Taricco, Sebastiano, Maler, geb. zu Cherasco 1645, war ein verständiger Nachahmer der Werke G. Reni's und Dominichino's, und lieferte in ihrer Weise schätzbare Bilder, wenn er auch etwas flüchtiger arbeitete als jene. In St. Trinita zu Turin ist neben anderen Ölbildern ein gerühmtes Gemälde der Dreieinigkeit von ihm, und in St. Maria Maggiore eine Tafel mit Joachim und Anna. Der grössere Theil seiner Werke findet sich aber in Che- rasco, wo im Hause seiner Familie noch mehrere Bilder vorhan- den sind. Besonders gerühmt wurden die Fresken in einem Saale des Palastes Gotti, welche Darstellungen aus dem alten Testa- mente enthalten. Im Stadthause daselbst sind vier historische Land- schaften, welche an Poussin's Manier erinnern. An der Decke der Kirche der Bruderschaft des heil. Augustin malte er das Pa- radies, in der Cuppella die heil. Jungfrau mit Heiligen zur Seite, und in den Nischen anmuthige Engel. In S. Francesco daselbst ist ein Bild der Stigmatisation dieses Heiligen, und St. Petrus von Alcantara von ihm gemalt, zwei schöne ausdrucksvolle Bilder. Bei den Carmelitern sind sieben Bilder von ihm. Dann findet man auch in den Palästen und Privathäusern zu Cherasco mehrere schöne
Gemälde von Taricco. In der Dreieinigkeitskirche zu Pollenza sind ebenfalls sehenswerthe Gemälde von ihm. Im Hause des Gra- fen Matis daselbst ist ein schönes Bild der Susanna, und eine Steinigung des heil. Stephan. Lanzi und Ticozzi fertigen diesen schätzbaren Meister zu kurz ab. Er starb .
Latuada. und die Jahrzahl 1575 bei Ticozzi ist wahrscheinlich als Druckfehler zu nehmen.
Tarival, s. Taraval. Tarniere, s. Tasnieri.