Taubert, Georg Michael, Zeichner und Maler, geb. zu Berlin 1754, war der Sohn eines uns unbekannten Malers, und zum Unterschiede von diesem soll er sich auf seinen früheren Werken Tauber filius genannt haben, wie Füssly behauptet, so dass demnach «Tauber» der Familienname des Künstlers seyn müsste. Er ist aber unter dem Namen Taubert bekannt. Später begab sich der Künstler zur weiteren Ausbildung nach Dresden , wo er einige Malwerke der k. Gallerie copirte, wie die Danae von Titian, die Magdalena von Battoni, den Amor von Mengs u. a. Hierauf ging Taubert nach Warschau , wo er von 1785 — 84 thätig war, und grossen Beifall fand. Er malte Bildnisse in Pastell , auch historische Darstellungen und Genrebilder in Oel. Das Bildniss des Königs Stanislaus August von Polen stellte er zu wiederholten Malen dar. Auch ein allegorisches Bild auf diesen König fand Beifall, so dass ihm dieser die goldene Medaille verlieh, mit der Bewilligung sie am Halse zu tragen. Der Genius des Friedens trägt von Genien begleitet das Bildniss des Königs zum Tempel des Ruhms, während im Grunde das Volk um den Altar des Vaterlandes versammelt ist. Die Zeit befiehlt dem Monat Mai folgende Worte an dem Felsen einzugraben: Exegi monumentum aere perennius. Dann malte er auch die Reichsversammlung vom 3. Mai 1793, wahrscheinlich jenes Bild, welches F. Bolt gestochen hat, unter dem Titel der Beschwörung der polnischen Constitution. Von Warschau begab sich der Künstler nach Wien, und dann nach Berlin, wo er 1801 Vorsteher der Figurenmalerei an der k. Porzellan-Manufaktur wurde. In dieser Eigenschaft malte er selbst mehrere Bilder auf Porzellan, welche damals ausgezeichnet befunden wurden. Dann malte er auch viele Bildnisse in Pastell, Miniatur und in Oel, darunter mehrere ganze Figuren in landschaftlicher Umgebung. D. Berger stach nach ihm die Bildnisse des Königs Friedrich Wilhelm III., von F. W. Tarrach, F. G. Michaelis u. a. Einen anderen Theil seiner Werke bilden die historischen und allegorischen Darstellungen, und dann die