Theodor Craanen, Philos. et Med. Dr.

Theodor Craanen, Philos. et Med. Dr., gest. von A. Bloote- ling, fol.

Assemblee des Etats generaux. Die Sitzung der Generalstaa- ten unter Prinz Wilhelm von Oranien, Gest. von A. Bosse, gr. u. fol.

Festin du Roi et son retablissiment, ou grand repas de Cere- monie. Gest. von P. Philippe, gr. qu. fol.

Das Bordell, mit zwei Figuren: ein Alter mit dem Geldsack vor dem Mädchen. In Schabkunst von P. Schenk, fol.

Eine ländliche Stube mit Bauern in Unterhaltung, geschabt von P. Schenk, fol.

La vieillesse amoureuse, Ein Alter ein Bauernmädchen lieb- kosend. Das Bild ehedem in der Sammlung des Grafen Burg- haus in Wien ., Gest. von C. Pechwill 1760, gr. fol.

Ein Mädchen mit Gemüse und Früchten, neben ihr ein Al- ter, der es liebkoset. Ein solches Blatt war in der Sammlung des Grafen Sternberg-Manderscheid, ein kräftiger Aetzdruck, vielleicht von Feigl oder Brand in Wien, gr. fol.

Gruppe von drei Musikern in der Bauernstube, im Grunde Bauern beim Kruge. Toorenvliet pinx. Ohne Namen des Stechers wahrscheinlich Schenk. Gutes Schabkunstblatt, gr. 8.

Der alte Deutsche und seine Frau, zwei Blätter mit halben Figuren von J. Feigl, nach den Bildern im Cabinet Hauer zu Wien in schwarzer Manier gestochen, kl. fol.

Ein junger Mann mit dem Willkomm, gest. von A. Bloote- ling, kl. fol.

Ein junger Mann mit dem Buche, gestochen von demselben, fol.

Ein Soldat , der ein Mädchen liebkoset, dem sie ihr Bildniss

im Medaillon zeigt, in Schabkunst von P. Schenk, kl. fol.

Das Frühstück. Büste einer Frau im Fenster mit dem Brod an der Hand. Nach dem Bilde aus der Sammlung des Capellmei- gters Routher in Wien, gest. von F. Brand, kl. fol.

Ein Herr und eine Dame in zärtlicher Unterredung. In Schwarz- kunst von P. Schenk, gr. fol.

INVagler's Künstler - Lex. Bd. XV, 36

Eigenhändige Blätter.

Toorenvliet hat auch in Kupfer geradirt und Versuche in schwar- zer Manier hinterlassen. Seine Blätter sind selten und stehen in hohen Preisen. Fast gänzlich unbekannt sind seine höchst geist- reich geradirten drei Blätter mit Hunden. Es findet sich in fürst- lichen und öffentlichen Cabinetten kaum das eine oder das andere dieser Blätter. Alle drei Blätter besass in letzter Zeit R. Weigel in Leipzig, der sie im Kunstkataloge Nr. 11668 beschreibt.

  1. Kopf eines Mannes mit Bart und Hut, im Profil nach rechts. (Das Bildniss des Meisters) Jacobus Toorenvliet qui fecit, humillime donat ac dedicat D. Abramo ejus pe- renti plurimum colendo pro Anno novo 1607. In schwar zer Manier, H. 6 Z. 3 L., Br. 5 Z. 1 L. Sehr selten. Bei Weigel 5 Thl.;

  2. Theodor Craanen. J. Toornvliet delineavit, Ausdrucksvoll- er Kopf, aber nicht so gediegen im Machwerk, wie das obige Blatt. In schwarzer Manier, H. 10 Z. 8 L., Br. 9 Z.

  3. Der heil. Jakob, mit Toorenvliet's Namen bezeichnet. Ein Schwärzkunstblatt mit dieser Darstellung finden wir dem Künstler selbst zugeschrieben. Brulliot, welcher es nie zu Gesicht bekam, glaubt eher den A. Blooteling als Ste- cher nehmen zu dürfen.

Geraderte Blätter,

  1. Ein kurzhaariger Hund sitzend und gegen links gewendet, mit Halsband und Ring. Etwas in C. Saftleven's Manier. Unten rechts das Zeichen J. T. S. H. 32 Z. 54 L., Br. 2 Z. 3/4 L.

  2. Ein langhaariger, schwarzgefleckter Hund, sitzend gegen links, den Kopf nach vorn und mehr nach rechts gewen- det. Rechts bemerkt man ein Baufragment, und links un- ten das Zeichen des Meisters, J. T. verschlungen. Dieses wunderschöne Blättchen ist in der Manier von J. B. Wee- nix geradirt, und dasjenige, welches Brulliot I, 2723. be- schreibt, mit der Bemerkung, dass er nicht zu entschei- den wage, ob die Erklärung des Monogramms Glauber verdiene. Er sagt auch, dass sich im Hintergründe des Blattes eine Windmühle zeige. H. 3 Z. 8 L., Br. 2 Z. 5 L.

  3. Ein langhaariger Hund stehend gegen links gewendet, mit Halsriemen. Der leicht angedeutete Mittel- und Hinterrücken und zeigt bergiges Erdreich mit Gebüsch und Gebäuden. Unten rechts verschlungen J. T. als Monogramm des Mei- sters. H. 3 Z. 2 L., Br. 3 Z. 11/14 L.