Tank, Heinrich, Maler, einer der vorzüglichsten jetzt lebenden Meister, wurde 1808 zu Hamburg geboren, gehört aber, Däne- mark an, da er von Jugend auf in Kopenhagen lebte, wo sein
Vater Kaufmann ist. Er besuchte die Akademie der Künste in jener Stadt, und hatte bereits grosse Fertigkeit im Malen, als er 1835 sich nach München begab, wo er in Kurzer Zeit seinen Ruf gründete. Der Gegenstand seiner Gemälde ist das Leben zur See in mannigfaltigem Treiben. Er stellt Häfen und Küsten - sagen dar, mit Figuren beim täglichen Betriebe, oder lässt Schiffe auf der offenen See den Blick vorübergleiten, wobei ausser den mächtigen Schiffsstürmen auch mannigfaltige Scenen das In- teresse des Beschauers erregen. In kleineren Seebildern erschei- nen Fischerboote, oder es rudert ein einzelner Schiffer oder eine Schifferin auf dem klaren Spiegel des Wassers hin, theils in fröhli- cher, theils in andächtiger Stimmung bei abendlicher Beleuchtung. Seine Gemälde sind von ausserordentlicher Klarheit und Reinheit der Färbung. Das Wasser, die Schiffe, die Figurenstaffage, Alles ist mit Meisterschaft behandelt. Seine Bilder sind sehr geschätzt und weit verbreitet, einige von bedeutender Ausdehnung, andere in kleinem Formate. Unter seinen Bildern nennen wir folgende in chronologischer Ordnung: zwei schiffbrüchige Matrosen auf einem umgestürzten Boote, Strandscene an der Nordsee 1836; Strand an der Nordsee bei Winterzeit. 1838; ein Fischermädchen das Ave Maria betend, Lootsen zur Fregatte segelnd, das Eis leben. an einer dänischen Küste, ein reiches Bild mit Schlittschuh- läufern, Lastfahrern, mit ankommenden Fischern und Fischerin- nen, im Besitz des Fräulein Medicus 1838; Ave Maria auf den See, ein Fischerboot 1853; zurückkommende Fischer vom Hering- fange, Seestrand bei Sonnenuntergang, kleines Bildchen 1840; Son- nenuntergang am Meeresstrand, Strandscene an der dänischen Küste im Besitz des Freiherrn von Schweizer 1841; Schiffe im Hafen, dänische Strandpartie, der überstandene Sturm 1842; zwei Marine- bilder 1843; Strandpartie 1845; ein Piratenschiff mit reicher Staffage eines der grössten und meisterhaften Bilder 1845 u. s. w. Aus (in) sein Bildern ist der Inhalt der Werke dieses Meisters zu ersehen.
Tannay, s. Taunay.