The friendly Invitation, kleine Landschaft, Th. Major sc.
Landschaft mit Bauern am Tische vor der Schenke. Th. Ma- jor sc., qu. fol.
Ansicht eines Dorfes mit einer Früchtenhändlerin, L. M. sc., qu. fol.
Vue de Malmaison. R. Trading sc., qu. fol.
La naissante Aurore, Chedel sc., qu. fol.
Eine Marine mit Stürm. Links rettet sich Mannschaft, indem sie einen Berg ersteigt. J. L. Kraft sc. 1762 a Bruxelles , qu. fol.
Le 2e. hameau de Flandre. Schöne Landschaft in van Uden's Charakter, in der Ferne ein Kirchthurm, links fünf Bauern. J. le Veau sc., gr. qu. fol.
Hameau de Flandre. F. Basan exc., gr. qu. fol.
Première et deuxième paysage flamand. L. P. Surugue sculp. 1745, qu. fol.
Première et seconde vue de Flandre. J. L. Kraft sc., fol.
I. Paysage flamand. P. L. Surugue sc., qu. fol.
L'arc en ciel. II. Vue de Flandre. Links Bäume, rechts
vorn zwei Bauern. Le Bas sc. (Cab. La Rogue), qu. fol.
Nagler's Künstler - Lex. Bd. XVII., 15
La Moisson ou III. Vue de Flandre, Im Vorgrunde Schnit- ter beim Mahl, Gruppe von 7 Figuren, Le Bas sc. (Cab. Lı) Jeu de boule ou IV. Vue de Flandre. Rechts eine Gruppe von Kegelspielern. Le Bas sc., gr. qu. fol. V. Vue de Flandre, Links Hochgebirg, rechts 6 Bauern vor der Schenke. J. Ph. le Bas sc., (Museum zu Brüssel), gr. qu. fol. VI. Vue de Flandre, Landschaft mit Regen und Figuren, Le Bas sc., qu. 4. VII. Vue de Flandre. Landschaft mit Mondlicht und mit Figuren. Le Bas sc., qu. 4. VIII. Vue de Flandre. Schöne Landschaft mit weiter Ferne, rechts ein Wirthshaus, vorn ein Brunnen, J. P. le Bas sc., gr. qu. fol. Blanchisserie. IX. Vue de Flandre. Inneres eines flämischen Dorfes mit einer Bleiche, rechts am Baume Frauen beim Essen. J. P. le Bas sc. (Gall. in Dresden), s. gr. roy.-qu. fol.
Vue d'Anvers ou X. vue de Flandre. Rechts an der Linde das Wirthshaus mit zechenden und fröhlichen Bauern, und in der Ferne Antwerpen. J. P. le Bas sc. (Gall. in Dresden), s. gr. roy. qu. fol. XI. Vue de Flandre. Feradin sc., gr. qu. fol.
Les pecheurs flamands. Gruppe von fünf Figuren an der Seeküste. J. P. le Bas sc. (Cab. Vence), gr. qu. fol.
Les pecheurs. Drei Fischer, einer im Kahn, zwei im Wasser. J. P. le Bas sc. (Cab. Vence), fol.
La Pêche. Fünf Fischer an der Seeküste. J. P. le Bas sc., kl. qu. fol.
La Vente de la pêche. Links Teniers Schloss mit drei Thüren. J. P. le Bas sc., kl. qu. fol.
Les marchands des poissons. Gruppe von Fischern und Rindern am Flusse. Martini et le Bas sc. 1772. (Cabinet Praslin), fol.
Die Barbierstube, J. Teniers in. et Excud. Cum Privilegio. Coryn Boel fec. | La Barbierstube von Affen und Katzen, lithographirt von J. A. Knoll, qu. fol. Die Affenbarbierstube, witzige und lebendige Composition. Coryn Boel fec. Teniers exc., qu. fol. Die Barbierstube der Affen. Gest. von F. Bretschneider, (Museum in Braunschweig), qu. fol. Das Katzen- und Affenconcert. Coryn Boel fec. D. Teniers exc., qu. fol. Nach der Angabe im Rigal'schen Cataloge hat Coryn Boel 7 Blätter mit Affendarstellungen gestochen. Auf dem Titel sieht man zwei Affen bei einer Sphäre, und andere überlassen sich ihrer Lust. Unter der Sphäre: Franc. Vanden Wyngaerde exc. H. 5½ L., Br. 5 Z. 3—4 L. Die anderen Blätter sind links unten bezeichnet: D. Teniers In. et Excud. Cum Privilegio. Coryn Boel fec. Le plaisir des Dames. Der Affe als Barbier mit der Spirituslampe. F. Basan exc., kl. fol. Le plaisir des fous. Ein Affe als Alchymist vor dem Ofen. Das Gegenstück. Les hommes en miniature. Affen im Wirthshause rauchend, trinkend und spielend. P. Chenu sc. et exc., gr. qu. 8.
Affen in verschiedener Verrichtung. Ohne Namen des Ste- chers, unten vier holländische Verse. Auf einigen Abdrücken steht M. Pool exc., gr. qu. fol.
La Singerie, Spielende Affen, Moncornet exc., gr. qu. fol.
Le concert miaulique. F. Basan sc., gr. fol.
Divertissement flamand, Eine Gruppe von Affen. Math. Pool exc. Amst., gr. qu. fol.
Ein stehender und ein liegender Windhund, nach links. Ra- dirt von F. van Reysshoot, kl. qu. fol.
Zwei ähnliche Hunde, nach rechts, Id fec., kl. qu. fol.
Ein Jäger mit drei Hunden, dabei ein Bauer mit dem Stock 18, — 50 — ;
Eigenhändige Radirungen der beiden D. Teniers.
Es ist zwar Thatsache, dass beide David Teniers in Kupfer radirt haben, aber der Beweis der Originalität der Blätter dürfte schwer zu führen seyn; denn C. Boel und F. van den Wyngaerde haben täuschend ihre Blätter copirt und nach Zeichnungen der Meister geätzt. Ihre Copien tragen auch gewöhnlich die Aufschrif- ten der Originale, welche, so wie die Copien, in Wyngaerde's Verlag erschienen. Letzterer dürfte nach Weigel (Kunstkatalog Nr. 15120) den beiden Teniers beim Aetzen ihrer Originalplatten zur Hand gewesen seyn, und dann scheinen bei späteren Drucken die Originalplatten mehrfache Ueberarbeitungen von fremder Hand erfahren zu haben. Die Scheidung der Blätter des älteren und jüngeren Teniers ist wohl nicht unmöglich, aber mit Schwierig- keit verbunden. Unzweifelhaft sind indessen nur wenige von Blät- tern, welche ihnen zugeschrieben werden. Beim Vergleich mit Ori- ginalzeichnungen stellt sich die Echtheit am sichersten heraus; denn Originalradirungen sind Nachahmungen solcher Zeichnungen. Die meisten zählt der Rigal'sche Catalog auf, verwechselt aber mehr- fach Originale mit Nachahmungen von Boel und Wyngaerde, und führt einige Male nur Copien an, wie R. Weigel behauptet. Allein nur in wenigen Fällen sind Berichtigungen erfolgt, und somit ist das Verzeichniss der Blätter Teniers' noch immer nicht genau. Die Meirzahl dieser Blätter ist mit einem Monogramm bezeichnet, welches den Buchstaben T im D enthält, zuweilen mit beige- fügtem F. Die nachfolgenden Nrs. sind jene des Catalog Rigal, mit Zusätzen und einigen Berichtigungen. Die Nummern in diesem Ca- taloge reichen aber nur von 1 — 40.
- Ein flamändischer Tanz im Hofe einer Schenke. Gegen die Mitte zu tanzt ein Bauernpaar, und der Dudelsackpfeiter steht auf dem Fasse, welches nach rechts am Hause steht. Der grössere Theil der fröhlichen Gesellschaft ist am langen Tische links an der Wand. Rechts vorn sitzt ein Bauer auf dem Zuber, und lehnt sich schlafend an das Fass, und daneben steht ein Mann mit dem Glase in der Hand. Com- position von 34 Figuren. Am Boden steht: D. Teniers Fec., und fast in der Mitte: Abraham Teniers excudit. H. 7 Z.
Dieses treffliche und seltene Blatt ist sicher Original, und vielleicht Hauptwerk dieser Art.
- Vor den Linien am Himmel, und vor der Retouche mit dem Grabstichel. Äusserst selten.
2–5) Bauernscenen, nach dem Catalog Régal eine Folge von 4 Blättern, ohne Namen und Nummern. Es kommen aber auch Abdrücke, mit der Schrift vor, wie wir Nr. 3 und 5 bemerken, und zwar nach der Angabe im Cataloge der Sammlung des Baron v. Rumohr. H. 2 Z. 8–9 L., Br. 2 Z. 1 L.
- Ein auf dem Zuber sitzender Raucher mit Krug und Pfeife,
wie er den rechten Ellbogen auf den Tisch lehnt, auf wel- chen sich auch ein Bauer stützt. Dieser blickt nach dem
Weibe in der Thür des Zimmers.
- Zwei Raucher am Kamin, der eine sitzend, der andere links
stehend. D. T. in exc. c. priv. Sehr selten.
- Der auf einer Bank vor dem Feuer sitzende Bauer, wie er Rauch aus dem Munde bläst. Hinter ihm ist ein Pfeifender,
- Der auf einer kleinen Bank sitzende Bauer die Zither spie- lend. Links hinter ihm sitzt ein altes Weib mit einem Pa- pier in der Linken, Gegenüber steht ein Fass und ein Krug., D. T. in et ex. c. priv. Sehr selten.
6–9) Figuren von Pilgern, seltene Folge von 4 Blättern ohne
Nummern. Diese Zahl bestimmt der Régal'sche Catalog, wir
finden aber in einem Auctions-Catalog noch ein fünftes
Blatt angegeben, doch ohne nähere Beschreibung. Auch
in Weigel's Kunstkatalog Nr. 12298 sind 5 Blätter gezählt.
Ein stehender Pilger ohne Hut, mit Stock und Rosenkranz nach links gewendet. Links das Monogramm,
Ein stehender Pilger mit der Kirbisflasche am Gürtel, mit
Stock und Hut in der Hand, nach links gerichtet. Rechts
das Monogramm. 8) Ein stehender Pilger ohne Hut, Rosenkranz und Kirbisfla-
sche am Gürtel, und mit dem Stocke in der Hand nach
rechts gerichtet. Links das Monogramm. 9) Ein stehender Pilger mit dem Hute, wie er Stock und Ro-
senkranz in beiden Händen hält, nach rechts gewendet.
Rechts das Monogramm,
- Halbe Figur eines bärtigen Alten in 3 Ansicht nach rechts. Er trägt einen Hut mit schmalem Rande, einen mit Pelz ver- brämten Rock und steckt die Hände in die Ärmel. In der Nische des Grundes ist eine Sanduhr und eine Art Fla-
sche. D. T. F. H. 6 Z. 3 L., Br. 4 Z.
. Dieses schöne und sehr seltene Blättchen ist in Livens' und Vliet's Charakter radirt, aber theilweise von anderer Hand vollendet. Wir finden es auf 4 Gulden gewerthet.
- Die Versuchung des heil. Anton. Er sitzt mit dem Buche auf den Knieen in einer Art Grotte nach rechts gewendet, und umschwärmende Teufelsgestalten suchen ihn von der Andacht abzuhalten. Links unten, wo der Teufel mit dem
Rosenkranz sitzt, ist das Zeichen D. T. H. 5 Z. 2 L., Br. 4 Z. 4 L.
So bestimmt der Verfasser des Régal'schen Cataloges das
Blatt. Brulliot (v. Aretin'scher Catalog Nr. 4086) sagt aber, [ dass der Teufel mit dem | Rosenkranz, so dass das eine oder das andere Blatt Copie
das Monogramm stehe rechts unten.
- Der auf einer hölzernen Bank sitzende Bauer mit der Geige. Links im Grunde sieht man drei Bauern vor dem Kamine und vorn steht: D. T. in., et excud. cum priuilegio. H, 2 Z. 7 L, Br. 3 Z. 10 L.
Die gute Copie ist von der Gegenseite; die Bauern am
Kamine rechts.
Ein Bauer mit dem Glase am Tische schlingt den rechten Arm um den Hals eines Weibes. In der Nische im Grunde ist eine Bouteille und eine Flasche. Unten am Tische, auf welchem die Frau sitzt, ist das Zeichen D.T. H. 4Z. 60L., Br. 6 Z. 5 L.
Der Fleischhauer. Das Innere einer Küche mit einem an Stricken aufgehängten Ochsen. Der Bauer steht neben dem Weibe, welches am Kamin den Topf am Haken hängt. Fässer, Utensilien und Gemüse nimmt rechts vorn den Raum ein. Rechts oben im Grunde: D. T. invent. und unter den Flaschen undeutlich die Jahrzahl 1650. H. 52Z. 5L., Br. 7 Z. 5 L.
I. Ätzdruck vor dem Zeichen, aber mit der Jahrzahl 1650, verkehrt geschrieben. Sehr selten.
II. Wie oben bezeichnet, und mit dem Grabstichel über- gangen.
15—19) Die fünf Sinne des Menschen. Folge von 5 Blättern mit halben Figuren ohne Nummern. H. 2 Z. 4 L., Br. 1 Z. 11 L. — 222
Die Copien dieser Folge sind von der Gegenseite.
La Vue. Ein Bauer mit dem Hute, welcher rechts in den Spiegel blickt. Am Rahmen des Spiegels das Zeichen.
L'Ouie. Ein alter Hirt in blossem Äopfe mit der Pfeife. Rechts oben das Zeichen.
L'Odorat. Ein junges Mädchen mit Locken nach rechts, den Blumenstrauß in der Hand haltend. Rechts oben das Zeichen.
Le Toucher. Ein Bauer mit dem Messer, wie er den Schmerz ausdrückt, welchen er von der Wunde an einem Finger der linken Hand fühlt. Rechts oben das Monogramm.
Le Gout. Ein bärtiger Älter in blossem Kopfe, mit dem Glase in der Hand nach links. Rechts oben das Zeichen.
Eine Stube mit zwei Kartenspielern am Tische neben einem trinkenden Bauer, hinter welchem zwei rauchende Bauern stehen. Links im Grunde sitzt ein Mann auf der Bank vor dem Kamin, und neben ihm steht ein anderer mit dem Glase in der Hand. An der Kiste, auf welcher einer der Spieler sitzt, stehen die Buchstaben D. T.
Dieses Blatt wird von einigen dem C. Boel, von anderen dem F. v. d. Wyngaerde beigelegt. Es ist in Visscher's Ma- nier radirt. H. 5 Z. 6 L., Br. 7 Z. 11 L.
II. Vor den Buchstaben D. T.
II. Mit denselben, und etwas übergangen, so dasss der angenehme Ton der früheren Abdrücke vermisst wird.
21—24) Folge von 4 Bauernscenen, ohne Numern. H. 3 Z. 9—10 L., Br. 4 Z. 11 L. — 5 Z. 2 L.
Die Kugelspieler. Dieses Blatt lässt der Catalogue Royal un- beschrieben.
Ein Rundtanz von zwei Paaren. Der Dudelsackpfeifer sitzt rechts auf einem Fasse, und daneben ist ein Bauer mit einer Feder auf dem Hute. Hinter den Tänzern erheben sich zwei | Hütten, und links vorn steht eine Bank. Links an der Te- | Terrasse: D. Teniers in et excud, cum priuilegio,
Dieses treffliche Blättchen gehört zu den wenigen ächten Arbeiten des Meisters, man muss es aber von der Copie des C. Boel zu unterscheiden wissen. Es ist ganz im Cha- rakter der Originalradirungen Teniers' radiert,
R. Weigel werthet es auf 8 Thl.
Ein sitzender alter Bauer mit zwei vor ihm stehenden Bauern in Unterhaltung. Links geht ein Mann nach dem Dorfe | zu. Im Rande: D. Teniers in et excud. cum privilegio. |
Eine Alte, zwei Bauern und eine Bäuerin mit dem Kinde auf dem Schoosse am Feuer, welches in der Nähe einer grossen Hütte brennt. Letztere erhebt sich rechts in der | Landschaft; vom Monde beleuchtet. Im Rande nach links | unten: D. Teniers in et excud. cum priuilegio, |
25–31) Figuren von Bauern und Bäuerinnen, 7 Blätter. Nach | der Angabe im Rigal'schen Cataloge gehören einige dersel- | ben dem C. Boel an, andere sind Copien nach diesem. Wahrscheinlich sind Originalradirungen von Teniers vir
- Ein stehender Bauer mit breitkrämpigem Hute, auf den Stock gestützt, wie er nach der Schüssel mit Eiern rechts auf der Bank blickt. Unten links: D. Teniers I, et exc cum priuilegio,
I. Aetzdruck, ohne Ueberarbeitung mit dem Stichel, Sehr selten.
II. Vollendete Arbeit in Callot's Manier, vielleicht von | Th. v. Kessel,
Ein stehender Bauer mit dem Hute in der Rechten, und | dem Besen in der andern. Unten steht: D. Teniers in. et | excud. cum privilegio. |
Ein alter Mann mit einer Hand, wie er den Hund aufwor- ten lässt. Links neben der Bank, auf welcher er sitzt; | ruht ein Hund. Links oben: D. Teniers in. et excud. cum .
priuilegio. |
- Ein stehender alter Bauer mit dem Dudelsack. Zu seiner | Linken steht ein Krug auf dem Fasse. Unten steht: D.; Teniers in. et excud. cum priuilegio. |
I. Reine Aetzdrücke, Sehr selten. II. Mit dem Stichel in Callot's Manier vollendet, viel- leicht von Th. v. Kessel.
- Zwei Bauern nach links gerichtet, der eine stehend mit einer Angelruthe, der andere schreitend mit der Ruthe auf | der Achsel. Unten: D. Teniers in. et excud. cum privilegio.
I. Reine Aetzdrücke, Sehr selten. II. Mit dem Stichel in Callot's Manier vollendet.
Der Bauer mit der Flöte, nach dem Bilde aus dem Cabinet Poullain. D. Teniers in. et exc. cum priuilegio.
Eine Alte mit dem Rosenkranz. D. Teniers in. et exc. cum priuilegio.
Ein Bauer mit der Pelzmütze, mit dem Glase in der Hand, links am Tische, auf welchem der Krug steht. Halbe F'
33 = 30) Hirtenscenen, vier Blätter, im Catalog Rigal beschrie- ben, aber nicht als Originalradirungen, deren aber vorhan- den seyn dürften, wie das Blatt Nr. 34 zu beweisen scheint, da der genannte Catalog von der Adresse desselben nichts weiss. Die Blätter, welche da verzeichnet werden, geben sich als Copien aus dem Verlage van Wyngaerde's kund, denn am Boden dieser Blätter ist ein aus J S. bestehendes Monogramm mit dem Buchstaben F. Am Himmel oder am Rande liest man: D. Teniers inv. et F. V. W. ex., oder ärag. Van Wyngaerde ex. H. 3 Z. 1—3 L., Br. 3 Z.
9 Un z.
Ein tanzendes Bauernpaar zur Musik des Dudelsackes und der Pfeife zweier Bauern, welche rechts vorn in der Land- schaft stehen. Neben den Tänzern sitzt ein Bauer an der Seite eines jungen Weibes, und hinter ihnen sind zwei Bau- ern vor der Hütte, wo man ein altes Weib bemerkt. Bei Weigel 3 Thl.
Die drei Bauern im Gespräch, links ein vierter nach dem Hause laufend. Das Dorf rechts in einer Landschaft. D. Teniers inv. et exc. c. privil. Die Nadelarbeit ist bestimmt von Teniers, C. Bocq scheint aber die Platte mit dem Sti- chel übergangen zu haben,
Ein Bauer vor einem Weibe mit dem Kinde, welches in der Hausthüre steht. Links in einiger Entfernung an der mit Bäumen besetzten Anhöhe sieht man andere Bauern.
Drei Bauern in Unterhaltung, der eine auf dem Boden si- tzend, die anderen stehend auf ihre Stöcke gelehnt. Rechts geht ein Bauer in den Hof des Hauses, in dessen oberem Fenster man ein Weib bemerkt.
37.–40) Ländliche Scenen, 4 Blätter ohne Numern, nach der Angabe im Rigal'schen Catalog von F. v. d. Wyngaerde; allein wahrscheinlich nur von ihm retouchirt. Die ersten Abdrücke haben die Adresse dieses Meisters nicht, nur die späteren, welche einzelne Ueberarbeitungen mit dem Stichel zeigen. H. 5 Z. 2–4 L., Br. 90 Z. 3–5 L.
- Die Scheibenschützen, Composition von 8 Figuren. Links sind zwei Hütten, im Grunde von der Mitte nach rechts hin breitet sich ein Wald aus, an welchem man ein Dorf sieht. Rechts unter der Gruppe der drei Schützen: D. Te- niers inv., et excud. priuilegio.
I. Mit obiger Adresse, sehr selten.
II. Mit der Adresse von F. v. d. Wyngaerde, bei Weigel 35 Thl.
- Die Kegelspieler bei dem Wirthshause zur Linken, Com- position von zehn Figuren, Hinter den Spielern geht eine Bäuerin in die Schenke, und fast in Mitte des Vorgrundes sitzt ein Bauer auf der Bank vom Rücken gesehen. Dane- ben steht: D. Teniers inv. et ex. priuilegio.
I. Mit dieser Adresse, und eines der vorzüglichsten Blätter des Meisters.
II. Mit der Adresse van Wyngaerde's. Bei Weigel 3 Thl.
- Der Bauer und die Bäuerin beim Trunke in Unterhaltung an der Thür des Hauses. Links in der Landschaft. Ein
Knabe und ein Mädchen tanzen, und rechts vor der Bank ist der Dudelsackpfeifer. Composition von neun Figuren, Nach rechts hin breitet sich das Dorf aus. D. Teniers in. et ex. privilegio. Die Abdrücke wie oben. 40) Die fünf Trinker vor der Schenke um das Fass geschart. Rechts tritt die Frau aus der Thüre des Hofes mit der Schüs- sel und dem Kruge. Links zeigt sich Landschaft mit Hü- geln und Bäumen, und neben der Hütte ist ein Schlagbaum. Rechts vorn stehen Krüge, eine Bank und ein Zuber. D. Teniers in. et excud. cum privilegio. Eines der Hauptblät- ter des Meisters. Bei Weigel 3 Thl. I. Mit obiger Adresse. Sehr selten. II. Mit der Adresse: Franc. v. Wyn. exe. Bei Weigel 3 Thl. Die Copie ist von der Gegenseite.
Der Hexensabat. Links sitzen zwei Weiber vor dem Ti- sche im Zauberkreise, umgeben von verschiedenen Unge- heuern. Rechts sieht man Hexen am Schornsteine. Unten links am Gesims, wo das Geripp eines Thierkopfes ist, steht kaum lesbar: D. Teniers. Höchst geistreich radirtes und seltenes Blatt. H. 8 Z. 6 L., Br. 10 %. 5 L.
Eine im Buche lesende Alte, halbe Figur ohne Zeichen. Dieses schöne und seltene Blatt finden wir als Original angegeben, aber nicht genauer beschrieben. H. 2 Z. 9 L. Br. 2 Z. 8 L.
Der verwundete Bauer, sitzend nach rechts gewendet, wie er mit der linken Hand das Pflaster von der Hand nimmt, und in Miene und Haltung Schmerz ausdrückt. Oben im Grunde links das T in D und F verkehrt. Nach R. Wei- gel unbezweifelt von Teniers jun. Im Museum zu Amster- dam ist das Gemälde, H. 4 Z. 1 L., Br. 3 Z., 5 L. Bei Weigel 9 Thl.
Ein junger Bauer, mit der Rechten das Glas und mit der anderen den Krug erhebend. Ohne Zeichen, 8.
Der Angler, nach rechts gehend. Unten das aus den Buch- staben D. T. F. bestehende Monogramm, Seltenes Blätt- chen, schmal qu. 12.
Halbfigur eines grinzend lachenden Bauers, mit schiefer Mü- tze und aufgelegtem Arm. Er blickt nach rechts. Oben links das Zeichen D T und F verschlungen. H. 3 Z. 6 L.
Br. 2 Z.
Dieses Blatt könnte von Teniers radirt seyn, die kräf- tige Grabstichelarbeit erinnert aber hier und da an C. Boel.
Ein allenfalls vorkommender Aetzdruck würde entscheidend seyN.
- Ein Bauer mit der Pfeife sitzend nach links. Unten ebenda D. T. in., qu. 12.
Eine solche Darstellung hat Teniers wahrscheinlich selbst radirt; Es gibt auch eine gegenseitige Copie.
Brustbild eines alten Bauers mit Bart und Mütze im Profil gegen rechts. Oben links das Zeichen D T, mit F. ver- schlungen, 8. n
Ein alter Bettler mit Krücken, im Schritte nach vorn. Wenn nicht von Teniers doch in seiner Manier, Ohne Zei- chen. H. 3 Z. 5 L., Br. 2 Z. 0 L.
Eine Frau mit einer Blume, halbe Figur, H.3 Z2. 5 L., r. 2 Z. 1
Ein gehender Bauer mit einem Fische auf der Schulter, 12.
Landschaft mit einem Weibe, welches nach rechts vorn am Baumstamme sitzt. In der Mitte spricht ein Mann mit ei- nem Weibe, und links im Grunde liegt ein Dorf auf der Anhöhe, Mit dem Zeichen des Künstlers, kl. 4,
Schwarzkunstblätter.
Es gibt auch Schwarzkunstblätter mit dem Namen Teniers; allein es findet sich kein historischer Nachweis, dass die Schab- kunst von ihm geübt wurde. Sie sind mit Verstand und Gefühl, durchhin in einer eigenthümlichen Weise behandelt, und eines Teniers würdig.
Bauern in einer Stube. Vorn sitzt ein rauchender Bauer, rechts pisst ein solcher und links im Hintergrunde spielen drei Bauern Karten, während ein anderer raucht. Im Un- terrande steht: Pour chasser ma melancholie, je veux fumer toute ma vie, Links: Teniers fecit. R. Weigel (Kunstka- talog Nr. 5083) beschreibt ein Exemplar, welches rechts hand- schriftlich bezeichnet ist: Voogd Sculpsit Anvers. Dieser Voogd ist in der Kunstgeschichte unbekannt. H. 92Z. }+L., Br. 0 Z. 5 L. Sehr selten.
Ein Weib mit einem Kessel, im Grunde drei Bauern. Im Unterrande steht in zwei Zeilen: Si j'ecure proprement ces chaudrons, c'est pour plaire aux bons garcons. Dann liest man wie oben: Teniers fecit, fol.
Dieses Blatt, wie das obige, erwähnt Graf Laborde in der Histoire de la gravure en maniere noire, p. 257.