Thelott, Carl, Maler, geb. zu Düsseldorf , war der Sohn des Kupferstechers Ernst Carl Thelott, und wurde von diesem in den Anfangsgründen der Kunst unterrichtet, bis er 1814 sich nach München begab, um unter Langer seine höheren Studien zu be- ginnen. Er schloss der Historienmalerei sich zu widmen, und entwarf zu diesem Zwecke schon einige Compositionen, welche grosse Hoffnungen erregten, zog aber zuletzt die Bildniss- malerei vor. Er malte schon als Zögling der Akademie in Mün- chen viele Porträts , welche sich durch grosse Aehnlichkeit und solide Behandlung auszeichnen. Hierauf besuchte der Künstler einige Städte Deutschlands, wo er überall Bildnisse von hohen und fürstlichen Personen malte. Bei seiner Rückkehr nach Mün- chen wurden ihm gleiche Aufträge zu Theil, und der Künstler war auf dem Wege zu grosser Vollkommenheit, als ihn 1830 zu Augsburg in der Blüthe der Jahre der Tod überraschte.
Thelott lithographirte das Bildniss des Grafen Carl von Pap- penheim, Brustbild mit Tonplatte, s. gr. fol.