque Pinxit, Simon excudit cum privilegio regis. Rechts unten in der Ecke Nr. 3. Durchmesser 7 Z.

II. Mit dem schattirten Thurme, und mit obiger Schufl.

III. Ohne Simon's Adresse.

® 4) Das kleine Fahrzeug auf dem Flusse, dessen Ufer mit grof-

sen Bäumen besetzt sind. Links unter diesen bemerkt man drei kleine Figuren. Der Fluss bespült im Grunde den Fuss eines hohen Felsen. Links unten: francisque pinzxit, rechts: Simon excudit cum priuilegio regis. Ohne Numer. Durch- messer 6 Z. 10 L.

I. Wie oben.

II. Ohne Simon's Adresse.

  1. Der Sarkophag auf zwei steinernen Sockeln, unter welchen Wasser hervorkommt, über welches links vorn eine kleine ; Brücke geht. In Mitte des Grundes treibt der Hirt die Heerde nach links hin, und rechts in der Ferne bespült der Fluss den Fuss des Berges. Francisque Pinxit. Simon excudit cum priuilegio regis. Ohne Numer. Durchmesser

I. Wie oben. II. Ohne Simon's Adresse.

  1. Die Bucht. Gebirgslandschaft im Geschmacke Millet's, aber vielleicht von Theodore selbst componirt, welcher hier die Aetzarbeit mit dem Stichel vollendet hat. Links vorn am

Abhange des Hügels steht ein Weib und spricht mit einer sitzenden Frau. Im Mittelgrunde bildet der Fluss einen Wasserfall, rechts sind Gebäude auf dem Hügel, links zie hen sich kahle Berge hin und bilden eine Bucht, in wel cher Barken mit Segeln sind. Ohne Schrift und Numer. Durchmesser 7 Z. 7 L. Die guten Abdrücke zeigen im Mittelgrunde die leicht Nadelarbeit, welche später durch den Druck verschwand Sie sind selten.

7 — 16) Landschaften in die Breite.

Folge von 10 Blättern, wovon aber nur die beiden erst bis 11 Z. 2 L.

  1. Die bei der Vase sitzende Frau. Man bemerkt am Weri der sich nach rechts in den Vorgrund zieht, eine Terr und ein junger Mann mit dem Stocke blickt nach einer Frau, welches mit dem Bündel auf dem Kopfe nach rechts hin geht. Vor ihr treibt der Hirt die Heerde am Hügel her

In der Mitte vorn sitzt das Weib am Steine, auf welche die Vase steht. Links breitet sich Landschaft mit Hügeln aus. Rechts an der Terrasse: Franc. pin, Simon exc, w pri, regis, Im Rande Nr. 1,

ie oben beschrieben.

I. Wie oben.

II. Ohne Adresse Simon's.

  1. Der Fischer im Kahn. Fast in Mitte des Vorgrundes sit ein Mann mit einer phrygischen Mütze am Ufer des Flus ses, über welchen links eine Brücke führt. Unter den gro sen Bäumen sieht man drei Figuren, wovon die eine am Brunnen die Hände wäscht. Links im Grunde geht ein

am Meere die Stadt aus. An der Terrasse; Francisque Pin, Simon ex, cum pri, regis, Im Rande die Ziffer, 2.

I. Wie oben. /

II. Ohne Simon's Adresse.

.. 9) Moses als Kind aus dem Nil errettet. Am Ufer steht Pha- rao's Tochter mit vier Frauen und zwei Dienerinnen vor dem Kinde, welches auf dem Boden liegt. Links vorn ist ein Mausoleum mit einer Sphinx. unter Bäumen, Im Grunde sieht man die Stadt mit einem Obelisken und einer Pyra- mide, Im Rande links: Francisque Pinxit, rechts: Simhon excudit cum priuilegio regis,

I. Vor der Schrift,

II. Wie oben beschrieben.

  1. Die Flucht in Aegypten. Gebirgslandschaft mit Gebäuden

unter Bäumen, und links eine römische Ruine, an welcher man eine Cascade bemerkt. Über die Brücke zieht die heil. Familie, welche ein Bettler um Almosen anspricht. An der Terrasse: Francisque Pinxit, , Simon excudit Cum Priuilegio I. Vor der Schrift,

II. Wie oben beschrieben.

  1. Jesus mit sechs Jüngern vor der Cananäerin, welche knieend

um seine Hülfe bittet, In Mitte des Grundes bemerkt man zwei Baumgruppen und auf dem Wege gehen einige Figu- ren nach der fernen Stadt. An der Terrasse: A Paris cl. Mr. Simon terre de Cambray au Lion d'or Avec Priuilege du Roy; rechts > Franeisque Pinxit.

I. Wie oben beschrieben. | II. Mit der einfachen Schrift: Avec Priuilege du Roy.

Francisque Pinxit, ;

III. Mit der Adresse: A Paris chez Crepy rue St. Jacques,

  1. Die Töchter des Cecrops. Im Grunde der Landschaft brei- tet sich an der Bergkette die Stadt aus. Im Vorgründe tra- gen zwei der Töchter Blumenkörbe auf dem Kopfe, und von der anderen Seite blickt die eine nach dem in der Luft schwebenden Merkur. Im Rande links: Francisque Pinxit Simon excüdit cum Priuilegio regis.

I. Wie oben beschrieben,

II. Ohne Adresse von Simon.

Die Landschaft mit den Hasen. Am Ufer des Flusses sind Gebäude unter Bäumen am Fusse eines grossen Felsen, der sich im Grunde links erhebt. Auf dem Wege im Mittel- grunde gehen drei Frauen, wovon die eine mit dem Manne spricht, der auf dem Hügel sitzt, an dessen Fusse man die beiden Hasen sieht. Im Rande links: francisque pinzxit, rechts: Simon ex cüum pri. regis.

I. Mit obiger Schrift.

II. Ohne Simons Adresse.

  1. Der Sturm. Im Grunde der Landschaft ist eine hohe Berg- kette, und im Mittelgrunde führt eine Brücke über den Fluss zu den Häusern. Vorn sitzt ein Mann und eine Frau im Schrecken über den Blitzstrahl, links in einiger Entfer- nung geht ein Weib mit dem Kinde, und vorn läuft ein Mann hinter dem Reiter, Im Rande links; Francısque Pin. Simon ex. C. p. R.
  1. Wie oben beschrieben. I
  2. Ohne Simon's Adresse,
  1. Die Fontaine am Wege, welcher vom Mittelgrund nach links in den Vorgrund führt. An derselben steht ein Weib vor einem sitzenden Manne, und im Schatten der Bäume sitzen ein anderer Mann vom Rücken gesehen. In runde Gebäude. Im Rande links: Francisque Pinxit, rechts: Simon excudit cum privilegio regis.
  1. Wie oben.
  2. Ohne Simon's Adresse,
  3. Mit der Adresse: A Paris chez Crepy.
  1. Die Badenden. Rechts des Blattes breitet sich der Fluss aus, und auf einem freien Platze im Mittelgrunde sitzen zwei Männer, wovon der eine entkleidet ist. Der dritte ist im Wasser. Links hinter dem Gebüsche sammelt ein Weib Früchte. Im Grunde erscheint das Meer und eine Bergseite. Links im Rande: Francisque pinxit, rechts: Simon exc. cum privilegio regis.

8—13) Folge von 6 Blättern ohne Nummern, welche nicht im Verlage Simon's erschienen. H. 7 Z. 58 L. Br. 6 Z. 8—11 L.

  1. Cephalus und Procris. Ein lichter Wald gibt die Aussicht auf eine Landschaft, welche ein kleiner Fluss durchschneidet. Rechts schleudert Cephalus mit dem Hunde den Speer auf die Procris hinter dem Gebüsche. Im Rande rechts: Francisque Pinxit Avec Priuilege du Roy.
  1. Vor der Adresse von Crepy.
  2. Mit derselben.
  1. Die kleine Familie. Der Mann sitzt am Hügel neben dem Weibe, welches das Kind hält, und links geht ein Weib auf dem Wege mit dem Bündel auf dem Kopfe. Am Felsen sind grosse Bäume, und im Grunde scheidet ein Fluss die Ebene, auf welcher Gebäude erscheinen. Im Rechte rechts: Francisque Pinxit Avec Priuilege du Roy.
  1. Die Gebäude im Grunde rechts sind nicht schattirt. Name des Meisters wie oben.
  2. Die Gebäude sind schattirt. Ohne Adresse.
  3. Mit Crepy's Adresse.
  1. Die Herde am Flusse mit zwei sitzenden Hirten. Das gegenüber liegende Ufer ist mit Bäumen besetzt, durch welche sich eine Aussicht öffnet. In der Mitte vorn geht ein Weib mit dem Kinde auf dem Arme vor dem am Wege sitzenden Alten. Nach dem Grunde zu geht links ein junger Mann und ein Weib im Gespräche. An der Terrasse: Fr ancisque Pinxit Avec Priuilege du Roy.
  1. Vor der Adresse von Crepy.
  2. Mit derselben.
  1. Die zwei Männer auf dem Wege, beide in der Mitte von vom Rücken gesehen. Rechts im Grunde sind Gebäude, zwei Obelisken, und links mehrere Baumgruppen. Ge den Grund zu ist ein Weib mit dem Bündel auf dem Arm im Gespräche mit einem am Ufer des Flusses sitzendem Mann. Rechts vorn sind grosse Bäume. An der Terrasse: Francisque Pinxit Avec Priuilege du Roy.
  1. Vor Crepy's Adresse.
  2. Mit derselben.
  1. Die Cascade, welche links vorn der Fluss bildet, in einer waldigen und mit Gebäuden versehenen Gegend. Links vorn sitzt ein Mann, welcher zu einem Weibe spricht, das auf dem Wege längs dem Flusse herkommt. Zwei andere Per- sonen sitzen am Wege nach rechts, und eine dritte sieht man vom Rücken bei zwei Bäumen in Mitte des Blattes. An der Terrasse: Francisque Pinxit, I.

Vor der Adresse von Crepy. II. Mit derselben.

  1. Der Angels Fischer. Er sitzt in der Mitte vorn am Ufer des Flusses. Nach rechts geht ein Weib, und richtet den Blick nach einer anderen Frau, welche im Schatten einer Baum- gruppe ruht. Im Grunde rechts bemerkt man eine Wald- spitze, und in der Ferne links breitet sich waldige Land- schaft aus. Im Rande: Francisque Pinxit Auec Priuilege
  1. Vor Crepy's Adresse. II. Mit derselben.
  1. Die beiden Hirten. Landschaft mit vielen Baumgruppen, nach links von einer hohen Bergkette geschlossen. In der Mitte des Vorgrundes spricht ein junger Mann, mit dem Stoche zu einem alten Hirten, der am Wege sitzt, Schal- mei und Stock zur Seite. Im Rande: Francisque Pinxit, Simon excudit cum priuilegio regis. H. 12 Z. mit 6 L. Rand, Bl. 170, zu. I. Wie oben beschrieben. II. Ohne Simon's Adresse.

  2. Die Frau mit Früchten in zwei Körben, den einen auf dem Kopfe, den andern am Arme, vor zwei Männern gehend. Einer derselben sitzt am Wege, und lehnt sich an den Hü- gel, auf welchem der andere sitzt. Rechts ist ein Denk- mal unter Bäumen, und von da aus zieht sich durch die. ganze Breite eine Mauer hin. Auf dem Berge im Grunde liegt eine Stadt. Ohne Namen und andere Schrift. H. 13 Z.

25 — 28 Landschaften in die Höhe. Folge von 4 Blättern ohne Uumern. H. 13 Z. 1—3L. mit 3 i. Rand, Br. 10 Z. 2 —5 L.

  1. Der Mann im weiten Mantel auf dem Wege in Mitte des Blattes. Er spricht zu einem anderen Manne, der am Wege sitzt. In einiger Entfernung nach rechts sitzt ein jugend- licher Mann mit dem Stöcke neben seinem Bündel, und im Mittelgrunde links treibt der Hirt seine Heerde, Gegenüber ist ein Grabmahl von vier Bäumen umgeben. In der Ferne Landschaft mit Gebäuden und Bergen. Im Rande links: Francisque Pinxit, rechts: Simon excudit cum priuilegio re- gis. Die Ziffer 2 leicht geritzt. I. Wie oben. II. Mit Crepy's Adresse, statt jener von Simon.

  2. Der Mann mit dem grossen Stocke. Er sitzt in Mitte des Blattes und zu ihm spricht eine Frau mit Früchten im Korbe auf dem Kopfe. Neben ihm schläft ein anderer auf dem Bauche liegend. Die Ufer des Flusses sind mit Bäumen besetzt. Im Rande links: Francisque pinxit simon excudit cum privilegio regis, rechts: die Ziffer 2 verkehrt.

  1. Wie oben. 1l. Mit der Adresse von Crepy.
  1. Die Melancholische. Sie sitzt rechts vorn am Fusse eines Baumes, und am Wasserfalle gegen den Grund zu treibt der Hirt seine Heerde, Auf dem Berge, von welchem das Wasser abfällt, ist eine Stadt, Im Rande links: Francisque pinxit Simon excudit cum privilegio regis, rechts die Ziffer 5 verkehrt,

  2. Die Pferde an der Tränke. Der Fluss geht an den am Berge liegenden Häusern vorbei und zieht sich nach zweimaligem Falle rechts nach dem Vorgrunde. In Mitte des Blattes tränkt ein Mann seine zwei Pferde in demselben, ein zweiter reitet mit den seinen im Galopp davon. Links vorn sitzen zwei Frauen am Fusse des grossen Baumes, Im Rande links: Francisque pinxit, rechts: Simon exc. cum privilegio regis.

I. Wie oben. II. Mit Crepy's Adresse