Taborsky, Johann, Maler und Mechaniker von Klokotsché Hora (Pimpernusberg) in Böhmen, hatte als Künstler Ruf. Im Jahre 1563 schrieb er ein grosses mit Noten und Gemälden verziertes böhmisches Gesangbuch für die Stadtkirche in Laun, wo es sich aber nicht mehr befindet. Im Jahre 1800 war dieses Buch im Be- sitze des Launer Bürgers Franz Drtina, bei welchem es Dlabacz sah. Dieser Schriftsteller bemerkt in seinem Künstlerlexicon für Böhmen etc., dass von Taborsky auch die schönen Gesangbücher in der Teplitzer- und Böhmischbroder-Kirche herrühren. Er scheint einen Verlag solcher Bücher gehabt zu haben, für welchen auch andere Schreiber beschäftigt wurden.
Dann ist von ihm das astronomische Uhrwerk auf dem Rath- hausthurm der Altstadt Prag. Er hinterliess eine Beschreibung des- selben. In Riegger's Statistik von Böhmen ist eine andere Be- schreibung von Ant. Strnad. Joh. Berca hat das Bildniss dieses Mannes gestochen, mit der Aufschrift: Jan Taborsky Knihpisarz Zprawcze Orloge prazskche, weku twöyo Leta LXX. [I.. T.