Terburg, Gerhard

Terburg, Gerhard, auch G. Ter Borch oder G. T. Borch geschrie- ben, Maler, stammte aus einer alten und angesehenen Familie in Zwoll, und auch sein Vater (Heinrich?) war ein geschickter Künst- ler, der mehrere Jahre in Rom die Malerei übte, aber nach sei- nen Werken unbekannt zu seyn scheint. Dieser ertheilte unserm Gerhard wahrscheinlich den ersten Unterricht, denn man weiss nur, dass ein Anonymus in Haarlem sein zweiter Meister war, dem er aber wenig verdankte; denn Terburg war zu jener Zeit schon ein tüchtiger Künstler, dessen Arbeiten grossen Beifall fanden. Hierauf trat er eine Reise nach Deutschland und nach Italien an, um in Rom weitere Studien zu machen; allein die rö- mische Schule übte keinen Einfluss auf ihn, und er bewahrte fort- an seine Eigenthümlichkeit. Im Jahre 1648 finden wir ihn in Mün- ster, wo damals eine grosse Anzahl von Gesandten versammelt war, deren er viele nach dem Leben malte, so wie denn Terburg selbst mit einem gewissen Glanze auftrat. Zuletzt stellte er die- selben in einem einzelnen Gemälde dar, welches unter dem Namen des westphälischen Friedenschlusses bekannt ist, aber nur die in

Von Münster befand sich der Künstler auf Veranlassung des spanischen Bevollmächtigten, Grafen Pignatelli, nach Madrid , wo ihn der König und alle Grossen des Reiches auszeichneten. Er- sterer ernannte ihn zum Ritter , und mehrere Damen erkoren ihn im Geheim zum Geliebten, da Terburg sie nicht nur in gefälligen Bildern darstellte, sondern selbst ein Mann von grosser männlicher Schönheit war. Die Eifersucht, welche er erregte, zwang ihn zuletzt zur Flucht aus Madrid. Jetzt ging der Künstler nach Lon- don, wo er ebenfalls viele Bildnisse malte, und grosse Summen erwarb. Eben so glücklich war er in Paris, so dass er nach seiner Rückkehr ins Vaterland zu Deventer auf vornehmem Fusse sich einrichtete. Er wurde Bürgermeister der Stadt, und malte jetzt Conversationsstücke, welche gegenwärtig zu den Zierden der Gal- lerien gehören. Terburg ist als der eigentliche Schöpfer der so- genannten Conversations-Malerei zu betrachten, und zugleich der vorzüglichste Meister der Gattung. Er bewegte sich gewöhnlich nur in einem engen Kreise, aber mit solcher Einheit und Grazie, dass seine Bilder einen höchst angenehmen Eindruck verursachen. Häufig erscheint eine Blondine in weißem Atlaskleide und in gelb- oder roths eidener, mit Hermelin verbrämter Jacke. Sie spielt ent- weder die Theorbe, oder der Musikmeister ertheilt ihr Unterricht im Gesang und Spiel. Ein anderes Mal ist sie in Begleitung eines Offiziers oder eines anderen Herrn. Zuweilen bringt ein Trom- peter Depeschen oder Liebesbriefe. Selbst viele seiner Portraits sind als höhere Genrebilder zu betrachten, da die Umgebung der dargestellten Person und die allgemeine Auffassung diesen Begriff zulässt. In das Leben der niederen Stände ging Terburg nur sel- ten ein. Seine immer wohlgezeichneten Personen haben etwas un- gemein Anständiges und sind oft selbst sehr graziös in ihren Be- wegungen. An Delicatesse der Ausführung steht er keinem seiner Zeitgenossen nach, und in einem gewissen zarten Schmelz über- trifft er alle. Keiner ist ihm aber im Zauber der Harmonie im Silberton, in der Beobachtung der Luftperspektive durch die fein- ste Abstufung zu vergleichen. Die Bilder dieses Meisters sind da- her im Preise sehr gestiegen. So galt ein berühmtes, jetzt in der Sammlung des Sir R. Peel in London befindliches Bild, welches ein Mädchen im Atlaskleide vorstellt, wie es am Tische sitzend die Theorbe spielt, während gegenüber der Musikmeister singend den Takt gibt. 1767 in der Auktion Julienne 2800 Frs., bei Herzog von Choiseul (1772) 3000 Frs., bei Prinz von Conti (1774) 4806 Frs.,

1808, 13000 Frs., bei von Sereville 1812, 15000 Frs., bei Fürst Galitzin 1825, 24300 Frs., und der jetzige Besitzer bezahlte 6000 Rthl. Terburg starb zu Deventer 1681 im 71. oder 73. Jahre. G. Dow, Mieris und Netscher verehrten ihn als ihren Meister. M. Sweerts hat sein Bildniß radirt, wobei wir auf Nr. 2 des Werkes dieses Meisters verweisen. Auch A. Bartsch hat es radirt. Ferner kommt das Bildniß Terburgs bei C. Weyerman, Houbraken, d'Ar- genville und Descamps vor. Ein eigenhändiges Gemälde ist im Museum im Haag.

Gemälde und Zeichnungen dieses Meisters.

Die vorzüglichsten Bilder dieses Meisters sind jetzt größtent- theils in ständigen Gallerien. Die wenigen findet man in seinem Vaterlande. Auch Zeichnungen finden sich von diesem Meister. Sie sind mit rother und schwarzer Kreide ausgeführt, weiss ge- höht oder mit Tusch vollendet. Andere sind mit der Feder ent- worfen und aquarellirt. Ein Verzeichniss solcher Zeichnungen können wir nicht geben. Einige sind in R. Weigels Kunstkata- log angezeigt. Eine größere Anzahl sind im Cataloge der Samm- lung des B. v. Rumohr Nr. 750 — 777 beschrieben.

Im Museum zu Amsterdam ist das Bild der Friedensbe- schwörung in Münster (Kizze?), dessen wir schon oben im Leben des Meisters erwähnt haben. Ein zweites Bild ist unter dem Namen der väterlichen Ermahnung bekannt, ähnlich dem Gemälde im Mu- seum zu Berlin, aber mit einem Hunde, ehedem in Lormiers Sammlung.

Das Museum im Haag bewahrt das eigenhändige Bildniß des Meisters, in der Tracht eines Bürgermeisters. Ein anderes Gemälde stellt einen Offizier dar, wie er einer Dame den Brief vorliest, welchen ein Trompeter gebracht.

Einige der schönsten Bilder Terburgs findet man jetzt in Eng- land, theilweise aus holländischen Sammlungen stammend. Wa- agen gibt in seinem Werke über Kunstwerke und Künstler Englands Rachricht darüber, was um so interessanter ist, da man über die Kunstschätze jenes Landes lange keine genügende Auskunft hätte.

In der Sammlung im Staffordhouse zu London ist ein Bild jener beliebten Blondine im weißen Atlasskleide, wie ihr ein Herr seine Verbeugung macht. Im Hintergrunde sind drei Perso- nen mit musikalischen Instrumenten. H. 2 F. 6 Z., Br. 2 F. 2 Z.

Lord Ashburton in London besitzt ebenfalls ein Mädchen in gelbseidener, mit Hermelin verbrämter Jacke und weißseidenem Kleide, sitzend mit der Laute. Gegenüber am Tische betrachtet sie ein Herr mit wohlgelaunten und ein anderer steht hinter ihm. Zu Descamps Zeit war dieses herrliche Bild in der Sammlung Lor- mier im Haag, und zuletzt besass es Fürst Talleyrand. H. 1 F. 10 Z., Br. 11 F. 6 Z.

Herr H. T. Hope in London besitzt das Bild einer Dame in rother, mit Hermelin verbrämter Pelzjacke, wie sie zur Laute singt, wozu der Musikmeister mit der Hand den Takt angibt. Das Mäd- chen ist von seltener Schönheit für Terburg, alles vom gewählt- sten Geschmacke und der zartesten Vollendung. Das Monogramm ist verwaschen. H. 2 F. 2 Z., Br. 1 F. 0 Z. Ein anderes sehr ge- wähltes Exemplar dieses Bildes sah Waagen beim Bilderhändler Peacock in London. Dann besitzt Herr Hope auch das Bild eines Kriegsmannes, gemächlich neben dem Kamin sitzend, wie er ein Glas Champagner leert. Neben ihm versucht sich ein jun- ger Trompeter auf seinem Instrument, worauf ein dritter Soldat zu hören scheint. In Composition, Tüchtigkeit und Lebendigkeit

In der Privatsammlung des Königs Georg IV. von England ist eine stehende Blondine im weißen Atlaskleide, wie sie der am Tische sitzenden, in einer blauen, mit Hermelin verbrämten Pelzjacke gekleideten Mutter einen Brief vorliest. Ein Page nähert sich der Tochter mit goldener Schüssel und Gießkanne. Mit der gewöhnlichen Naivetät des Gefühls und Eleganz, welche alles athmet, verbindet dieses Bild eine Feinheit der Zeichnung, eine Tiefe des Helldunkels, eine Wärme des Tons, eine Solidität des Impasto, eine Freiheit der Behandlung, wie sie nur sehr selten bei Terburg vorkommt. Dabei ist die Erfindung bewunderungswürdig. H. 2 F. 7 1/2 Z., Br. 2 F. 2 1/2 Z. Ein weiteres Gemälde stellt ein am Tische sitzendes Mädchen in rothsammetner, mit Hermelin verbrämter Jacke vor, wie ihr der neben ihr sitzende Herr ein Gläschen Champagner reicht. Dieses Bild hat leider mehrere Retouchen.

In Lutonhouse, dem Sitze des Grafen Bute, sind Portraits von Terburg. Der Herr, in schwarzseidenem Anzuge, erscheint in seiner Bibliothek, und die junge Frau in reicher Kleidung im Ankleidezimmer, ganze Figuren. Die feine Auffassung und die grosse Eleganz der Behandlung beweisen, wie vortrefflich Terburg in dieser Gattung war. H. 2 F. 5 Z., Br. 1 1/4 F. 11 Z.

In der Sammlung des Ministers Robert Peel zu London ist das berühmte Bild, dessen wir oben erwähnten, als Beweis, dass von Periode zu Periode der Preis der Bilder dieses Meisters gestiegen ist. Es stellt ein in einer mit Hermelin verbrämten gelben Jacke und mit weissem Atlaskleide am Tische sitzendes Mädchen dar, wie es die Theorbä spielt, während der Lehrer gegenüber singend den Takt gibt.

Aus der Sammlung des Sir Wm. Clarke in London wurde 1840 das Bild einer jungen Dame, welche einen Brief liest, um 415 Pf. St. gekauft.

  • Lord Wharncliffe zu London besitzt ein unter dem Namen der väterlichen Ermahnung berühmtes Bild, wie im Museum zu Berlin und ohne Hund. Es ging durch die Sammlung Beaujon (1781) und Proley (1787) und Christie (1820).

Im Museum des Louvre sind einige vortreffliche Bilder dieses Meisters, die Waagen K. und K. II. 501 genau würdig. Ein Offizier bietet einem sehr fein gekleideten Mädchen, mit dem er in einem Gemache am Tische sitzt, Geld an. Durch Lebendigkeit in Ausdruck der Köpfe, die gute Zeichnung, den zarten, harmonischen Silberton, die grosse, aber doch freie Führung, eines der schönsten Bilder des Meisters. Früher in Sammlungen van der Vugt und van Slingelandt. H. 0 m. 66 c., Br. 0 m. 56 c. Ein fein gekleideter junger Herr spielt sitzend der Laute, und vor ihm steht ein Mädchen in weißem Atlaskleid mit dem Notenbuche. Fein dramatisch und durch eine tiefe, warme Harmonie von reizender Wirkung, die Behandlung meisterlich. H. 0 m. 82 c., Br. 0 m. 72 c. Ein Mädchen begleitet stehend mit der Laute den Gesang einer andern sitzenden Dame; ein Page ein Glas mit Getränk präsentiert. Sehr zart und an

us der Sammlung des Cardinal Fesch kaufte 4846 Mr. Dutuit von Rouen um 3855 Frs. ein Bild, welches einen hollän- dischen Offizier vorstellt, welcher der Dame ein Glas Wein an- bietet, während der Stallmeister ihm den Präsentirteller mit der Flasche hält. Die Begleiterin der Dame betrachtet beide,

In der Gallerie des Herzog von Berry war ein herrli- ches Gemälde, welches unter dem Namen des Testaments bekannt ist. Es wurde 4836 bei der Auktion mit 25200 Frs, bezahlt,

In der Gallerie zu Florenz ein trinkendes Fräuenzimmer, während der Mann am Tischeschläft, Wicar's Gall.d, Fl. Cah: XXIV.

In der Eremitage zu St. Petersburg ist ein treffli- ches Bild, welches eine stehende Dame im Atlaskleide vorstellt, wie sie den Brief liest, den ihr ein Bote gebracht.

In der Sammlung des Grafen Demeolf daselbst der Mün- ster'sche Friedensschluss, worüber S. 240 zu lesen ist,

In der Gallerie des Museums zu Berlin ist ein Bild, wel- ches vornehmlich in Bezug auf das poetische Element seiner Darstellung und auf die edle gemessene Haltung sich auszeich- net, Es ist unter dem Namen der väterlichen Ermahnung be- kannt, kommt mit wenig Veränderungen im Museum zu Amsterdam und bei Lord Wharncliffe vor, und ist, in Göthe's Wahlverwandtschal- ten beschrieben. Der edle ritterliche Vater sitzt einen Fuss über den andern geschlagen, und scheint seiner vor ihm stehenden Tochter ins Gewissen zu reden. Diese, eine herrliche Gestalt, im faltenrei- chen weiten Atlaskleide wird zwar nur von hinten gesehen, aber ihr großes Wesen scheint anzudeuten, dass sie sich zusammennimmt,

s jedoch die Ermahnung nicht heftig beschämend sei, sieht man aus der Miene und Geberde des Vaters, und was die Mütter be- trifft, so scheint diese eine kleine Verlegenheit zu verbergen, in- dem sie in ein Glas Wein blickt. Das Bild ist 2 F 21 Z. hoch. Sehr abweichend hiervon ist ein zweites Gemälde, indem dieses, als eine seltene Ausnahme, auf humoristische Weise in das Leben der niederen Stände eingeht. In einem ehemaligen Klosterhofe sieht man eine Schleifmühle, die durch ein Pferd getrieben wird, Der Schleifer schärft das Instrument, während der Besitzer dessel- ben in ergötzlicher Geduld auf die Vollendung der Arbeit wartet. Vor dem ärmlichen Hause sitzt eine Frau, welche einem Kinde das Ungeziefer absucht. Die Charakteristik in den Köpfen lässt die grosse Freiheit seines Talentes erkennen, und Alles Uebrige ist ebenso geistreich geordnet, als meisterhaft gemalt. Dieses mit dem Monogramme des Meisters versehene Bild wurde aus der Gallerie des Herzogs von Berry erworben. H.2 F. 4 Z., Br. 1 F. 411 Z. In dem älteren Verzeichnisse der Werke der Gallerie in Sanssouci wird ein Gemälde erwähnt, welches den Grafen Horn beim Bretspiel vorstellt , und aus dem Cabinet H. de l'Ormie im Haag stammt,

In der Gallerie des Belvedere zu Wien sind zwei kleine Bilder im Kniestück von Terburg. Das eine stellt eine junge Frau vor, im Begriffe dem neben ihr stehenden Kinde den Äpfel zu schälen. Auf dem Tische steht eine Schüssel mit Aepfeln und ein Leuchter. Das zweite Bild zeigt ein am Tische schreibendes Mäd- chen. Im Grunde ist das Himmelbett,

Die Pinakothek zu München bewahrt drei Gemälde von Terburg, darunter zwei Genrebilder aus dem niederen Kreise des Volkes. Das Hauptwerk der Sammlung (H. 11 F.8 Z. 6 L., Br. 1 F. 5 Z.) ist aber das liebliche Bild, welches ein in weissem At-

In der Gallerie zu Dresden sind drei Gemälde, welche das bekannte blonde niederländische Fräulein im weissen Atlaskleide zeigen. Einmal steht es vom Rücken gesehen vor dem Himmel- bette am Tische. H. 1 F. 4 Z., Br. 88 Z. Auf dem zweiten Gemälde hat sich das Mädchen zur Profilansicht herumgedreht und wäscht sich die Hände im Becken, welches die Zofe ihr vor- hält, H. 1 F. 4 Z., Br. 1 F. 8 Z. Auf dem dritten Bilde spielt diese Dame am Tische die Laute, und hinter ihr sieht man den Musikmeister. Kniestück. H. 1 F. 3 Z., Br. 1 F. 1 Z. Das vierte Gemälde stellt einen jungen Offizier hinter dem Tische vor, wel- chem der Trompeter lachend die Aufforderung sich zu ergeben bringt. Dem Helden ist im Schrecken die Trompete aus dem Munde und das Herz im Cœur-As vor die Füße gefallen. H. 11 F. 8 Z., Br. 0 Z.

In der Gallerie zu Pommersfelden ist ein schönes Bild, welches zwei Offiziere am Tische vorstellt, wie der eine einen Brief schreibt, auf welchen der Trompeter wartet.

In der Gallerie zu Gotha ist ein ausgezeichnetes Gemälde mit der bekannten Blondine im gelblichen Kamisol, welchem ein alter Bote im Schlafzimmer den Brief überreicht hat, während die Magd ihre Neugierde offenbart. Dieses Bild stammt aus der Samm- lung des Herzogs von Choiseul. Eine Wiederholung ließ le Brun 1777 durch A. Romanet stechen, 1822 besass M. de Victor dieses Bild. Eine andere Wiederholung besass 1816 General Verdier,

Die Gallerie in Karlsruhe bewahrt ebenfalls ein treffliches Gemälde von Terburg, welches ein Frauenzimmer in Morgenan- dacht vorstellt. Sie scheint erst die Witwen Trauer abgelegt zu haben, da das Bett noch eine schwarze Spitze ziert. Der Held lehnt aber schon die Hand auf ihren Arm, und erwartet die münd- liche Antwort auf den auf dem Tische liegenden Brief,

Stiche und Lithographien nach Terburg's Gemälden.

Prinz Wilhelm von Oranien zu Pferd, nebst Begleiter, gest. von W. Baillie, fol.;

D. Jacob v. d. Burchius, Legat. Belg. Conv. Monaster. G. ter Burch pinx. P. Holstyn sc. Oval, kl. fol.

Adrian Pauw; Eques etc. Terburg pinx. Holsteyn sc. 8;

Vopiscus Fortunatus Plembius, fol. publ. Leyd. Gest, von P. Pontius, Oval, fol.

Bildniss eines Gelehrten vor dem Tische, auf welchem ein Buch und ein Globus steht. Anderwärts der Astronom genannt. Geschabt von W. Baillie, fol.;

Portrait eines Mannes, nach dem Bilde in der Gallerie zu Co- penhagen von A. F. Kunzeus lithographirt, fol.

Die Büsten des Täufers Johannes und des heil. Paulus, in schwarzer Manier gestochen von G. A. Wolfgang 1670. Der Ma- ler wird Sarburg genannt, fol.;

Der Tod der Cleopatra, gest. von Wille, fol.

Der Trompeter, nach dem Bilde in Dresden, lithographirt von Hanfstängl im Dresdner Galleriewerk, gr. fol.

Die musicirenden Damen, nach dem Bilde in Louvre gest. von J. de Mare, unter dem Titel: The Rehearsal, 1832, fol.

Die Lautenspielerin und der Takt schlagende Lehrer, in schwar- zer Manier von J. Stolker, fol.

Eine stehende Dame den Brief lesend, welcher ihr der Bote gebracht, nach dem Bilde in St. Petersburg gest. von B. L. Hen- riguez, gr. roy. fol.

Die väterliche Ermahnung, nach dem Bilde in Berlin, litho- graphirt von Heine für das Galleriewerk des Museums. Imp. fol.

Instruction paternelle, berühmtes Blatt von J. G. Wille, nach einem Bilde im Besitze des Herrn. de Peeters, gr. fol.

Das Bild im Museum zu Amsterdam ist von Vaillant in Mezzo- tinto gestochen, fol.

Der Liebesbrief, nach dem Bilde in München für das Galle- riewerk von Piloty und Löhle lithographirt, roy. fol.

Der Cavalier, welcher der Dame von einem Pagen das Trink- glas reichen lässt, nach einer später bei Ploos van Amstel befind- lichen Zeichnung von W. Vaillant in schwarzer Manier gesto- chen, fol.

Der Cavalier und die trinkende Dame, Zeichnungs-Imitation von Ploos van Amstel, fol.

Eine sich die Hände waschende Dame, nach dem Bilde in Dresden, lithogr. in Hanfstängl's Galleriewerk, gr. fol.

Eine am Schreibtisch sitzende Dame. P. Schenk fec. et exc. 1684. Treffliches Schwarzkunstblatt, gr. fol.

Ein Trompeter, welcher einer Dame den Brief überreicht. W. Vaillant fec. 1608 et exc. Schön's und seltenes Blatt in schwar- zer Manier, gr. fol.

Derselbe Gegenstand von der Gegenseite (der Trompeter links) W. Vaillant exc., gr. fol.

Ein junger Mann bei einer Dame am Tische, rechts zwei an- dere Damen, wovon die eine den Brief liest. Gerard pinx, P. Schenk fec. et exc. Schwarzkunstblatt, gr. fol.

Ein junger Mann auf dem Schoosse eines Mädchens schlafend, rechts eine andere Gruppe mit einem die Zither spielenden Mäd- chen; Gerard pinx, Id. sc., qu. fol.

Ob der Maler Gerard unser G. Terburg sei, bleibt dahin ge- stellt. Es lebte auch ein Maler Gerard.

Zwei Männer am Tische beim Kruge in Unterhaltung, hinter ihnen ein Knabe. Van Somer fec.

Ein sitzender Mann mit der Pfeife, wie er das Mädchen an- blickt, welches ihm Wein reicht. Hinter ihr steht die Magd mit dem Teller. Id. sc., fol.

Ein Offizier, welcher einem Mädchen Geld anbietet. Radirt und gestochen von Chataigner und Dambrun, für das Musée Filhol. kl. 4.

Dieselbe Darstellung, gest. von P. Audoin, fol.

Ein Trompeter wartet auf die Ordre. Radirt und gestochen von Lerouge und Villerey, Musée Filhol, kl. 4.

Eine Dame an der Toilette, Radirt und gestochen von Cha- taigner und Haina, Musée Filhol, kl. 4.

La musicienne, gest. von Haina, Musée Filhol, kl. 4.

Das Innere eines Stalles. Links an der Thüre ein Weib,

Die Musikstunde, nach dem Bilde im Louvre gestochen von Morell und La Vallee, Musée Napoleon, fol.

La Femme qui boit. Gestochen in Wicar's Gallerie de Flo- rence, fol.

Eine sitzende Frau, welche den Brief liest, den ihr der Bote überbracht hat. A. Romanet sc., Cabinet le Brun, 4.

Gazettiere hollandoaise, sitzendes Mädchen mit einer Zeitung in der Hand, gest. von Wille, gr. fol.

La santé portée, Eine trinkende Dame, gestochen von Che- villet, gr. fol.

La santé rendue, Eine trinkende Dame neben einem schla- fenden Militär, gest. von Chevillet, gr. fol.

Diese beiden Blätter sind trefflich gestochen.

Eine kranke Frau mit der Wärterin, wie ihr der Arzt Medi- cin reicht. A. Romanet sc., gr. 4.

Le Médecin hollandois, Ein Arzt fühlt dem Kranken den Puls, Basan exc., fol.

Le Magistrat hollandois. F. Basan sc., fol.

Eine junge Dame sitzend mit Federn auf dem Hute. H. Bary sculp., fol.

La Songeuse hollandoise, F. Gaillard sc., gr. fol.

Le Coup réfléchi, Lucas sc., fol.

Ein lachender junger Mann mit Federn auf dem Hute, mit der Geige und mit dem Glase in der Hand. Theod. Mathan sc., Bl. 4. r.