Terbruggen, Henrich

Terbruggen, Henrich, Maler, wird von Sandrart und de Bie Verbruggen genannt. Sie nennen Utrecht als seinen Geburts- ort, woher sein Vater aus Siebenbürgen gekommen seyn soll, was alles noch der Bestätigung bedarf. Er war Schüler von Abra- ham Bloemaert, und hielt sich zehn Jahre theils in Rom ; theils in Neapel auf. Ticozzi behauptet, Terbruggen habe in Italien einige schöne Bilder hinterlassen, was wohl glaublich ist; wir fin- den aber nur angegeben, dass sich in einer der Hauptkirchen Neapels ein schönes Gemälde von ihm befinde. Descamps sah 1753 bei H. van der Streng zu Middelburg ein Gemälde mit le- bensgrossen Figuren, welches ein Banket vorstellt. Dieses Bild kannte auch Rubens, und er behauptete bei Betrachtung dessel- ben, Terbruggen sei einer der vorzüglichsten flandrischen Maler. Eine ähnliche Darstellung besass zu Descamps Zeit der Goldar- beiter Verbruggen zu Delft, der in dem Meister einen seiner Vorfahren erkennen wollte. Terbruggen starb zu Utrecht 1629 im

  1. Jahre,

W. de Passe stach nach ihm. Der Titel, Hieronymus, auf dem Blatte steht aber irrig H. Terburg, qu. fol. Von Th. Matham haben wir einen Stich, welcher einen Musikanten vorstellt, wie er mit der Linken das Glas emporhebt; L'homme de bonne hu- meur, betitelt, 4.