Tantini, Pietro. — Tappe, Wilhelm. Tantini, Pietro, Maler zu Venedig , war Schüler von Lud. Gallina und widmete sich der Historienmalerei. Er ist seit 1830 Custos der Akademie in Venedig. Tantz, Victoire, Maler, erscheint als Mitglied der Bruderschaft des heil. Lukas in Antwerpen . Das Bruderschaftsbuch, welches beginnt, ist noch vorhanden, und in dieses ist auch Tantz eingetragen; Tanzi, Peter, Bildhauer, arbeitete in Rom , und starb daselbst . Sein Sohn Hess ihm in St. Maria della Scala eine Grabschrift se- tzen, welche in früheren Reisewerken erwähnt wird. Tanzio, Antonio, Maler von Alagna im Gebiete von Novara, wird von Bartoli und Lanzi gerühmt. Er malte zu Mailand mit Car- loni im Wetteifer, und hinterliess in Varallo rühmliche Werke, worunter die Fresken gehören, welche er in einigen Capellen aus- führte. In S. Gaudenzio zu Novara ist ein Gemälde, welches die Schlacht des Senacherib vorstellt, eine lebendige Composition. Dann ferner er auch viele Staffeleibilder, welche in Gallerien aufbewahrt werden, und die in Zeichnung und Färbung Vorzüge besitzen. Ausser den historischen Bildern malte er auch Architekturstücke. Dieser Künstler starb 1644, ungefähr 70 Jahre alt. Tanzio, Giovanni Melchiore, Maler und Bruder des Obigen, hinterliess ebenfalls mehrere Werke, die aber an Verdienst jenen des Antonio nicht gleichkommen. Nur in der Färbung sprechen sie an. Man findet deren in Kirchen. Tapia, D. Isidoro de, Maler, geb. zu Valencia 1720, war Schü- ler des Evaristo Munnoz, und machte sich durch schätzbare Werke bekannt, die sich besonders von Seite einer angenehmen Färbung empfehlen, wie die Bilder eines Altares in S. Bartolomeo, und jene eines Oratoriums in Carmen Descalzado zu Valencia mit der Heil. Theresia und den Kirchenvätern. Im Jahre 1743 wurde er Professor der Akademie in Madrid, und verblieb daselbst nach einem kur- zen Aufenthalte in Portugal bis an seinen 1755 erfolgten Tod. In der Akademie von S. Fernando ist ein Gemälde von ihm, welches das Opfer Abrahams vorstellt, wie Bermudez nach Orellana angibt. Tapia, Pedro Juan de, Maler, blühte um 1580 in Madrid, und stand daselbst als Mann von Erfahrung in Ansehen. Im Jahre 1586 wird das von Franc. de Ayala und Jose Gonzalez ausgeführte Altarwerk in der Kirche zu Andilla zu taxiren. Sie setzten die Forderung von 617.8009 Realen auf die Hälfte herab. Tapia selbst malte kleine Pferdestücke. Tardieu, Kupferstecher, arbeitete um 1700—1810 in Paris. Es finden sich Bildnisse von ihm, wie jenes von Bonaparte, nach Guerin, von Pichegru, nach Rodigues u. a. Sie sind punktirt. Tappe, Wilhelm, Architekt von Lüdenheid in Westphalen, begann seine Studien in Cassel, und begab sich dann zur weiteren Aus- bildung nach Berlin, wo er an der k. Akademie seinen Cursus beendete. Er erhielt vom Hofe den Auftrag, mit Geronimo Estevan einen von.
vollendete. Später trat er als Conducteur in den preussischen Staatsdienst, war aber zugleich auch Lehrer an dem Erziehungs- Institute in Lüdenscheid. Da gab er 1805 Uebungen im freien Zeichnen heraus, ein Werk, welches 100 Blätter mit Text enthält, und in kleinem Formate erschien, 4. Aufl. 1831. Hierauf folgten Übungen im Schreiben und Zeichnen, welche sich auf 12 Blät- ter belaufen, und Blumen und Früchte zur Uebung im Zeichnen 2. Ausg. Essen, s. a. Dann wendete Tappe auch seine Sorge den Denkmälern der deutschen Baukunst zu, besonders in Soest. Als Resultat dieser Studien ist folgendes Werk zu betrachten: die Alter- thümer der deutschen Baukunst in der Stadt Soest. Mit 6 Steinzeich- nungen. Essen 1823 und 24. 4. Auch zur Begründung eines neuen Baustyls arbeitete er Blätter aus, die von 1817 an heftweise erschei- nen sollten, Tappe lebte auch einige Zeit in Detmold, wo er in seinen historisch-architektonischen Studien fortfuhr, und sich auch durch eine Schrift über die Hermanns Schlacht bekannt machte, Die letzte Zeit seines Lebens hielt er sich in Dortmund auf, wo der Künstler 1823 im 77. Jahre starb.